Archiv für die Kategorie Religion

Wo bleibt die Kirchensteuer?

Obwohl die Einnahmen sprudeln, kommt in den Gemeinden erstaunlich wenig davon an. In der evangelischen Kirche begehren die ersten Pfarrer auf. Sie beklagen Verschwendung.

Die Einnahmen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau stiegen zwischen 1950 und 1974 um mehr als das Zehnfache, wie der Historiker Stefan Schmunk in einer Dissertation nachwies. Inflationsbereinigt, wohlgemerkt. Den Kirchengemeinden kam dieser enorme Zuwachs nur eingeschränkt zugute. Denn die Gemeinden galten den fortschrittlichen Theologen als langweilig oder gar überholt. Also wurden immer mehr Sonderpfarrämter geschaffen. Sobald die Kirchenoberen in einem Bereich einen Mangel oder eine Chance erahnten, wurde mit frischem Geld und neuen Stellen nachgeholfen – ohne an anderer Stelle zu sparen.

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[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/kirchensteuer-kommt-in-gemeinden-nicht-an-14942573.html

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Mit dem Institut für Islamische Theologie an der Humboldt-Uni geht es voran

Der Historiker Michael Borgolte wird Gründungsbeauftragter. Die Juristin Seyran Ates hat manche Fragen

Das Berliner Institut soll seinen Betrieb bereits im Wintersemester 2018/2019 aufnehmen. Es soll zur Ausbildung von Imamen beitragen, Studierende für das Lehramt an Schulen qualifizieren, aber auch auf Tätigkeiten im Journalismus oder in der Sozialarbeit vorbereiten. Vier Professuren sollen eingerichtet werden. Der Senat schiebt das Institut in diesem Jahr mit einer halben Million Euro an. In den neuen Hochschulverträgen wurde eine jährliche Summe vereinbart, die im Jahr 2022 auf 3,6 Millionen Euro anwächst.

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[http://www.tagesspiegel.de/wissen/religion-studieren-mit-dem-institut-fuer-islamische-theologie-an-der-humboldt-uni-geht-es-voran/19577332.html

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Mekka: Das Las Vegas der Religion

Mekka, der Ort, der tabu ist für die große Mehrheit der Weltbevölkerung, aber so sehr Produkt der Globalisierung wie kaum ein anderer.

Mitten in der Stadt wurden in den vergangenen Jahren historische Bauten gesprengt, um Platz zu schaffen für gigantische Bauprojekte, viele davon Hotels für superreiche Gläubige. Das größte ist das Abraj Al Bait, eine islamisierte Kopie von Big Ben, aufgeblasen zum mit 600 Metern vierthöchsten Gebäude der Welt.

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[http://www.sueddeutsche.de/kultur/bildband-das-las-vegas-der-religion-1.3438491

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Muslimische Eltern protestieren gegen schwulen Erzieher

An der Hand gehen? Körperkontakt? Heikles Thema. Die Kinder wissen ja nicht, dass Eltern wegen Christian Berger massiv protestierten. „Sie gingen auf die Barrikaden“, sagt die Geschäftsführerin der Kita in Reinickendorf. Sie protestierten gegen Bergers Anstellung, sie drohten mit einer Unterschriftenaktion, sie fürchteten um ihre Kinder. Es waren muslimische Eltern. „Die kommen aus einer anderen Welt“, sagt die Geschäftsführerin. In dieser Gedankenwelt ist jemand wie Christian Berger eine latente Gefahr.

Denn Christian Berger ist homosexuell.

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[http://www.tagesspiegel.de/berlin/kampf-um-toleranz-in-kita-in-berlin-eltern-protestieren-gegen-schwulen-erzieher/19572356.html

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Moscheereport: „Hoppla, was wird denn hier für eine Meinung verbreitet!“

Die Sendung „der moscheereport“ dokumentiert Freitagspredigten und übersetzt sie aus dem Arabischen oder Türkischen ins Deutsche. Damit werden diese Predigten erstmals für ein deutschsprachiges Publikum verständlich und nachvollziehbar. Constantin Schreiber fragt die Imame, was sie damit aussagen wollen, und diskutiert die Inhalte kritisch mit Islamwissenschaftlern und Experten. „der moscheereport“ will einen Beitrag dazu leisten, islamisches Leben in Deutschland transparenter und verständlicher zu machen, unterzieht die gepredigten Inhalte aber auch einem kritischen Diskurs.
Die erste Folge der dreiteiligen Sendereihe am Montag, 27. März, um 21.15 Uhr auf tagesschau24 führt Constantin Schreiber in die Al-Nour-Moschee im Hamburger Stadtviertel St. Georg. Diskussionsgäste im Studio sind Daniel Abdin, Vorsitzender der Islamischen Gemeinschaften in Hamburg, und Prof. Susanne Schröter, Leiterin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam.

