Käßmann: Unserem Land wird etwas fehlen, wenn Kirchen verschwinden

Wie sie in ihrer Kolumne für die „Bild am Sonntag“ (Ausgabe: 21. Juli) schreibt, prägen die Kirchen in fast jedem Dorf und fast jeder Stadt das Bild. Ein Kind habe sie einmal gefragt, was die „Pluszeichen“ auf den Kirchtürmen bedeuteten. Dazu Käßmann: „Wenigstens die elementaren Geschichten von Adam und Eva, vom Turmbau zu Babel, von Jesus muss doch kennen, wer in unserem Land lebt.“ Viele wüssten auch gar nicht mehr, warum es Feiertage gibt…

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[https://www.idea.de/frei-kirchen/detail/kaessmann-unserem-land-wird-etwas-fehlen-wenn-kirchen-verschwinden-109916.html

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  1. #1 von Skydaddy am 22. Juli 2019 - 13:28

    Ich habe den gesamten idea-Artikel gelesen – Käßmanns Originalkommentar bei BILD habe ich nicht gefunden.

    „Wenigstens die elementaren Geschichten von Adam und Eva, vom Turmbau zu Babel, von Jesus muss doch kennen, wer in unserem Land lebt.“ Viele wüssten auch gar nicht mehr, warum es Feiertage gibt: „Weihnachten? Schönes Familienfest. Ostern? Frühlingsfest mit Häschen und Küken? … Pfingsten? Bedeutet, wir haben den Montag frei. Das ist doch ein Trauerspiel, oder?“ Die Kirchen seien zudem Orte, an denen man in Notzeiten zusammenrücke, etwa nach einem Unglück: „Wie gut, wenn dann Hunderte von Menschen mit dem Vaterunser und Psalm 23 gemeinsam Worte haben, die größer sind als sie selbst, tiefgreifender als alle Betroffenheitsbekundungen – weil sie seit Jahrtausenden Menschen Halt geben.“

    Manchmal bin ich regelrecht froh, dass wir Männer mit dem Schwanz denken. Jedenfalls scheint mir JEDES Organ besser zum Denken geeignet als das, was Frau Käßmann dazu verwendet.

  2. #2 von Rene Goeckel am 22. Juli 2019 - 13:39

    Das war schon bei Woolworth so. Und erst bei AOL !!! Und, und bei, schluchts.

  3. #3 von Noncredist am 22. Juli 2019 - 14:25

    @Skydaddy

    Wenigstens die elementaren Geschichten von Adam und Eva, vom Turmbau zu Babel, von Jesus muss doch kennen, wer in unserem Land lebt.

    Und ich dachte, in Deutschland existiere eine Religionsfreiheit. Da lag ich wohl daneben. Natürlich wir bei Unkenntnis über theologisch ausdiskuttierte Volksgeschichten von Nichtdeutschen automatisch die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen 😀

    Viele wüssten auch gar nicht mehr, warum es Feiertage gibt (..)

    Jährliche Wiederholungen der „Erklärungen“, Dazu mehrfache Wiederholungen von kindgerechten „Religionserklärungen“ auf öffentlich-rechtlichen (Kinder-)Sendern. Selbst die üblichen Privaten senden Bibelverse oder gar ganze Sendungen, produziert durch Kirchen. Und dies nicht seit 5 Minuten, sondern jeden einzelnen Tag im Jahr. Bei der Erklärung von so seltenen Feiertagen wie das nur einmal(!) alle 360+ Tage auftauchende Weihnachtsfest, kann man schon mal versagen. Verstehe ich 😀

    Wie gut, wenn dann Hunderte von Menschen (..)

    (…) sich mit Streamingdiensten wie Netflix und PornHub amüsieren. Der deutsche Staat schreibt weder vor, dass man Netflix haben müsste, noch dass man Kenntnisse über die jeweiligen Anteilshaber von Netflix besitzen muss. Der deutsche Staat schränkt keinen Bürger in seinen Menschenrechten ein, wenn sie lieber eine DVD einlegen oder gar ein Buch lesen wollen, selbst wenn die Netflix-Benutzer über ihre Zufriedenheit mit dem Dienst laute Lobeslieder singen. Denn noch immer ist es dem deutschen Staat herzlichst egal, ob dessen Bürger über den Turmbau zu Babel, den Bruderzwist zwischen Kain und Abel oder das Ende der Sintflutgeschichte kennen. Sie sind für die Einhaltung der Menschenrechte und der freiheitlich-demokratischen Grundrechte in Deutschland weiterhin vollkommen irrelevant. Sehr traurig für die Anhänger (und berufsmäßigen Verbreiter) solcher Geschichten 🙂

  4. #4 von Skydaddy am 22. Juli 2019 - 16:54

    @Noncredist, Notwendigkeit, biblische Geschichten zu kennen:

    Erstens: Über die Familie meiner Frau habe ich Hindus, Evangelikale, Buddhisten und Muslime in der Familie. Ich bin mittlerweile der Auffassung: Über Religiöse muss man nur wissen, dass sie irrationale Dinge glauben und tun.

