„Jesus hilft uns, weil er gelitten hat“

Die 124. Allianzkonferenz in Bad Blankenburg steht dieses Jahr unter dem Motto „Hoch und heilig“. Neben Vorträgen und Seminaren präsentiert die Konferenz auch eine Sonderausstellung zum 70. Jubiläum des Grundgesetzes.

(…)

Einer der Redner ist Hans-Jürgen Abromeit, Bischof des Sprengels Mecklenburg und Pommern. „„Der Hebräerbrief ist heute wieder sehr aktuell. In einer Zeit, in der Stars zählen, Menschen als Prominente verehrt werden, weil sie etwas vermeintlich Großes getan haben oder Großartiges leisten können, zeigt uns der Hebräerbrief einen Jesus, der uns hilft, weil er gelitten hat.“ An Jesus werde deutlich: „Nur der leidende Gott kann helfen.“ Das habe schon der Theologe und NS-Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer erkannt. „Jesu Leiden hat die Kraft, menschliche Schuld wegzunehmen, und einen neuen Anfang zu ermöglichen“, sagte Abromeit. Die Kraft der Leiden Christi sei eines der wichtigsten Themen für Christen.

Politischer Redner: Volker Kauder

weiterlesen:

[https://www.pro-medienmagazin.de/kultur/veranstaltungen/2019/07/21/jesus-hilft-uns-weil-er-gelitten-hat/

Werbeanzeigen
  1. #1 von deradmiral am 22. Juli 2019 - 12:47

    Den Hebräerbrief hatten wir kürzlich beim Ketzerpodcast. Er ist praktisch nur altes Testament und nennt Abraham und Jiftach (!) als Vorbilder. Menschenopferer sind dem Bischof Abromeit wohl lieber als Promis.

  2. #2 von Marco Krieger am 22. Juli 2019 - 13:02

    Ihr habt wohl gelitten!
    Triefiger Nonsens aus der katholischen Abfalltonne.
    In einer Zeit, in der blablablabla…
    Wenn Menschen etwas tolles können oder toll aussehen, oder sich auch nur für besonders toll halten, dann geht das niemanden etwas an.
    Euer Gott kann nicht mal erscheinen, geschweige denn existieren.

  3. #3 von Charlie am 22. Juli 2019 - 13:18

    Ich frag gar nicht, ob das einen Sinn ergeben soll…

  4. #4 von Skydaddy am 22. Juli 2019 - 13:33

    Das Schöne am Hebräerbrief ist, dass der Glaube dort ausdrücklich als irrationales Wunschdenken definiert wird.

    Hier die Ketzer-Folge dazu, die deradmiral oben schon erwähnt hat. Eine regelrechte Steini-gung …

  5. #5 von joerndyck am 22. Juli 2019 - 17:21

    Diese ganze Leidens-Rhetorik widert mich an. Das Suhlen in Leid und Unterwerfung… und in Wahrheit lebt der Klerus in Saus und Braus. Einfach nur ekelhaft!

    Anstatt die Menschen über ihre berechtigten Interessen aufzuklären, redet man ihnen ein, Leid wäre etwas Positives, was sie demütig zu ertragen hätten. Am besten sollten sich die Menschen noch für das Leid bedanken!

    Gleichzeitig läuft der Klerus herum wie ein mit Gold behangener Christbaum. Auf dem Foto unten hat Papst Benedikt sogar zwei Leute angestellt, um seinen goldenen Mantel voll zur Geltung zu bringen. Man beachte den armen und ausgemergelten Jesus an seinem Stab, dessen Stellvertreter er zu sein vorgibt. Offensichtlicher kann der Betrug kaum noch sein.

  6. #6 von Marco Krieger am 22. Juli 2019 - 17:56

    @joerndyck
    Nu sei mal nich so ein Erbsenzähler, ohne die zwei Mantelträger könnte man die roten Schühchen vom Benefitz dem Ümenünzigsten gar nicht sehe.
    Ich bin nicht schwul und hab auch keine Ahnung wie sich schwul anfühlt, aber das Bild ist so tuckig wie es tuckiger kaum noch gayht…man möge das Wortspiel gnädig zur Kenntnis nehmen und verzeihen.

