Beiträge getaggt mit Violettbuch Kirchenfinanzen

Volkskirche und Geld: Zahlt der Staat zu viel?

Berlin (idea) – Soll der Staat den Kirchen den Geldhahn zudrehen? Darüber haben der Autor des „Violettbuchs Kirchenfinanzen“, der Politologe Carsten Frerk (Berlin), und der Leiter des Kirchenrechtlichen Instituts der EKD, Prof. Hans Michael Heinig (Göttingen) in Berlin ein Streitgespräch geführt. Dazu eingeladen hatte die Evangelische Nachrichtenagentur idea.

Weiterlesen bei idea.de.

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Violettvideo!

Youtuber TheAbacus42 hat dieses schöne Video mit den zahlenmäßigen Highlights aus dem Violettbuch Kirchenfinanzen von Carsten Frerk produziert.

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Die Caritas-Legende

Die Kirchen kommen nur zu einem Drittel für das auf, was ihnen von der Öffentlichkeit als eigene Leistung zugeschrieben wird. Das ist undemokratisch und unredlich, findet Carsten Frerk in der Frankfurter Rundschau. Beispiel:

Für konfessionelle Kindertagesstätten gaben der Staat und damit alle Steuerzahler 2009 insgesamt 3,9 Milliarden Euro aus. Die Finanzierungsregeln sind Sache der Länder, die sie unterschiedlich handhaben. In Hamburg oder Bayern werden christliche Kitas ohne Geld der Kirchen betrieben, in Nordrhein-Westfalen steuern sie zwölf Prozent zu den Etats „ihrer“ Kitas bei. Mehr ist es nicht. Aber die Kirchen werden nicht müde zu beteuern, dass sie die Kirchensteuer für die kirchlichen Krankenhäuser, Kindertagesstätten und weitere soziale Einrichtungen brauchen. Das glauben dann auch die wohlmeinenden Christen.

Der komplette Artikel bei der Frankfurter Rundschau.

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Redezeit: Violettbuch Kirchenfinanzen

Carsten Frerk: Violettbuch Kirchenfinanzen - Wie der Staat die Kirchen finanziert (Alibri Verlag)

Beim WDR gibt es einen 26-minütigen Mitschnitt der Sendung „Redezeit“ vom 26.11.2010 mit Carsten Frerk:

Wenn Carsten Frerk über die Kirche und ihr Geld redet, dann werfen ihm die Kirchen stets vor, er wolle sie abschaffen. Stimmt nicht, sagt der Buchautor, er will nur, dass Kirche und Staat endlich komplett getrennt werden, dass also zum Beispiel der Staat nicht länger die Kirchensteuer erhebt und an die Kirchen weiterleitet. Frerk sagt von sich, kein Kirchenhasser zu sein – er will aber mehr Transparenz, will wissen, woher die Kirche ihr Geld bekommt, was ein Bischof verdient, ob er Miete zahlen muss. Fragen, die ihn bewegen, auf die er aber, wie er in seinem Buch „Violettbuch Kirchenfinanzen“ keine befriedigende Antwort erhalten hat. [Text: WDR]

Via Nics Bloghaus, der alles zum Violettbuch zusammenträgt.

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Carsten Frerk zu Kirchenfinanzen

Dieses Video ist zwar schon ein paar Wochen alt, gibt aber einen guten Überblick über die Punkte in Sachen Kirchenfinanzen, die aktuell diskutiert werden. Jedenfalls aus kirchenkritischer Sicht.

Themen:

  • Millionen an Staatsleistungen werden jährlich an die Kirchen zusätzlich zu den Kirchensteuern bezahlt … warum?
  • Die Entschädigungen wegen der Säkularisierung 1803 bezogen sich auf die damaligen Bischöfe – aber nicht auf deren Nachfolger.
  • Die seit 1919 abzulösenden Staatsleistungen waren – Frerk zufolge – als Übergangslösung gedacht, bis das Kirchensteuersystem funktionierte.
  • Der bischöfliche Stuhl – eine geniale Idee: Er bekommt direkt keine Kirchensteuern und muss deshalb auch keine Rechenschaft ablegen. (Deshalb kann man Vermögen dort gut „verstecken“.)
  • Wenn man die Staatsleistungen jetzt auf einen Schlag ablösen wollte – welcher Einmalbetrag wäre zu zahlen?

