Archiv für die Kategorie Wissenschaft

Physikerin: „Gott lügt uns nicht an!“

Für Barbara Drossel sind Glaube und Naturwissenschaft keine Gegensätze, sondern zwei Welten, die Antworten auf unterschiedliche Fragen bereithalten. Die Physikprofessorin ist seit mehreren Jahren mit Vorträgen zum Thema „Glaube und Naturwissenschaft“ unterwegs und hat zwei Bücher dazu veröffentlicht.

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Außerdem möchte ich, dass wir als Christinnen und Christen glaubwürdig sind. Durch den Kreationismus machen wir uns aber unglaubwürdig. Von daher ist es mir auch ein Anliegen, gegen den Kreationismus vorzugehen. Und ich sehe auch, dass durch populärwissenschaftliche Sendungen und Bücher der Eindruck vermittelt wird, die Wissenschaft habe Gott widerlegt. Und das möchte ich so auch nicht stehen lassen.

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Die Frage, warum es Naturgesetze gibt, ist zum Beispiel keine Frage, die in der Naturwissenschaft selbst zu beantworten ist. Hier könnte man antworten: Gott wollte es so.

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Der biblische Schöpfungsbericht will kein wissenschaftlicher Bericht sein, und die Tagesstruktur ist auch nicht wörtlich zu nehmen. Gott lügt uns nicht an! Wenn er so viele Indizien in die Welt eingebaut hat, dafür dass die Welt sehr alt ist, dass es lange vor dem Menschen Tiere gab, die inzwischen gestorben sind, und dass alles Leben einen gemeinsamen Stammbaum hat, dann kann er doch nicht verlangen, dass wir davor die Augen verschließen. Er lässt uns das alles erkennen und dem dürfen wir uns stellen.

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[https://www.evangelisch.de/inhalte/156335/03-06-2019/interview-barbara-drossel-professorin-festkoerperphysik-tu-darmstadt

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Leonardo da Vinci und die Religion

Interview mit dem Historiker Thorsten Jabs anlässlich des 500sten Todestages von Leonardo da Vinci:

„…dass er sich vollständig vom christlichen Menschenbild und von den christlichen Welterklärungsmechanismen abgewendet hat. Er hat eine ganz eigene, andere Sicht des Menschen. Der Mensch ist sterblich, seine Seele ist sterblich, sie geht dann zugrunde, wenn die Sinneseindrücke aufhören.

Leonardo hat Schädel geöffnet und das menschliche Bewusstsein zu lokalisieren versucht. Er hat Spott über die Vertreter der Kirche ausgeschüttet, über die Mönche, die angeblich alles zu wissen behaupten, aber seiner Ansicht nach natürlich überhaupt nichts wissen. Und er hat sich mit großer Distanz, also mit geradezu eisiger Kühle und tiefem Befremden über die Riten der Kirche geäußert.“

deutschlandfunkkultur.de/leonardo-da-vinci-und-die-religion-er-suchte-gott-mit-dem.1278.de.html?dram:article_id=447266

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„Wenn ich die Schöpfung untersuche, entdecke ich Gott“

Der Astrophysiker Heino Falcke hat beim Festival Spring in Willingen darüber gesprochen, wie ihn sein Glaube bei der Erforschung des „Schwarzen Lochs“ motiviert hat.

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Die moderne Wissenschaft sei auf dem Fundament vieler gläubiger Christen entstanden: „Viele große Wissenschaftler waren Evangelikale, tiefgläubige Christen.“

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[https://www.pro-medienmagazin.de/kultur/veranstaltungen/2019/04/28/wenn-ich-die-schoepfung-untersuche-entdecke-ich-gott/

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Religiöser Forscher über schwarzes Loch

Das erste Foto eines schwarzen Lochs ist eine Sensation – was folgt jetzt? Der Initiator des Forschungsprojekts über hohe Adrenalinpegel, den Blick auf unsere Milchstraße und seinen Glauben an Gott.

