Ungläubigkeit ist schlecht für die Wirtschaft

Den Kirchen laufen die Mitglieder davon. Das ist schlecht für die Wirtschaft.

(…)

Robert Barro, ein säkularer Jude, findet das übrigens gar nicht gut, und zwar abermals aus ökonomischen Gründen. Denn es lässt sich empirisch zeigen, dass der christliche Glaube sehr hilfreich ist für Wachstum und Wohlstand eines Landes. Dabei spielt „Believing“, das aus dem Glauben heraus motivierte leistungsfreundliche Arbeitsethos, eine deutlich wichtigere Rolle als „Belonging“, die soziales Kapital generierende kirchliche Gemeinde. Überspitzt gesagt, heißt das: Ein dramatischer Rückgang des christlichen Gottes- und Erlösungsglaubens ist schlecht für das Wirtschaftswachstum.

weiterlesen:

[https://www.faz.net/2.1690/bankrott-des-christentums-kirchen-laufen-die-mitglieder-davon-16384776.html

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  1. #1 von klafuenf am 18. September 2019 - 12:13

    Wenn man diverse Weltentwicklungsberichte nebeneinander legt, dann korrelieren:

    Wohlstand, Teilhabe von Frauen an der Macht, geringe Korruption, geringe Kriminalität, hohe Pressefreiheit, geringere Religiösität.

    Am anderen Ende der Skala korrelieren:

    Armut, rechtlose Frauen, hohe Korruption, hohe Kriminalität, keine Pressefreiheit, hohe Religiösität.

    Das sind erst mal die nüchternen Fakten.

  2. #2 von Charlie am 18. September 2019 - 12:16

    Empirisch bewiesen? Wenn das so wäre, wären Holland, Frankreich, Schweden wirtschaftlich am Boden und Länder wie Polen eine Wirtschaftsmacht.

    https://blasphemieblog2.wordpress.com/2018/10/24/mehr-als-haelfte-der-niederlaender-sind-atheisten/

    Ein dramatischer Rückgang des christlichen Gottes- und Erlösungsglaubens ist schlecht für das Wirtschaftswachstum.

    Das erklärt, warum das Christentum meint, man könne den Planeten ausbeuten und verpesten bis zum Gehtnichtmehr. Wer an ein Leben nach dem Tod glaubt, braucht keinen Umweltschutz, nach uns die Sintflut.
    So gesehen muss man fast wieder froh sein, dass das Christentum an Einfluss verliert. Und wer gestern ARTE (System Error) geguckt hat weiß, was die Probleme bei einem unendlichen Wachstum auf einem endlichen Planeten sind.

    PS: Gestern auf ARTE wurde schön erklärt, wie das Wirtschaftswachstum entstand und warum das heute stagniert. Ein Erlöserglauben kam darin nicht vor.

  3. #3 von ptie am 18. September 2019 - 12:25

    @charlie
    Das Wirtschaftswachstum von Polen ist in den letzten Jahren recht hoch gewesen. Höher als das von Frankreich allemal.
    Allerdings vermute ich, dass das eher nicht mit dem religiösen Glauben der Bevölkerung zusammenhängt.

  4. #4 von UF am 18. September 2019 - 13:30

    Schuften für das Himmelreich!

  5. #5 von Paul am 18. September 2019 - 16:54

    Ungläubigkeit ist nur schlecht für die Kassen der Pfaffen und das ist gut so.

  6. #6 von ptie am 18. September 2019 - 18:13

    @charlie
    Witzig, das im Artikel steht:
    „Man kann an Gott glauben, ohne je in die Kirche zu gehen. Man kann aber auch in den Gottesdienst gehen, etwa weil dort Johann Sebastian Bachs Kantaten zu hören sind, und an der Existenz Gottes zweifeln. Beides zählt als „religiöses“ Verhalten. Beides hat dramatisch abgenommen, und zwar in allen reichen Ländern der Welt.“
    Na, dann werden die reichen Länder wohl demnächst arm 🙂

  7. #7 von joerndyck am 18. September 2019 - 19:02

    Früher ging man eben am Sonntagmorgen in die Kirche und danach in die Wirtschaft.

  8. #8 von Unechter Pole am 18. September 2019 - 19:46

    @ptie
    Ich befürchte, dass das Wachstum in Polen doch viel mit der Religion zu tun hat, welche die Fremdenfeindlichkeit lehrt, Ausbeutung gutheißt, Menschenrechtsverletzungen rechtfertigt und schmlimmste Verbrechen mittels „Beichte“ ungeschehen machen lässt.

