Archiv für die Kategorie Missbrauchs-Update

Kardinal Pell weist Missbrauchsvorwürfe von sich

Der australische Kardinal George Pell steht wegen Missbrauchsvorwürfen erstmals vor Gericht. Der Papst-Vertraute beteuert seine Unschuld – kehrt aber vorerst nicht auf seinen Posten als Finanzchef des Vatikans zurück.

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[http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/australischer-kardinal-weist-missbrauchsvorwuerfe-von-sich-15122527.html

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Warum es der katholischen Kirche so schwerfällt, Missbrauch einzugestehen

Seit 15 Jahren erschüttern immer wieder neue Missbrauchsskandale die katholische Kirche, die mal Aufklärung verspricht und dann doch wieder bremst.

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Es gibt nun einige Untersuchungen, die sich der Frage nähern, warum es gerade in der katholischen Kirche so viele Fälle sexueller Gewalt durch Priester und Kirchenmitarbeiter gab. Da war das Bild der heiligen Kirche, das nicht beschmutzt werden durfte, weshalb Täter geräuschlos versetzt und Opfer mundtot gemacht wurden. Da war der Männerbund, in dem man komplizenhaft über Zölibatsverstöße schwieg, war die Überforderung der Patres in den Internaten. Da waren aber auch Eltern, die alle Hilferufe ihrer Kinder überhörten und Klassenkameraden, die Teil des gewalttätigen Systems waren. Die katholische Kirche hat Opfer entschädigt. Sie hat Täter ihrer Ämter enthoben, Präventionsprogramme aufgelegt – an der päpstlichen Universität Gregoriana gibt es nun ein eigenes Zentrum für Kinderschutz. Manchmal hört man Kirchenvertreter grummeln: Jetzt könnte man mal die alten Geschichten zu den Akten legen.

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[http://www.sueddeutsche.de/panorama/missbrauch-in-der-katholischen-kirche-warum-es-der-katholischen-kirche-so-schwerfaellt-missbrauch-einzugestehen-1.3593107

 

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Domspatzen: Pädagogische Gewalt und „Gott spielen“

Im Abschlussbericht zu den Missbrauchsvorwürfen bei den Regensburger Domspatzen fällt vor allem die sadistische Grausamkeit auf, der insbesondere die Jüngsten und Schwächsten hilflos ausgeliefert waren. Die Opfer berichten von der Angst, die „bis heute mein ständiger Begleiter“ ist. Und: Die Erzieher hätten „uneingeschränkt Gott“ gespielt. Dass diese Facette nicht viel mehr im Zusammenhang mit Missbrauch in kirchlichen Einrichtungen besprochen wird, erscheint als echtes Manko.

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[http://www.katholisch.de/aktuelles/standpunkt/padagogische-gewalt-und-gott-spielen

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Pope Francis: „stupid“ and „leftists“: The Vatican’s Failure in the Abuse Scandal

For all of Pope Francis’ deserved acclaim in leading the Roman Catholic Church to new directions, he is failing badly on his promise to address the child abuse scandal at the crucial level where ranking churchmen systematically protected priests who raped and molested children.

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Other critics have been skeptical of the pope’s promise to discipline bishops guilty of cover-ups. Francis provoked outrage in Chile by appointing the Rev. Juan Barros as a bishop, despite his closeness to a notorious serial abuser who had been defrocked by the Vatican. The pope was later caught on videotape dismissing objectors as “stupid” and “leftists.” Now Francis is without a trusted adviser because of a scandal he has failed to confront at the highest levels.

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Vatikan-Zeitung: „Zweierlei Maß“ bei Berichten über Domspatzen

Der Abschlussbericht des unabhängigen Sonderermittlers zu Gewalt bei den Regensburger Domspatzen liegt vor. Nach Ansicht der Vatikanzeitung „Osservatore Romano“ wird jetzt bei der Berichterstattung mit „zweierlei Maß“ gemessen.

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„Quelle aller Übel“

Hinsichtlich der Übergriffe in Regensburg bezweifle niemand, dass es sich um „schändliche und beschämende Taten“ handle, die bestraft und in Zukunft verhindert werden müssten; auffällig sei aber der „Grad medialer Manipulation“, so die Autorin Lucetta Scaraffia, Historikerin und Mitglied des nationalen italienischen Bioethik-Komitees.

„Die Angewohnheit, die katholische Kirche als Quelle aller Übel zu bezeichnen, ist schon Teil der Alltagserfahrung und bereitet die öffentliche Meinung darauf vor, das für normal zu halten“, schreibt Scaraffia.

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[https://www.domradio.de/themen/bistümer/2017-07-22/vatikan-zeitung-zweierlei-mass-bei-berichten-ueber-domspatzen

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Domspatzen: Betroffene werfen Fürstin Gloria Schmähreden vor

Gloria von Thurn und Taxis gilt als strenggläubige Katholikin. Im Skandal um die Regensburger Domspatzen nimmt sie ihre Kirche in Schutz. Das macht Opfer wütend.

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Die Adlige hatte dem Bayerischen Rundfunk gesagt, es sei „totaler Schmarrn“ zu behaupten, die katholische Kirche als Institution habe Missbrauch ermöglicht. „Man geht gerne auf die Kirche los, und das ist ein gefundenes Fressen.“ Schläge seien darüber hinaus früher ganz normal gewesen.

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[http://www.spiegel.de/panorama/justiz/regensburger-domspatzen-betroffene-werfen-fuerstin-gloria-schmaehreden-vor-a-1159178.html

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Domspatzen-Skandal: „Das hat alles nichts mit Ratzinger oder mit der Kirche zu tun“

„Ich muss Georg Ratzinger in Schutz nehmen, denn all das hatte nichts mit ihm zu tun. Es hat auch nichts mit der katholischen Kirche per se zu tun. Es waren Erziehungsmethoden, die damals an der Tagesordnung waren.“ Yuliya Tkachova interviewt Michael Hesemann zur Berichterstattung über den Domspatzen-Skandal

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Schon jetzt werfen Sie großen Teilen der deutschen Presse eine „bewusst irreführende Berichterstattung“ vor. Woran machen Sie das fest?

Hesemann: An ihrem geradezu geifernden Sensationalismus und daran, dass sie ihren Lesern und Zuschauern eine undurchdringliche Melange aus Unappetitlichkeiten und Gewalt servieren…

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Tkachova: Machen Sie es sich damit nicht zu einfach? Die BILD-Zeitung zitierte doch sogar einen Betroffenen mit den Worten „Ratzinger war ein notorischer Schläger“ und zieht das Fazit: „Papst-Bruder misshandelte Domspatzen.“

Hesemann: Sehen Sie, das ist sogar das beste Beispiel. Denn das Zitat ist nirgendwo in dem 440 Seiten starken Bericht zu finden. Es stammt vielmehr von einem Mann, der heute davon lebt, dass er damals bei den Domspatzen versagt hat: Alexander Propst (57), der mittlerweile durch jede deutsche Talkshow getingelt sein muss, er will ja sein Buch verkaufen. „Von der Kirche missbraucht“ heißt es, darunter geht’s nicht. Es muss schon „die Kirche“ sein, das wird am besten verkauft.

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[http://www.kath.net/news/60345

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