Priesterseminar: Schwester Karolin über Pornos

Die Kirchen? Leer. Der Glaube an Gott? Schwindet. Wer will da heute noch Priester werden? Ein Besuch im bischöflichen Seminar Borromaeum in Münster.

(…)

Am nächsten Morgen trifft sich die Gruppe erneut. Diesmal will Schwester Karolin über Pornografie sprechen. Es ist ein vertraulicher Termin, selbst der Regens muss draußen bleiben.

Worüber sie geredet haben? Beim Mittagessen blättert Jan Sienert in seinen Notizen und sagt, Schwester Karolin habe von einer Sexseite im Netz erzählt, die am Tag gut 80 Millionen Menschen aufriefen.

Wie heißt die Seite?

Sienert sucht in seinen Unterlagen. „Pornhub“, sagt er. Den Namen spricht er deutsch aus, offenbar hat er noch nie davon gehört.

Schwester Karolin wollte nicht wissen, ob die Priesteranwärter Pornos guckten. Sie wollte klarmachen, was Pornografie in ihrem Kopf anrichten könne. Dass Pornografie abhängig machen könne wie Kokain. Sie verteilte Erfahrungsberichte von Priestern, die süchtig waren nach Pornografie.

Als sich Jan Sienert vom Dessert einen Nachschlag nimmt, sagt ein Tischnachbar: „Dass du mir davon nicht süchtig wirst.“

Der Katechismus zählt Pornografie zu den Sünden, die gegen die Keuschheit verstoßen. Die kirchenamtliche Lehre verbietet auch Masturbation.

weiterlesen (paywall):

[https://www.spiegel.de/plus/kirche-wer-will-heute-noch-priester-werden-ein-besuch-in-muenster-a-00000000-0002-0001-0000-000165454470

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  1. #1 von joerndyck am 20. August 2019 - 12:04

    Das stimmt alles, aber man kann leicht von der Porno-Sucht loskommen, mit diesem geheimen Trick:

    Man spielt die Pornos rückwärts.

  2. #2 von uwe hauptschueler am 20. August 2019 - 13:10

    @joerndyck
    10 Minuten „Mutter Theresa Porno“ heilt nachhaltiger.

  3. #3 von Skydaddy am 20. August 2019 - 14:14

    „Pornhub“, sagt er. Den Namen spricht er deutsch aus, offenbar hat er noch nie davon gehört.

    Nach der gleichen Logik müssten Leute, die „Hut“ in „Pizza Hut“ wie deutsche Kopfbedeckung aussprechen (statt „Hat“ für englisch „Hütte“) oder die „Pal“ in „PayPal“ „Pol“ aussprechen statt „Päl“ (für engl. „Kumpel“) auch noch nie was von Pitta Hut und PayPal gehört haben …

  4. #4 von Rene Goeckel am 20. August 2019 - 14:45

    Porno-Aufklärer! Unglaublich, was man sich zur Aufgabe machen kann. Mein Gott würde mich in sein Büro rufen, wegen Lebenszeitverplemperung.
    Ich kann mir nur vorstellen, dass dies eine Übung zum Thema Macht und Unterwerfung ist.

  5. #5 von Marco Krieger am 20. August 2019 - 15:15

    Es gibt keine Pornosucht!
    Das Zuschauen beim Sex anderer ist so alt wie die ersten Säugetiere.
    Die Medien, angefangen von gemalten Bildern über griechische Skulpturen bis zum Kamasutra und den Pornoheftchen meiner Generation, bis schlussendlich dem undurchsichtigen Dschungel der Internetpornoindustrie sind ein schlagende Gegenbeweis.
    Ich denke mal von einem Experiment gehört zu haben, bei dem Primaten die Wahl hatten zwischen einem vollen Magen und einem Orgasmus…der Fortpflanzungstrieb hat natürlich gewonnen.
    Die katholischen Priester und Nonnen können sich gerne einreden, das die Ersatzhandlung, die sie selbst verursachen, weil sie sich zu Sexualkrüppel haben erziehen lassen, zu einer Sucht wird, aber an Enpde des Tages tanzen wir alle nach der Pfeife unserer Gene.
    Und die verlangen nach Bunga Bunga, nicht nach Trockenfrüchten.

