Skydaddy

Mein Profilbild ist aus dem Kinderbuch "Gott gibt es wohl nicht" von Patrik Lindenfors. Erschienen im Alibi-Verlag (alibri.de), 12 Euro.

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Blick zurück im Zorn: Kirchentag 2017

Matthias und Philippe vom Ketzerpodcast ärgern sich über die dreisten Behauptungen des DEKT und seiner Repräsentanten.

Und ja, wir wissen (mittlerweile), dass man „verarschst“ mit „s“ schreibt …

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S.21.1 Mit Mose und Luther durch Ostdeutschland: Das 11. Gebot beim Kirchentag 2017

Für die AMB-Leser, die es interessiert: Hier Philippes Bericht von seiner Tour mit der Kunstaktion „Das 11. Gebot“, featuring Mose, den nackten Luther, David Farago, diverse Rechtsanwälte, DEKT-Geschäftsführer Carsten Kranz, Bischof Dröge, einen Spinner und zwei Antisemiten.

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ZEIT hinterfragt Kirchentags-Angabe

kirchentag-wittenberg-besucherzahlen

Ausgerechnet „die fromme ZEIT“ hinterfragt die Behauptung des Kirchentags, demzufolge 120.000 Menschen am Abschlussgottesdienst auf den Elbwiesen bei Wittenberg teilgenommen haben sollen:

Wittenberg, 11.02 Uhr: Wie wurden daraus 120.000?
Verdächtig leer scheint die Festwiese in Wittenberg am Sonntagmittag. Kleine Grüppchen versammeln sich vor der Bühne, doch dazwischen: gähnende Leere. Um 12.34 Uhr dann die Nachricht aus der Pressestelle des Kirchentags: „120.000 Besucherinnen und Besucher beim Festgottesdienst“. Kann das sein? Das Luftbild des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR) von 11.02 Uhr, das Christ&Welt hier dokumentiert, zeigt: Es ist noch reichlich Platz. Auch vor Ort und in der Fernsehübertragung des Gottesdienstes um 12 Uhr mittags waren die großen Lücken unübersehbar. Hat der Kirchentag die Besucherzahl schöngeredet? Versuch einer Rekonstruktion.

weiterlesen:

[http://www.zeit.de/2017/23/kirchentag-wittenberg-besucherzahlen-gottesdienst

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Kirchentagspräsident kritisiert 11. Gebot

Der frisch gewählte neue Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages (als „investigativer Journalist“ dargestellt) äußerte im Deutschlandfunk einige bemerkenswerte Dinge:

Aufgabe des Kirchentags: Leute gewinnen, die mit Kirche nichts zu tun haben
Im Interview mit dem Deutschlandfunk Kultur machte Kirchentagspräsident Hans Leyendecker an zwei Stellen deutlich, dass Kirchentage durchaus eine Werbeveranstaltung für die Kirchen sind.

Kirchentagspräsident Hans Leyendecker zur Kritik des 11. Gebots
Nachdem David Farago darauf hingewiesen hat, dass die EKD zum Zwecke des Kirchentags extra eine „arme“ Laienorganisation gründet, um staatliche Zuschüsse zu kassieren, entgegnet Leyendecker, ja, das sei eine Laienorganisation.

Das Wichtigste am Kirchentag: Begegnung, Gebet, Singen, Dialog
Kirchentagspräsident Hans Leyendecker erklärt, was für Kirchentagsbesucher am Wichtigsten ist.

Profis und Landeskirche bereiten den Kirchentag vor, Ehrenamtliche “unterstützen“
Kirchentagspräsident Hans Leyendecker macht deutlich, dass der Kirchentag von langjährigen Profis und der Landeskirche vorbereitet wird. Ehrenamtliche wie er „unterstützen“ dabei.

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Ökonomischer Gottesdienst mit Birte Schneider

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Ramadanfest in Dortmund: Mehr als 200.000 Besucher erwartet

Zum Ramadanfest in Dortmund werden deutlich mehr Besucher erwartet als zum Kirchentag:

Haare entfernen, Würstchen essen, Lammfellmützen kaufen – in Dortmund startet das größte Ramadan-Fest Europas mit vielen Attraktionen. Dreißig Tage lang können Muslime und Nichtmuslime hier abends gemeinsam essen, trinken und shoppen.