Die beiden weiteren Ausgaben von „der moscheereport“ laufen am Montag, 24. April, und Montag, am 22. Mai, ebenfalls um 21.15 Uhr.

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[https://www.ndr.de/der_ndr/presse/mitteilungen/der-moscheereport-mit-Constantin-Schreiber-auf-tagesschau24-islamisches-Leben-in-Deutschland-transparenter-machen,pressemeldungndr18326.html

Herr Schreiber, Sie haben monatelang als Nichtmuslim in deutschen Moscheen recherchiert und damit offenbar Neuland betreten. Wie ist es dazu gekommen?

Als ich für meinen vorherigen Arbeitgeber für einen Dreh in einer Moschee war, bin ich dort auf ziemlich problematische Inhalte gestoßen. Sowohl in den Broschüren, die auslagen, als auch im Gespräch mit den Leuten, und da dachte ich, hoppla, was wird denn hier eigentlich an Meinung verbreitet! Dem wollte ich nachgehen und habe acht Monate lang verschiedene Moscheen in Deutschland besucht, die Predigten aufgezeichnet, übersetzt und mit Experten besprochen.

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[http://www.pnn.de/medien/1169163/

 

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Religionsmonitor: Fast jeder zweite Muslim in der Flüchtlingshilfe aktiv

Der Auftaktstudie des Bertelsmann Religionsmonitors 2017 zufolge haben sich 44 Prozent der befragten Muslime haben im Jahr 2016 für Geflüchtete engagiert, verglichen mit 21 Prozent der Christen und 17 Prozent der Konfessionslosen.

Vorurteile, Muslime würden sich wenig bis gar nicht in der Flüchtlingshilfe beteiligen und kaum gesellschaftliche Verantwortung übernehmen, treffen somit nicht zu. Auch die Annahme Muslime würden die Flüchtlingshilfe für eine religiöse Einflussnahme missbrauchen, sind laut aktuellem Religionsmonitor 2017 haltlos. Allenfalls bei ein bis zwei Prozent der Helfer kann von einer Absicht, Geflüchtete zu radikalisieren, gesprochen werden. Die große Mehrheit der Muslime wirbt hingegen für eine offene Haltung gegenüber anderen Religionen. Sie setzen sich damit für demokratische Grundprinzipien ein. Durch ihre eigenen Integrationserfahrungen und ihre demokratischen Kompetenzen können engagierte Muslime in der Flüchtlingshilfe ein Vorbild sein, wie Integration in einer vielfältigen Gesellschaft gelingt. „Muslime sind mit ihrem Engagement in der Flüchtlingshilfe wichtige Brückenbauer in unsere Gesellschaft“, sagt Stephan Vopel, Experte für gesellschaftlichen Zusammenhalt der Bertelsmann Stiftung.

Pressemitteilung des Bertelsmann Religionsmonitors:

[https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/pid/fast-jeder-zweite-muslim-in-der-fluechtlingshilfe-aktiv/

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Was wirklich zählt (Wort zum Sonntag)

Wer je bezweifelte, dass das „Wort zum Sonntag“ einen Werbesendung für die beiden großen christlichen Kirchen ist, wurde gestern Abend eines Besseren belehrt.

Pastorin Annette Behnken warb für ihre „manchmal so peinlich-lahme-lebensfremde Kirche“:

  • … weil sie sich so wacker gegen den Zeitgeist stellt, wenn es nötig ist. Und die Fahne hochhält für die wichtigsten Werte: die, die dem Leben dienen. Über allen Zeitgeist hinweg.
  • Weil ich damals meiner Großmutter geglaubt habe, dass es Gott gibt …
  • Ich finde es zum Niederknien wunderschön, in Kirchen zu sein, weil mich ihre erhabenen Gewölbe und Mauern mit Ehrfurcht erfüllen …
  • Ich vertraue unseren Vorgängerinnen und Vorgängern im Glauben, die großartige Dinge gesagt haben …
  • Unsere Gesellschaft verdankt ihre höchsten Werte dem Christentum: Frieden. Gerechtigkeit. Bewahrung der Schöpfung. Und die Würde jedes und jeder einzelnen. Auch deshalb bin ich noch dabei.

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[http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/wort-zum-sonntag/sendung/spricht-pastorin-annette-behnken-wennigsen-130.html

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