Beiträge getaggt mit Gotteslästerung

Katholische Kirche darf “Kinderficker-Sekte” genannt werden

Die Katholische Kirche darf als “Kinderficker-Sekte” bezeichnet werden, laut Gericht ist „bedingt durch die in den letzten beiden Jahren bekannt gewordenen zahlreichen Fälle von Missbrauchshandlungen von katholischen Geistlichen und anderen Mitarbeitern der katholischen Kirche“ davon auszugehen, dass diese Formulierung nicht geeignet sei, den öffentlichen Frieden noch weiter zu stören. Im November kam es zu einer Anklage gegen den Betreiber der Seite Schockwellenreiter (wir berichteten) mit dem Blasphemieparagrafen, das zuständige Gericht hat nun aber die Eröffnung des Hauptverfahrens in diesem Fall abgelehnt. Der Staatsanwaltschaft bleibt noch die Möglichkeit innerhalb von einer Woche gegen diesen Beschluss vorzugehen.

[http://www.schockwellenreiter.de/blog/2012/02/09/gotteslasterungs-update-3/

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Spott im Namen Darwins: Fisch frisst Fisch

FFRF Logo für den Darwin Tag

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An der Frage von Schöpfung und Evolution entzündet sich der Konflikt zwischen religiösen Fundamentalisten und wissenschaftsorientierten Menschen. Charles Darwin wird zur Identifikations- und Symbolfigur der Skeptiker und Religionsgegner – sie spotten und provozieren in seinem Namen.

Am Sonntag jährt sich der Geburtstag von Charles Darwin zum 203. Mal; ein krummer Geburtstag, kein Jubiläum. Für immer mehr Menschen ist dieses Datum, der „Darwin Day“, allerdings ein Tag, den sie alljährlich feiern – als „Hommage an Darwins Beitrag zur Wissenschaft“ (Wikipedia).

… Es gibt immer mehr Menschen, die das völlig anders sehen, und auch für sie ist Darwin ein Symbol. Für religiöse Fundamentalisten ist das wissenschaftliche Weltbild und besonders die Evolutionstheorie mehr als ein Affront – sie ist Gotteslästerung, weil sie religiöse Schöpfungsmythen verneint. So seltsam das klingt, vier Jahrhunderte nach Descartes und 228 Jahre nach Kants Hoffnung, der Mensch werde sich „aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“ befreien: Antiwissenschaftliche, fundamentalistisch-religiöse Weltbilder sind auf dem Vormarsch – im islamischen wie christlichen Kulturraum.

Weiterlesen Spiegel Online

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Rücklicht = Blasphemie

Eine Gruppe von acht Amisch wurde im ländlichen Graves County in den USA für einige Tage inhaftiert. Grund: die „Swartzentruber Amish“ weigern sich, reflektierende Dreiecke an der Rückseite ihrer Pferdewagen anzubringen, berichtet telegraph.co.uk. Diese sind in Kentucky für langsame Verkehrsfahrzeuge jedoch gesetzlich vorgeschrieben. Für die Amisch sind diese hellen, reflektierenden Symbole jedoch Gotteslästerung. Sie vertrauen im Straßenverkehr lieber auf Gott, als auf irgendwelche weltlichen Symbole.

Weiterlesen: sportal.de, telegraph

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Petition gegen Gotteslästerungsparagraph beim Deutschen Bundestag

Seit heute kann eine öffentliche Petition zur Abschaffung des Gotteslästerungsparagraphen beim Deutschen Bundestag unterstützt werden.
Die Petition fordert folgendes:

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, § 166 StGB („Gotteslästerungsparagraph“) ersatzlos zu streichen.

Bis zum 11.01.2012 haben Interessierte Zeit die Petition mitzuzeichnen. Wenn eine Zahl von 50000 Unterstützern erreicht wird, muss sich der Bundestag im Petitionsausschuss mit dem Anliegen befassen.
zur Begründung der Petition heißt es

Die Anwendung des § 166 StGB erfolgt niemals gegen die Beschimpfungen von Nicht-Gläubigen durch Vertreter und sonstiger Angehöriger der Religionsgemeinschaften. Atheisten werden straflos beleidigt, unter anderem durch Behauptungen, Atheisten seien zu moralischem Handeln letztlich nicht fähig. Damit werden wir Atheisten (in ihrer Gesamtheit durchaus eine Weltanschauungsgemeinschaft) kollektiv abgewertet als moralisch minderwertig.