  6. #6 von Lando Schmidt am 20. August 2019 - 16:29

    #4 kommt halt auf die Nonne an.
    Einige sind schon effektiv in der Porno-Abschreckung

  7. #7 von Scottythecat am 20. August 2019 - 16:32

  8. #8 von joerndyck am 20. August 2019 - 17:10

    In meiner Schule hat mal jemand die Worte „Fuck die Henne“ an die Außenwand gesprüht. Das gab einen riesigen Aufruhr. Sachbeschädigung gab es an unserer Schule eigentlich nie. Aber hier kam noch der Umstand eines ungehörigen Spruchs dazu.

    Einer meiner Lehrer ereiferte sich im Unterricht ganz besonders gegen die Rohheit des Slogans. Er sprach ihn „deutsch“ aus, also „Fugg die Henne“. Er tat dies wohl, um allen zu zeigen, dass er solche Ausdrücke eigentlich gar nicht kenne. Ich fand das scheinheilig, obwohl ich ebenfalls der Meinung war, dass Sachbeschädigung an unserer nagelneuen Schule nicht gut war.

    Und so fragte ich den Lehrer, was der Spruch eigentlich bedeutet. Entweder hätte er nun das Vergnügen, es anschaulich zu erläutern; oder er müsste behaupten, dass er es gar nicht wüsste. Tatsächlich antwortete er, dass er es gar nicht wisse. Hihi! Dann wechselten wir das Thema.

  9. #9 von Marco Krieger am 20. August 2019 - 17:46

    HM, da hat sich jemand verschrieben.
    Das sollte wohl Fuck die Penne heißen.
    Penne war zu meiner Schulzeit aber auch schon fast ausgestorben.

  10. #10 von Unechter Pole am 20. August 2019 - 18:18

    @Skydaddy
    Komischerweise hat aber zumindest Pizza Hut im Logo einen Hut. Also auf jeden Fall sieht das Ding nicht wirklich nach einer Hütte aus.

  11. #11 von klauswerner am 20. August 2019 - 20:31

    Meine Meinung: Pornos haben mehr Gewalt verhindert als alles andere, weil nichts anders ein derartiges Ventil gegen sexuellen Frust geboten hat.

  12. #12 von Skydaddy am 20. August 2019 - 21:38

    @Unechter Pole:

    Seufz, ich weiß.

    Der “Hut” soll aber das Dach einer Hütte darstellen.

  13. #13 von Andreas P am 20. August 2019 - 22:30

    „Die Kirchen? Leer. Der Glaube an Gott? Hohl.“

  14. #14 von Willie am 20. August 2019 - 23:22

    Schwester Karolin wollte nicht wissen, ob die Priesteranwärter Pornos guckten. Sie wollte klarmachen, was Pornografie in ihrem Kopf anrichten könne. Dass Pornografie abhängig machen könne wie Kokain. Sie verteilte Erfahrungsberichte von Priestern, die süchtig waren nach Pornografie.

    Ich finds ja lustig, dass gerade die Religionssüchtigen sich intensiv mit Sucht beschäftigen und immer nur bei den Anderen sehen. Ok, Abgeglaube ist bei denen ja auch immer nur der Glauben der Anderen 😉

  15. #15 von Johannes am 21. August 2019 - 08:33

    Eine Nonne lässt sich von einem Lkw-Fahrer per Anhalter mitnehmen.
    Sie bedankt sich: „Das ist ja sehr christlich von Ihnen, dass Sie mich mitnehmen. Vergelt’s Gott, Herr … Wie heißen Sie?“
    „Das können Sie erraten, Schwester. Ich heiße wie das, was Sie am liebsten zwischen Ihren Fingern haben.“
    Als sie am Ziel angekommen ist, verabschiedet sie sich: „Auf Wiedersehen, Herr Kitzler!“
    „Ich heiße aber Rosenkranz.“

  16. #16 von pyr4os am 21. August 2019 - 14:13

    Warum liegt hier Stroh?…

    SCNR 🙂

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