Wie erkläre ich es einem Atheisten?

Die wesentlichen Fragen nach dem Woher, Wohin und Wozu, nach Sinn, Schuld, Leid und Tod konnten die Naturwissenschaften nie beantworten. Das schreibt der Rektor der CVJM-Hochschule in Kassel, Prof. Rüdiger Gebhardt, in einer neuen Serie des Wochenmagazins ideaSpektrum (Wetzlar) unter dem Titel „Wie erkläre ich es einem Atheisten?“.

(…)

Zudem könne man das Argument auch umdrehen und sagen: „Je weiter die Naturwissenschaft vordringt, desto plausibler erscheint es, dass es einen Schöpfer gibt.“

(…)

Auf die Frage, welche Beweise man für die Existenz Gottes habe, antwortet Gebhardt, dass es sie nicht gebe: „Zumindest keine, die ein Mathematiker anerkennen würde.“ Man könne sich allerdings auch fragen, was das denn für ein Gott wäre, dessen Existenz sich mathematisch beweisen ließe: „Aber ist es nicht trotzdem naheliegend, aus der Existenz einer Uhr auf die Existenz des Uhrmachers zu schließen? Und ist es nicht ebenso naheliegend, aus der Existenz der Schöpfung – von der Milchstraße über den Mount Everest bis hin zur DNA – auf die Existenz eines Schöpfers zu schließen?“

weiterlesen:

[https://www.idea.de/glaube/detail/wie-erklaere-ich-es-einem-atheisten-109897.html

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  1. #1 von Elvenpath am 19. Juli 2019 - 14:23

    Ich gehe nur mal auf das erste Argument ein, sonst wird das hier echt zu lang.

    „Die wesentlichen Fragen nach dem Woher, Wohin und Wozu, nach Sinn, Schuld, Leid und Tod konnten die Naturwissenschaften nie beantworten.“
    Die Religionen auch nicht. Nur, weil sie behaupten, sie könnten, heißt es nicht, dass es so ist. Und Beweise können sie nicht vorlegen. Und die Frage des Leides ist immer noch ein Argument GEGEN einen Gott.
    Zudem ist ja überhaupt nicht gesagt, ob es eine Antwort auf diese Fragen gibt. Ob die Frage selber überhaupt einen Sinn ergibt. Warum sollte es einen universellen Sinn des Lebens geben? Ergibt die Frage nach einem woher, wohin und wozu überhaupt einen Sinn?

  2. #2 von parksuender am 19. Juli 2019 - 14:38

    „Je weiter die Naturwissenschaft vordringt, desto plausibler erscheint es, dass es einen Schöpfer gibt.“

    Je weiter die Naturwissenschaft vordringt, desto unplausibler ist es dass Dein Lattenjupp am Kreuz jemals ein Gott war und desto plausibler ist es, dass die ganzen Offenbarungs-Schriften nicht mehr sind als ausgedachte Geschichten und niedergeschriebene Träumereien.

  3. #3 von Marco Krieger am 19. Juli 2019 - 14:40

    „Wie erkläre ich es einem Atheisten?“

    Geht es noch ein bisschen arroganter?
    Und wieder ein Geisteskranker, der einem Gesunden unterstellt, der Kranke zu sein.
    Gesehen? Ich kann auch arrogant, Du armer Irrer!
    .
    Und wieder ein Theist, der weder das Konzept der Beweislast, noch das des Agnostizismus bemüht, es nicht mal zur Kenntnis nimmt.
    Die wesentlichen Frage ist nicht Woher, Wohin und Warum, sondern Wie!
    Nur das Wie lässt uns vielleicht irgentwann das Woher, Wohin und Warum erkennen.
    Theisten sind in diesem Falle wie kleine Kinder, sie fragen nicht weil sie wissen wollen, sie fragen, um zu sehen, wann die Kette und der Geduldsfaden reisst. Und dann kommt ihre große Stunde…die armen Irren!

  4. #4 von Noncredist am 19. Juli 2019 - 14:48

    Die wesentlichen Fragen nach dem Woher, Wohin und Wozu, nach Sinn, Schuld, Leid und Tod konnten die Naturwissenschaften nie beantworten.

    Gähn! Die wesentliche Fragen nach der Biologie, Astronomie, Physik oder Chemie konnte die Theologie nie beantworten.