„Wenn also Atheisten moralisch handeln, dann nur, weil sie inkonsequent sind. Gott sei Dank sind sie das! In der Praxis ist die sittliche Evidenz eben doch stärker als jede naturalistische Erklärung. Nur der zu Ende gedachte Atheismus zerstört die Moral.“

„Wollte man Gott aus dem Grundgesetz eliminieren, dann unterwürfe man sich damit einem Trend, der ohnehin höchst bedenkliche Entwicklungen anzeigt: den Verlust an verpflichtenden Werten, die Dominanz eines banalen Materialismus, die Profanisierung des Weltbilds.“ (ESt, Ein kritisches Vermächtnis – Gott im Grundgesetz, in: Evangelische Kommentare Bd. 226/1993 Nr. 5, S. 255)

Direkt zur Petition:

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=21123

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Konvertiert: Christ in Afghanistan droht die Todesstrafe

Dem Afghanen Sayed Mussa droht die Todesstrafe, weil er vom Islam zum Christentum übergetreten ist.

[…] Die afghanische Verfassung garantiert zwar die freie Religionsausübung. Doch den Richtern steht es frei, nach dem islamischen Scharia-Gesetz zu urteilen, das einen Religionswechsel als Gotteslästerung ansieht, die mit dem Tode bestraft werden kann. […]

Der komplette Artikel bei Jesus.de.

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Bundestagsdebatte zum Schutz der Religionsfreiheit

Der Schutz der Religions- und Glaubensfreiheit steht am Freitag, 17. Dezember 2010, ab 9 Uhr im Mittelpunkt einer 90-minütigen Debatte. Im Anschluss stimmen die Abgeordneten über entsprechende Anträge der Koalitionsfraktionen (17/2334), der SPD-Fraktion (17/3428) und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/2424) ab. Dem Antrag der Koalitionsfraktionen zufolge muss es die Aufgabe jeder wertegebundenen deutschen Außenpolitik sein, auch im internationalen Kontext für das elementare Menschenrecht auf Religionsfreiheit einzutreten. So habe auch die christlich-liberale Koalition im Koalitionsvertrag vereinbart, sich weltweit für Religionsfreiheit einzusetzen und dabei ein besonderes Augenmerk auf die Lage der christlichen Minderheiten zu legen.

Weiterlesen beim Deutschen Bundestag.

Es handelt sich offenbar um die Fortsetzung einer Debatte vom 8. Juli.

Bemerkenswert ist eine Passage aus dem SPD-Antrag (S. 6, Hervorhebung von mir):

Diskussionswürdig ist der § 166 des Strafgesetzbuchs (StGB). Er stellt die Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen unter Strafe, wenn dadurch der öffentliche Frieden gestört wird. Auch wenn in der Praxis Bestrafungen nach § 66 StGB selten geworden sind, steht der Tatbestand dennoch in einem Spannungsverhältnis zum Recht auf Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit und erinnert an die Diskussionen im UN-Menschenrechtsrat über die Diffamierung von Religionen.

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Eine Ziege, ein Streit und ein Todesurteil

Spiegel Online berichtet über den Fall der in Pakistan wegen Blasphemie (der angeblichen Beleidigung des Propheten) zum Tode verurteilten Christin Asia Bibi.

Eingeführt worden war das Blasphemiegesetz vom Militärdiktator Zia ul-Haq, der zwischen 1977 und 1988 regierte und dessen Islamisierungspolitik bis heute wirkt. Paragraph 295-C des Strafgesetzbuches verbietet die Beleidigung des Propheten Mohammed und sieht bei Zuwiderhandeln zwangsläufig die Todesstrafe vor.

Parlamentarier sagen, sie glaubten, eine Mehrheit sei gegen dieses Gesetz. Aber warum stimmen sie dann nicht einfach dagegen? „Weil wir dem Land noch mehr Terror ersparen wollen“, sagt einer. „Diejenigen, die sich als Wortführer gegen das Blasphemiegesetz hervortun, stehen sofort auf der Abschussliste der Islamisten.“

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