Christliche Erklärung: Keine Kinderrechte in das Grundgesetz

Gegen die Aufnahme von eigenen Kinderrechten in das Grundgesetz hat sich die theologisch konservative Arbeitsgemeinschaft „Lebendige Gemeinde München“ gewandt. Dieser vermeintlich harmlose Schritt stärke nicht die Kinderrechte, sondern verlagere sie von den Eltern weg auf den Staat und schaffe zusätzliches Konfliktpotenzial, heißt es in einer Erklärung* der Gemeinde…

weiterlesen (paywall):

[https://www.idea.de/politik/detail/keine-kinderrechte-in-das-grundgesetz-aufnehmen-110296.html

*https://lgm-info.de/stellungnahmen/kinderrechte-in-das-grundgesetz/

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  1. #1 von Charlie am 3. September 2019 - 12:24

    Für Hardcore-Christen sind Kinder ihr Eigentum, mit dem man machen will, was Gott verlangt. Da stören Staat und Kinderrechte.

  2. #2 von Rene Goeckel am 3. September 2019 - 13:48

    Das Schlimmste, was einem Kind passieren kann, sind dämliche Eltern. Der Stellungnahme kann man entnehmen, dass diese blödgebeteten Eltern Angst haben, der Staat könnte die Kinder ihrer religiösen / ideologischen Kontrolle entziehen. Das erinnert an Idioten wie die 12 Stämme. Auch diese Vögel hier plädieren für homeschooling. Ich hoffe, jemand hat ein Auge auf deren Kinder.

  3. #3 von rootrudee am 3. September 2019 - 14:06

    Na, da muss ich den Christen dann doch mal Recht geben — wenn man damit anfängt, wollen die Frauen demnächst noch Auto fahren, später dann wählen, und am Ende muss man gar seine Sklaven freilassen …
    Kinder, Rechte — PAH!

    Wehret den Anfängen, kann man da nur rufen!

  4. #4 von Skydaddy am 3. September 2019 - 18:11

    Künftig soll es heißen: „Kinder, Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung.“

    Und gemeint ist „Mit Ausnahme der Vorhaut bei männlichen Kindern“?

  5. #5 von Andreas P am 3. September 2019 - 18:35

    @Skydaddy: Oder des Verstandes bei allen Kindern.

    So realitätsfremd, dumm, braun, vernagelt, verstandesallergisch, ultramänner- oder ultrafrauenfeindlich, eingebildet, gläubisch, … auch einige Lehrer sein mögen: Sie sind immer in der Minderheit (andere Lehrer sind in aller Regel allenfalls in eine andere Richtung doof, das gleicht sich dann aus), man ist sie nach 2 Jahren fast immer los, und man hat einen Haufen Mitschüler, mit denen man gemeinsam drüber lachen und sich solidarisieren kann. Es ist diese bunte Mischung, die den negativen Einfluss einzelner Lehrer in aller Regel doch arg begrenzt und Kinder wie Jugendliche dazu zwingt, sich eigene Ansichten zuzulegen – im zunehmenden Bewusstsein, dass andere anders denken und man sich irgendwie arrangieren muss.

    Exakt das ist es, was christliche und andere Fanatiker nicht haben können: Sie wissen nur zu genau – argumentativ können sie nicht gewinnen, also hilft nur Gewalt in der einen oder anderen Form, und vor allem: Isolation. Nur so können die kranken Meme sich ungestört verankern und wuchern. Nur so kann man eigenständiges Denken halbwegs wirksam verhindern. Und wie heißt es bei allen diesen Memsklaven doch so schön? „Das hat mir auch nichts geschadet.“ (In der Regel, und nicht nur bei Religionsabhängigen und Prügeleltern, sind bei solchen Spruchabsonderern Außenstehende ganz anderer Ansicht.)

  6. #6 von Elvenpath am 3. September 2019 - 22:37

    Vor 100 Jahren kämpfte die Kirche erbittert gegen das Frauenwahlrecht.

    Aber achtet drauf: Wenn Kinderrechte in die Verfassung aufgenommen werden, werden (nach einiger Zeit) die Priester das dem Christentum und ihrer Kirche zuschreiben. Sich mit fremden Federn zu schmücken ist ein Spezialität der Kirchen.

  7. #7 von Willie am 3. September 2019 - 22:41

    und schaffe zusätzliches Konfliktpotenzial, heißt es in einer Erklärung* der Gemeinde…

    Wobei der Konflikt dann wieder mal von der Religiösenseite ausgeht.

  8. #8 von Friedensgrenze am 4. September 2019 - 09:51

    Die Gemeinde ist nicht „lebendig“. Die Kinder sind es. Der Selbstbetrug dieser Leute darf nicht Gesetz werden.

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