    Auf den Einwand, dass die Menschen Gott früher nur brauchten, weil sie sich im Gegensatz zu heute viele Dinge nicht erklären konnten, antwortet Gebhardt, dass gegen diese Sicht die Tatsache spreche, dass sich für jede Frage, die durch die Naturwissenschaften beantwortet werden konnte, mindestens zwei neue aufgetan hätten.

    … die nicht den Willen von Wissenschaftlern widersprechen, sie auch tatsächlich erforschen zu können. Früher gab man sich aufgrund von möglichen lebensgefährlichen Antworten bei einer Erforschung eher den „Erklärungen“ von Theologen hin. Opportunismus führte zu einer oftmals optimaleren Lebensqualität 😉

    Zudem könne man das Argument auch umdrehen und sagen: „Je weiter die Naturwissenschaft vordringt, desto plausibler erscheint es, dass es einen Schöpfer gibt.“

    Es existiert keinen einzigen vernünftigen Beleg einer „schöpferischen“ Intelligenz. Nicht einen einzigen. Die Behauptung, aus der Unwissenheit heraus den Hinweis zur Richtigkeit der eigenen Behauptung herausziehen zu können, ein klassischer argumentum ad ignorantiam, dürfte kaum zu Freudentränen in der Philosophie führen. Für evangelische Theologieprofessoren jedoch ausreichend genug 🙂

    Die Entwicklung der Welt von der Entstehung des Universums bis zum Menschen sei statistisch gesehen „dermaßen unwahrscheinlich“, dass es schon „fast unvernünftig“ wäre, hier von „Zufall“ zu sprechen.

    Kreationistischer falscher Gedankengang, mal wieder. Es existieren keine „rein zufällige Würfelspiele“ in dieser Entwicklung. Noch immer geht man von einer Evolution aus. Und sie besteht u.a. weiterhin von einer (zufälligen) Vermischung, chemischer Anpassung bei der Genetik, der Entwicklung äußerer Faktoren u.a. Luftdruck, Luftfeuchtigkeit u.v.m. usw. Die Mutation und die selektive Auswahl besser angepasster Nachkommen führte von der „Entstehung des Universums“ – welche die Vorraussetzungen wie etwa die Kräfte und die Materie als Prämisse darlegte – bis hin zu den Lebewesen. Das wir Menschen nunmal weder aussergewöhnlich gut im Weltall noch unter Wasser atmen können, ist kein „zufällig gewürfeltes“ Resultat, sondern eine sehr sehr lange Anpassung an Nahrungsmittel, Schutz uvw. Wir sind nunmal „natürlich darauf abgestimmte“ Wesen. Es wäre fast schon unvernünftig, hier von „Lenkung“ zu sprechen. Insbesondere im Hinblick aller „Fehlentwicklungen“, die im Laufe der Evolution „gottgewollt“ sterben mussten. So ein Gott voller „Fehlentwicklungen“ wäre demnach ein erbärmlich miserabler Schöpfer 😉

    Einer der bekanntesten Biologen des 20. Jahrhunderts (..)

    … hat auch keine bessere Argumente für die Existenz schöpferischer Intelligenzen bei der Entwicklung evolutionären Lebens in peer reviewten Artikeln darbringen können. Später wiederholt er noch den bekannten Watchmaker, weil der nunmal ein wunderschönes Bild ist, von denen Theologen seines Schlages nicht genug bekommen können 😉

    Auf die Frage, welche Beweise man für die Existenz Gottes habe, antwortet Gebhardt, dass es sie nicht gebe (..) > Wer also wirklich wissen will, ob es Gott gibt, den kann man nur einladen, sich auf ihn einzulassen.

    Somit hängt die Existenz einer theistischen Gottheit vollständig und allein vom subjektiven Empfinden der jeweiligen Person, geprägt durch die religiöse Erziehung, ab. Es kann keine Möglichkeit geben, durch die „objektivere“ Gewissheiten möglich seien. Für einen Gott der ganz sicher gehen will, dass die Menschheit nicht den falschen Schluss zieht und ewige Höllenqualen erleiden wird, macht er das möglichst beste, um den Menschen jeglicher Möglichkeit zur objektiven Feststellung eines „Fehlers im Glauben“ zu berauben. Der Wunsch dieser Gottheit zuzusehen, wie Menschen „im Dunkeln stochern“ und nicht selten fragwürdige Wege gehen, welche oftmals Mitmenschen Schaden zufügen, dürfte wohl unter Menschen als pure Bosheit durchgehen. Halleluja! Gott ist Liebe 😀