  9. #9 von Rene Goeckel am 18. September 2019 - 20:15

    Nur ein Aspekt:
    Ich mag diese Verknüpfung von Kirche und Bach nicht. Wenn ich Bach hören will, lege ich eine CD ein und setze meine Kopfhörer auf. Und konzentriere mich dann auf die Musik.
    Ich vergebe selten das Prädikat „Genie“, aber bei Bach habe ich damit kein Problem. Warum? Weil ich nach vier Takten weiß, dass ich, obwohl Tonmeister, ein nicht sichtbares Lichtlein im Vergleich zu Bach bin.
    Und genau das macht mich wütend, wenn diese religiotischen Kriecher Bach für sich und ihre idiotischen Visionen beanspruchen. Eine gewisse Ergriffenheit in Verbindung mit Weihrauch und einer halligen Umgebung reicht nicht, um Bach mit einer bescheuerten Gottesidee in Verbindung zu bringen oder diese sogar zu unterstützen.
    Die Musik Bachs beweißt nur Bach. Und keine eurer Weihrauchideen.

  10. #10 von Willie am 18. September 2019 - 21:01

    Ein dramatischer Rückgang des christlichen Gottes- und Erlösungsglaubens ist schlecht für das Wirtschaftswachstum.

    Das erklärt dann, warum China gerade im Aufwind ist. Lt. den vershiedensten Christeseiten setzt da ja kein Rückgang, sondern eine massive Christianisierung ein. 😆

    Müssen eigtl nur die Chefs christlich sein, oder betrifft das die (dumme) Arbeiterschaft?

  11. #11 von T.Rick am 19. September 2019 - 10:17

    Ist logisch. Die christliche Religion ist stark sadomaso-orientiert, die gläubigen Schäfchen haben jeden Mist hinzunehmen den ihre Führer ihnen vorsetzen, und masochistisch veranlagten Menschen kann man um so besser einreden, daß sie sich gefälligst lebenslang abschuften müssen, um „im Jenseits Pluspunkte zu sammeln“, während die diesseitigen Führer alles abkassieren und sich selber davon ein fettes Leben machen. War schon im Mittelalter zu Ablaßzeiten so, soll heute bitteschön nicht anders sein.

  12. #12 von Marco Krieger am 19. September 2019 - 11:12

    Es geht meiner Meinung nach nicht um Wirtschaftswachstum, sondern um die unendliche Fortsetzung dieses Konzeptes.
    Das Problem mit einem Kuchen ist nicht, das er gebacken wird, das Problem ist das der Kuchen sich nicht auf alle und für alle Ewigkeit aufteilen lässt.
    Eine Ökonomie, deren Grundgedanke es ist bei minimalem Aufwand ein Maximum an Nutzen zu erzielen stößt bei endlichen Ressourcen irgendwann auf einen Punkt, an dem es nicht mehr weitergehen kann.
    In wieweit hier ein Geisterglaube von Nutzen ist und für welche Seite, steht auf einem anderen Blatt.

  13. #13 von Deus Ex Machina am 19. September 2019 - 17:50

    Haha, zuerst war Unglauben amoralisch, danach sollte er schlecht für die Gesundheit sein, und jetzt ist er also schlecht für die Wirtschaft? Bravo! Is´nich´gut fürs Geschäft – darauf läuft es immer wieder bei der Kirche raus. Die haben sich diesen Jesus zwar als Maskottchen geschnappt, sind aber in Wahrheit ironischerweise die Nachfahren der Geldverleiher im Tempel.
    Was die Spacken aber nicht zeigen konnten ist, dass ihr GLauben wahr ist, deswegen immer dieses schleimige Verkaufsargument mit all den dollen dollen Vorteilen.

  14. #14 von Cosinus am 19. September 2019 - 20:03

    Die Versuchen echt alles oder?

  15. #15 von Charlie am 20. September 2019 - 16:13

    @ptie

    Eben, das hat auch nichts zu tun mit Religion. Ländern mit schon hoher Industrialisierung gibt es nicht mehr viel Wachstum. Eigentlich ganz logisch, außer man ist Religiot!

  16. #16 von Michael am 20. September 2019 - 18:31

    (Schulterzuck) Religion war schon immer ein recht lukratives Geschäftsmodell.

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