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SPIEGEL ONLINE: Herr Falcke, als am Mittwoch das Bild von dem schwarzen Loch aus der Galaxie Messier 87 unsere Redaktion erreichte, standen plötzlich zahlreiche neugierige Kollegen um den Bildschirm. Warum sind schwarze Löcher so faszinierend?

Heino Falcke: (…) Darin kann alles passieren. Man kann hinein aber nicht mehr heraus. Das macht manchen Menschen Angst. Und hat etwas Mystisches, fast wie der Eingang zur Hölle.

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SPIEGEL ONLINE: Herr Falcke, als am Mittwoch das Bild von dem schwarzen Loch aus der Galaxie Messier 87 unsere Redaktion erreichte, standen plötzlich zahlreiche neugierige Kollegen um den Bildschirm. Warum sind schwarze Löcher so faszinierend?

Heino Falcke: Das sind die extremsten Objekte im Universum. Alles bewegt sich fast mit Lichtgeschwindigkeit um sie herum, hier herrschen die höchsten Energien, Gas wird unglaublich heiß, Zeit wird langsamer und scheint beinahe still zu stehen. Wir können schwarze Löcher nun sogar sehen, aber wir wissen nicht, was in ihnen vor sich geht. Darin kann alles passieren. Man kann hinein aber nicht mehr heraus. Das macht manchen Menschen Angst. Und hat etwas Mystisches, fast wie der Eingang zur Hölle.

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[https://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/schwarze-loecher-antworten-zu-den-ganz-grossen-fragen-des-lebens-a-1262275.html

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Preisgekrönter Forscher: Wissenschaft tötet Gott nicht

Am 20.März wurde der Physik- und Astronomie Professor Marcelo Gleiser mit dem „Templeton-Preis“ ausgezeichnet, berichtet die offizielle Webseite des Preises. Die Jury ehrt mit der Auszeichnung Menschen, die einen außerordentlichen Beitrag zur Erforschung der spirituellen Dimension des Lebens geleistet haben. (…)

Die Jury zeichnete Marcelo Gleiser deshalb aus, weil er eine prominente Stimme dafür ist, dass Wissenschaft allein nicht zur ultimativen Wahrheit führen kann.

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„Atheismus geht mit Wissenschaft inkonsequent um. Atheismus ist ein Glaube an den Nicht-Glauben. Du lehnst also etwas ab, wo du aber keine Beweise dagegen hast.“ Gleiser lässt sich die Option, dass es Gott gäben könnte, offen, denn „der menschliche Verstand ist limitiert“.

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[https://www.glaube.at/news/gesellschaft/weltgeschehen/article/1000002321-preisgekroenter-forscher-wissenschaft-toetet-gott-nicht/

 

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Lesch-Vortrag: Ist die Wissenschaft die neue Religion?

Die Vortragsreihe „Zukunft entdecken“ der Polytechnischen Gesellschaft gibt Denkanstöße zu aktuellen und lebensnahen Themen, dieses Mal mit dem Schwerpunkt „Religion, Staat, Aufklärung“.

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Prof. Dr. Harald Lesch zeigt, wie Wissenschaft funktioniert, wie sich Weltbilder verändern und welche Bedeutung die Wissenschaft für unseren Alltag hat. Welcher Raum bleibt dabei für die Religion?

Der Eintritt ist frei.

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[https://www.hr-inforadio.de/veranstaltungen/ist-die-wissenschaft-die-neue-religion,zukunft-entdecken-110.html

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Theologe: Weniger Wissenschaftler glauben an Gott

Laut dem Wiener Theologen und Mediziner Johannes Huber glauben immer weniger Naturwissenschaftler an Gott. Er plädiert für eine Gleichstellung von Glaube und Naturwissenschaft.

„Die, die sich als Naturwissenschaftler zu Gott bekennen, die werden in Zukunft fast einen Minderheitenschutz bekommen, so werden sie polemisiert“, sagte Huber gegenüber der „Tiroler Tageszeitung“ (Sonntags-Ausgabe).

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[https://religion.orf.at/stories/2963785/

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