  5. #5 von 00MU am 19. Juli 2019 - 14:48

    „Auf den Einwand, dass die Menschen Gott früher nur brauchten, weil sie sich im Gegensatz zu heute viele Dinge nicht erklären konnten, antwortet Gebhardt, dass gegen diese Sicht die Tatsache spreche, dass sich für jede Frage, die durch die Naturwissenschaften beantwortet werden konnte, mindestens zwei neue aufgetan hätten“
    Na und, trotzdem weiß man jetzt, dass Blitz und Donner nichts mit dem Zorn Gottes zu tun hat oder dass wir alsTrockennasenaffen nichts besonderes sind.

    „Aber ist es nicht trotzdem naheliegend, aus der Existenz einer Uhr auf die Existenz des Uhrmachers zu schließen?“
    Also, wenn etwas komplex ist, muss es einen Schöpfer geben. Aber ist nicht der Schöpfer dann auch komplex, wenn nicht sogar komplexer. Wer hat dann den Schöpfer (Uhrmacher) erschaffen? USW…

    „Wenn ich Gott weder sehen noch beweisen kann – wie soll ich dann an ihn glauben?“. Die Entscheidung über den Glauben falle weder im Kopf noch im Bauch.“
    Stimmt, sondern meistens wird es über die Sozialisation entschieden; 96% haben die gleiche Religion wie ihre Eltern.

    „Und die Frage, ob ich an Gott glaube oder nicht, ist keine andere als die Frage, ob mich diese Liebe erreicht, ob ich mich für sie öffne, mich auf sie einlasse und von ihr bestimmen lasse.“ Eine Liebesbeziehung zu einem anderen Menschen entstehe auch nicht am Schreibtisch oder dadurch, dass man ein Buch über Liebe lese, sondern indem man sich auf den anderen einlasse und ihm einen Vertrauensvorschuss schenke:“
    Der Unterschied ist nur, dass die andere Person existiert ;o)

  6. #6 von schiffmo am 19. Juli 2019 - 15:29

    Wie erkläre ich einem Apologeten, dass es nicht damit getan ist, dass man was Flauschiges gesagt hat?
    Wie erkläre ich einem Apologeten, dass das, was man sagt, in einem halbwegs brauchbaren Sinn wahr sein muss?
    Wie erkläre ich einem Apologeten, dass ein bedeutungsloser Satz nicht dadurch wahr oder tiefsinnig ist, nur weil er mangels Bedeutung nicht widerlegt werden kann?

  7. #7 von Elvenpath am 19. Juli 2019 - 15:53

    „„Wie erkläre ich es einem Atheisten?““

    Übersetzt: „Wie schaffe ich es, Atheisten meinen Aberglauben zu erklären, ohne allzu lächerlich zu wirken?“

  8. #8 von Deus Ex Machina am 19. Juli 2019 - 16:13

    „Die wesentlichen Fragen nach dem Woher, Wohin und Wozu, nach Sinn, Schuld, Leid und Tod konnten die Naturwissenschaften nie beantworten.“

    –> Können die nicht. Sie pfropfen nur ihr „Gott war´s“ allem auf.

    Doch mal ehrlich zu Woher, Wohin, der Minderung von Leid und der Herauszögerung des Todes hat die NW ganz maßgebliches geleistet. Sinn und Schuld sind nur 2 Kategorien, die die Religionen weitgehend erfunden haben, um den Menschen einen Mangel einzureden, den natürlich nur SIE ganz allein beheben können – der Gratis-Persönlichkeitstest von Scientology lässt grüßen.

    „Je weiter die Naturwissenschaft vordringt, desto plausibler erscheint es, dass es einen Schöpfer gibt.““

    –> Nein, nein, nein, einfach nur NEIN. Wie kommt der auf den Bullshit?

    “ dass es sie nicht gebe: „Zumindest keine, die ein Mathematiker anerkennen würde.“ Man könne sich allerdings auch fragen, was das denn für ein Gott wäre, dessen Existenz sich mathematisch beweisen ließe: “

    –> Was für ein mieses kleines Nebelkerzenmanöver! Seit wann haben Mathematiker exklusiv darüber zu bestimmen, ob es etwas gibt?