Insgesamt werden in den kommenden vier Wochen mehr als 200.000 Besucher erwartet, eine logistische Herausforderung. „2012 hatten wir noch kein Verkehrskonzept“, erzählt Ilhan, „das gab ein Riesenchaos in der Stadt.“ In diesem Jahr aber sorge ein ausgeklügelter Plan für minimale Einschränkungen für die Anwohner. Besucher würden mit Shuttlebussen von dem etwas abgelegenen Parkplatz zum Veranstaltungsort gefahren.

weiterlesen: [https://www.tagesschau.de/inland/ramadanfest-101.html

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Berlinweites Verbot für nackten Luther

Die Aktion 11. Gebot schreibt auf ihrer Facebookseite:

KIRCHENTAG VERWEIGERT LUTHER- UND MOSES-FIGUR ZUGANG – STAATSSCHUTZ ERMITTELT UND SPRICHT BERLINWEITEN PLATZVERWEIS AUS

Die Demonstration ist bei der Polizei angemeldet. Wir sollten laut Anmeldebestätigung „vor dem Eingang Süd der Messe Berlin“ demonstrieren dürfen. Dorthin gelangt man über 2 Wege: entweder durch die Unterführung oder über die Taxi- und LKW-Zufahrt. Erstere ist für die knapp 4 Meter hohe Luther-Figur zu niedrig. Die Polizei hatte für diesen Fall vorab darauf hingewiesen, dass man dann ja die Taxi- und LKW-Zufahrt nutzen könne.

Doch die Kirche beruft sich – wie auch schon 2016 in Leipzig – erneut auf ihr „Hausrecht“: Man habe die Messe gemietet und öffentlicher Grund sei nur die Unterführung und und der Platz vor dem Eingang Süd. Wenn der Platz über öffentlichen Grund (sprich die Unterführung) für uns nicht erreichbar sei, dann „werde man uns bestimmt nicht unterstützen“, um zum Messegelände zu kommen, sagte uns der Organisationsleiter.

Diese Argumentation ist nicht nur formaljuristische Haarspalterei, sondern sie spricht vor allem Bände darüber, wie ernst man es tatsächlich meint mit dem angeblichen Dialog mit Anders- und Nichtgläubigen.

Auch die jugendlichen Torwächter bekamen über ihr Sprechfunkgerät immer wieder die Anweisung „Bloß nicht reinlassen!“

Das grüne Kirchentagstuch der Organisationsmitarbeiter ziert der Spruch „ICH HELFE“ – das nennt man dann wohl Doppelmoral.

Die #BerlinerPolizei vor Ort hat dieses faktische Verbot unserer Demonstration hingenommen.

Ein ARD-Filmteam hat die Posse übrigens gefilmt, weil sie eigentlich vor dem Messeeingang mit uns über die Finanzierung des Kirchentags sprechen wollten. Der Redakteur fragte daraufhin den Organisationsleiter vor Ort, wie es um den Dialog mit Atheisten stehe. Seine Antwort: „Muss ich jetzt wirklich ein Interview geben?! Kein Kommentar!“

Doch dies war nur der erste Akt des heutigen Dramas. In der Zwischenzeit rückten weitere Polizeibeamte an, darunter auch welche in Zivilkleidung. Nach deren Aussage haben sich Kirchentagsbesucher über unsere Luther-Figur beschwert. Der Staatsschutz ermittle daher. Zur Erinnerung: Auf der Rückseite von Luthers Mantel stehen seine 7 Forderungen, wie mit den Juden umzugehen sei. Die Polizei ließ sich unsere Broschüren zeigen und obwohl aus diesen klar hervorgeht, dass wir Luthers Positionen natürlich überhaupt nicht gutheißen, sprach sie ein berlinweites Verbot aus, die Figur zu zeigen. Wir müssten sie abbauen und dürften sie auch nicht mehr an anderen Orten in Berlin aufbauen. Begründung: Wir hätten uns nicht genügend von Luthers Forderungen distanziert und die Figur könne missverstanden werden.

Wir können dazu nur sagen: Wir sind nicht diejenigen, die 250 Millionen Euro ausgeben, um Luther 10 Jahre lang zu feiern … 😉

Für uns ist die Demonstration damit in Berlin beendet. Aber morgen geht es weiter beim #KirchentagAufDemWeg in #Leipzig. Das Ordnungsamt reagierte letztes Jahr ja schon empfindlich auf unseren Moses (Zitat: „Woher weiß ich denn, ob darin nicht Schusswaffen oder Sprengstoff versteckt sind“). Mal sehen, was sie zu unserem Luther sagen werden. Wir sind gespannt!

#DEKT #KTAG2017 #r2017 #Kirchentag #Berlin

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