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Vergelt’s Gott: Kirchlicher “Stundenlohn” von 2.750 Euro?

Offenbar als Reaktion auf das Violettbuch Kirchenfinanzen von Carsten Frerk – oder besser gesagt: als Reaktion auf die öffentliche Aufmerksamkeit, die das Buch erhalten hat (normalerweise versucht die Kirche erst einmal, unliebsame Publikationen totzuschweigen) – hat die „Task Force“ der Deutschen Bischofskonferenz eine Art „FAQ Kirchenfinanzierung“ veröffentlicht. Dort finden sich Aussagen wie diese:

Wie viel Ehrenamt „hat“ die Kirche?

Das Institut für Wirtschaft und Gesellschaft Bonn e.V. hat im Jahr 2000 die Entlastungen für Staat und Gesellschaft auf 11 Mrd. Euro jährlich geschätzt, die durch ehrenamtliche Tätigkeit geleistet wurden. Eine Erhebung in ca. 1.000 Gruppen der Caritas-Konferenzen Deutschland, einem von ehrenamtlicher Arbeit getragenen Fachverband der Caritas, hat für 2008 ca. 4 Mio. Arbeitsstunden ehrenamtlicher Arbeit ermittelt.

Skydaddy hat nachgerechnet: Bei der angegebenen Entlastung von 11 Milliarden Euro und 4 Millionen Arbeitsstunden jährlich kommt man auf einen „Stundensatz“ von sage und schreibe 2.750 Euro!

Bei genauem Hinsehen stellt man fest, dass die aufgeführten 11 Milliarden womöglich Gesamtentlastung durch ehrenamtliche Arbeit darstellen, nicht bloß die in kirchlichen Einrichtungen. Worauf sich die 4 Millionen Stunden beziehen – nur die Caritas oder katholische oder kirchliche Einrichtungen insgesamt – ist nicht auszumachen. Da allerdings im Engagementatlas 2009 das jährliche Gesamtvolumen an (ehrenamtlichem) bürgerschaftlichem Engagement auf etwa 4,6 Milliarden Stunden geschätzt wurde [S. 13], würden die 4 Millionen Stunden daran nicht mal ein Promille ausmachen.

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Wie die Kirche sich von den Heiden finanzieren lässt

Carsten Frerk: Violettbuch Kirchenfinanzen - Wie der Staat die Kirchen finanziert (Alibri Verlag)

Der Alptraum der Prälaten

Die FAZ hat einen ausführlichen Artikel von Melanie Amann über Carsten Frerks „Violettbuch Kirchenfinanzen„:

Es ist einiges los in diesen Tagen in der Zentrale der Katholischen Bischofskonferenz an der Bonner Kaiserstraße. Eine „Task Force“ haben die Bischöfe eingerichtet. Mitarbeiter aller Ressorts wurden zusammengezogen, um an einer Kommunikationsstrategie zu feilen: Das Ergebnis ist eine Liste mit gut 30 Fragen und Antworten, die sich nur um Geld drehen: „Wer finanziert die katholische Kirche?“ „Wohin fließt das Geld?“ Und: „Ist die Kirche reich?“

Mit dem Frage-Antwort-Katalog sucht die Bischofskonferenz die Verteidigung im Angriff. Denn unbequeme Fragen wird man sicher an sie richten in den nächsten Wochen. Soeben ist ein „Violettbuch Kirchenfinanzen“ erschienen, eine Streitschrift des Kirchengegners Carsten Frerk. Darin hat der Autor versucht, so viele Informationen wie möglich zusammenzuklauben über die Frage, wie viel Geld katholische und evangelische Kirche den Staat kosten.

Als Zugabe gibt es noch ein Interview mit Bischof Müller aus Regensburg. Da Müller für sein Halbwissen bekannt ist, sind weniger seine Antworten interessant, als vielmehr die Fragen, die – wohlgemerkt die FAZ! – stellt. Wie zum Beispiel diese:

Sie veröffentlichen Ihren Haushalt, nicht aber, welche Vermögenswerte der bischöfliche Stuhl verwaltet. Angesichts leerer öffentlicher Kassen müsste dies beim Thema Zuschüsse eine Rolle spielen.

Kann aber natürlich sein, dass Müller nur schon mal mit der FAZ-Journalistin die 30 Fragen und Antworten durchgeprobt hat…

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