    Zweitens: Um kulturelle Anspielungen zu verstehen dürfte es heute wichtiger sein, Star Trek und Star Wars zu kennen, als die Bibel. Man kann aber auch sehr gut klarkommen, ohne Star Trek und Star Wars geschaut zu haben. (Ich weiß: Häresie …) Genausogut kommt man klar, wenn man keine Ahnung vom Christentum hat.

    Als Atheist kann ich freilich mehr Wissen über das Christentum nur begrüßen!

  5. #5 von Marco Krieger am 22. Juli 2019 - 17:06

    Wer in Deutschland lebt, sollte das Grundgesetz kennen und sich zivilisiert aufführen.
    Kurz, sei kein Arschloch!
    Gott und sein Märchenbuch mit Horrorfaktor sollte man nur kennen, wenn man möchte.
    Das hat nämlich der Gesetzgeber ein deutliches Warnschild in die Landschaft gestellt auf dem mit Großbuchstaben das Wort RELIGIONSFREIHEIT steht.
    Ja Frau Käßmann, das ist dieses komische Wort, das für Sie offensichtlich eine komplett andere Bedeutung hat, als für mich.
    Und Kinder haben in Ihrem Weltbild gar keine Religionsfreiheit, die sind schliesslich Indoktrinationsmasse.
    Ohne diesen Trick wär Kirche schon in einer Generation eine Geronto-Veranstaltung und in zwei ein Anachronismus.
    Nein Frau Käßmann, Ihr Lieblingsmärchen gehörte noch nie und wird nie wieder zur Allgemeinbildung gehören, erst recht nicht durch staatliche Schulen vermittelt.

  6. #6 von Charlie am 22. Juli 2019 - 17:27

    Man muss die Gesetze des Landes kennen, nicht volkstümliche Märchen.

    @Noncredist

    Selbst die üblichen Privaten senden Bibelverse

    Weil du es ansprichst, ich habe schon lange nicht mehr den „Bibelclip“ bei rtl gesehen. Wird das noch gesendet oder gut versteckt?

  7. #7 von Willie am 22. Juli 2019 - 23:05

    Letztendlich fehlen uns auch nicht die Römer mit ihrerdamaligen Kultur und Religionen oder die Kaiserreiche des HRR ……

  8. #8 von Noch ein Fragender am 23. Juli 2019 - 09:42

    Ein Kind habe sie einmal gefragt, was die „Pluszeichen“ auf den Kirchtürmen bedeuteten.

    Das sind Markierungen der zuständigen Kirchenbehörde und bedeuten „Entwidmet. Steht zum Verkauf frei“

  9. #9 von rohbert am 23. Juli 2019 - 09:49

    Was wollen sie nur immer mit diesem „…größer als man selbst“-Ding? Was nutzt es jemandem im Guten wie im Schlechten? Ich verstehe diesen ganzen Quark immer weniger.

  10. #10 von monitorschornstein am 23. Juli 2019 - 14:00

    Vor allem wird mir das Gebimmel fehlen!

  11. #11 von Smiling_Joe am 23. Juli 2019 - 15:49

    Wenn etwas fehlt ist das ja nicht per se eine schlechte Sache.

  12. #12 von awmrkl am 23. Juli 2019 - 16:04

    @monitorschornstein

    „Vor allem wird mir das Gebimmel fehlen!“
    Also ich wäre froh darüber! 3x täglich, am Wochenende noch mehr, bes. Sonntag (Tag der Ruhe!?) mind. den ganzen Vormittag hindurch. Direkt per Luftlinie in die Wohnung, da müssen die Türen und Fenster geschlossen bleiben, ganzjährig. Und das alles nur zwecks unverschämt aufdringlicher Reviermarkierung – viel heftiger als bei Hunden!

  13. #13 von Lando Schmidt am 24. Juli 2019 - 00:11

    Ohne die Kirchen würde definitiv etwas fehlen:
    Myriadenfacher Kindesmissbrauch, Bischöfe, die mit 12.000,- monatlich von den Steuerzahlern finanziert werden, KITAS und Krankenhäuser, die keine Juden, Schwule oder Atheisten einstellen, unerträgliches Gebimmel in den Städten, wenn man ausschlafen will und vor allem eine ganze Menge Theo-Arschgeigen in all den Kommissionen und Ethikräten, die dafür sorgen, daß Menschen maximal gequält werden, weil sie keine Sterbehilfe in Anspruch nehmen können oder vernünftige Patientenverfügungen aufsetzen dürfen.

    Hohlbirne Margot, wann gehst Du endlich in den Hindukusch, um dort als kurzhaarige Frau in Hosen den Taliban aus der Bibel vorzulesen, wie du es schon öffentlich suggeriertest?

    Da können wir mal die Power Deiner Kirche und Deines Gottes testen.