Gewalt gegen die Ehefrau: Imam muss die Schweiz verlassen

Ein kosovarischer Imam ist mit seiner Beschwerde gegen die Nichtverlängerung Aufenthaltsbewilligung beim schweizer Bundesgericht gescheitert.
Da der Imam seiner Ex-Frau physische und sexuelle Gewalt angetan haben soll, verlängerte das Migrationsamt des Kantons St.Gallen die Aufenthaltserlaubnis nicht.
Die Argumentation des Imams, dass das Privatleben gemäß europäischer Menschenrechtskonvention besonders geschützt sei ließ das Gericht nicht gelten.

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  1. #1 von Veria am 17. Oktober 2019 - 09:38

    … ich glaub der Frau ja, aber was ist mit der Unschuldsvermutung? Sollte der Imam nicht besser erstmal verurteilt werden?

  2. #2 von Andreas P am 17. Oktober 2019 - 10:17

    @Veria: Das ist letztlich mit dem Urteil passiert – nicht im strafrechtlichen Sinne, aber eben (laut Zeitungsberichten) wegen dessen, was das Gericht als belegt und erwiesen ansah. Die Taten, Folgen (zwei Fehlgeburten) und Ansichten scheinen tatsächlich nicht wirklich strittig zu sein – wobei, mit Vorbehalt: Die meisten Quellen, die ich dazu gefunden habe, gehören in die Kategorie „Boulevard“.

  3. #3 von Rene Goeckel am 17. Oktober 2019 - 16:23

    Das liest sich aber so, als hätte das Gericht die Umstände ausreichend gewürdigt. Eine Frau wird nicht im Frauenhaus aufgenommen, wenn die Sache nicht glaubwürdig ist. Auch die zweite Frau zeigt Angst. Ausserdem, Kosovarischer Imam mag ein Qualitätsiegel sein, aber Cambridger Evolutionsbiologe gefällt mir da schon besser. Zumindest würde ich unbesehen meine Hand in’s Feuer legen bei der Frage, welcher von beiben Frauen prügelt. Vorurteil? Ja, aber ich bestehe drauf!