  7. #7 von Willie am 22. Juli 2019 - 23:32

    “ An Jesus werde deutlich: „Nur der leidende Gott kann helfen.“

    Dann hat dieser Gott also all die Jahrtausende vorher nicht geholfen. Ein Allmächtiger, der erst zum Menschen werden muss um dann angeblich zu Leiden wird dabei auch immer ausgeblendet.

  8. #8 von Deus Ex Machina am 23. Juli 2019 - 01:33

    „Jesus hilft uns, weil er gelitten hat“

    –> Warum?

    „„Nur der leidende Gott kann helfen.““

    –> WARUM? Kann er nicht einfach einen Riesen-Döner verspeisen, den er vorher als „Sünden der Menschheit“ deklariert hat? Dieses ganze Theologengeschwafel ist ein einziges großes Non sequitur, das zudem eine krankhafte, perverse sadomasochistische Ader offenbart.

    Meine Güte, die sollen sich mal von einer Domina ordentlich auspeitschen lassen!

  9. #9 von Skydaddy am 23. Juli 2019 - 08:30

    @Deus Ex Machina, „Nur der leidende Gott kann helfen.“ — WARUM?

    Solche ad-hoc-Aussagen gehören zum theologischen Standard. Sie halten zwar selbst flüchtigster Überprüfung nicht stand – werden aber von den Gläubigen dankbar akzeptiert, weil sie sich „richtig“ anfühlen. ich bezeichne sie als „theologisches Reverse-Engineering“.

    Das lässt sich an diesem Beispiel sehr schön zeigen. Wie Willie und DEM ja schon sehr schön herausgearbeitet haben, ist die Behauptung offensichtlich absurd.

    Für den Christen liefert diese Aussage aber genau das fehlende Glied in seinem Weltbild. Wie schon gezeigt wurde, ist die Vorstellung, dass ein allmächtiger Gott nicht auch ohne zu leiden helfen kann, absurd.

    Wenn jetzt jemand einfach behauptet, „NUR der leidende Gott kann helfen“ – DANN macht für den Religioten plötzlich alles wieder Sinn: Gott WOLLTE ja helfen, und deshalb MUSSTE ER er leiden.

    Deshalb akzeptieren Gläubige solchen Blödsinn, ohne aufzumucken.

    Das Ganze funktioniert freilich nur, weil Gläubige bekanntlich immer nur bis zum gewünschten Ergebnis denken und dann darauf verzichten, ihre Überlegung zu plausibilisieren und auf Stimmigkeit abzuklopfen.

  10. #10 von Noch ein Fragender am 23. Juli 2019 - 12:35

    @ #8 DEM

    die sollen sich mal von einer Domina ordentlich auspeitschen lassen!

    Heilige brauchen keine Domina, die machen das selber.

    Der Heilige Johannes Paul II hatte in seinem Kleiderschrank dafür einen speziellen Gürtel hängen.

    https://www.20min.ch/panorama/news/story/-Er-benutzte-einen-Guertel-als-Peitsche–20608099

  11. #11 von 00MU am 23. Juli 2019 - 13:57

    Irgendwie musste ich an Mudder Theresa denken, die ihren Patienten Schmerzmittel vorenthielt, damit diese im Schmerz und Leid Jesus nah sein durften.

    Immer diese Fixierung auf das Leiden, ekelhaft.

    Ich habe mal folgende Theorie gelesen, dass, nachdem Jesus gestorben war, die Menschen zunächst warteten, dass er wiederkommt, um den Himmel auf Erden zu errichten. Als das nicht geschehen ist, musste die kognitive Dissonanz überwunden werden und man hat diese Geschichte erfunden, dass Jesus für die Sünden der Menschen am Kreuz gestorben ist und Gott uns seine Liebe dadurch zeigen will. Sehr abstrus.