    „Und ist es nicht ebenso naheliegend, aus der Existenz der Schöpfung – von der Milchstraße über den Mount Everest bis hin zur DNA – auf die Existenz eines Schöpfers zu schließen?““

    #–> Erneut: Nein, nein, nein, einfach nur NEIN. Wie kommt der auf den Bullshit?

    Unfug hoch 3!

  9. #9 von Rene Goeckel am 19. Juli 2019 - 16:32

    „Wie erkläre ich es einem Atheisten?“ Überhaupt nicht!
    Atheisten interessieren sich nicht für diesen Scheiß, daher sind sie ja Atheisten.
    Wie erkläre ich jemanden, der regelmäßig Maniküre betreibt,
    den Vorteil schmutziger Fingernägel?
    Hört endlich auf mit dieser Attitüde! Ihr glaubt an Rübezahl, nicht ich!
    Also wer muss hier wem etwas erklären?
    Kinder wachsen in die Welt der Erwachsenen, nicht umgekehrt!
    Leute, die an Engel und Gottessöhne glauben, sollen gefälligst den Mund halten
    und zuhören, wenn sich Erwachsene unterhalten!

  10. #10 von joerndyck am 19. Juli 2019 - 17:28

    Dass er ausgerechnet das Beispiel mit der Uhr und dem Uhrmacher verwendet, obwohl eben dieses Beispiel schon so oft widerlegt wurde, finde ich interessant. Ganz offensichtlich haben weder er noch seine Leser sich mit diesen leicht zu findenden Gegenargumenten beschäftigt.

    Der Mann ist schlicht ungebildet. Und ebenso seine Leser. Sorry, aber mehr steckt ja nicht dahinter. Gerade seit dem Buch von Richard Dawkins „Der blinde Uhrmacher“ (The Blind Watchmaker) müsste doch dieses Argument vom Tisch sein.

    Das Buch ist übrigens hier in der Seitenleiste verlinkt. Damit komme ich zum eigentlichen Skandal: Es scheint so, als würde Prof. Rüdiger Gebhardt den Atheist Media Blog nicht lesen! Verrat! Ich finde, hier können wir von ihm eine Erklärung verlangen! Wir schreiben doch die ganze Scheiße hier nicht umsonst!

  11. #11 von atheos am 19. Juli 2019 - 17:48

    Er sucht ja auch am falschen Ort. Seine Fragen werden zu Genüge in der Philosophie bearbeitet. Vielleicht hilft ihn das Höhlengleichnis Platons?

  12. #12 von Skydaddy am 19. Juli 2019 - 18:17

    Ich habe mir jetzt den kompletten Artikel „Wie erkläre ich es einem Atheisten?“ (Teil 1/3) aus dem ideaSpektrum angetan.

    Zunächst ist auch hier wieder darauf hinzuweisen, dass sich solche apologetischen Texte – auch, wenn sie vorgeben, sich an Atheisten zu richten – immer an ein christliches Publikum richten. Diesen soll vorgegaukelt werden, es gäbe vernünftige Antworten auf die Einwände von Atheisten. Der Zielgruppe wird dadurch vermittelt: Man braucht die Atheisten gar nicht zu lesen, das ist alles schon widerlegt.

    Dass sich der Artikel nicht an echte Atheisten richtet wird schon daran deutlich, dass er im Wesentlichen nur das wiederholt, was Atheisten ohnehin schon zur Genüge kennen. Das wurde hier ja auch schon festgestellt z.B. am Uhrmacher-Argument. Man muss einem Atheisten nicht zum x-ten Mal etwas erzählen, was er schon gründlich durchdacht und verworfen hat.

    Der Artikel beginnt mit dem Einwand „An ein unsichtbares Wesen zu glauben ist doch Quatsch! Ich glaube nur, was ich sehe!“

    Und die Antwort – sorry, dass ich nichts anderes schreiben kann! – beginnt: „Niemand hat je „Liebe“ gesehen. Und trotzdem würde
    kaum jemand daran zweifeln, dass es sie gibt!“

    Es gilt also auch hier wieder die alte Skydaddy-Weisheit: Für Apologeten ist ein Argument nicht gut, wenn es logisch stimmig ist – sondern wenn es den gewünschten Effekt erzielt. Hier: Leute beim Glauben zu halten.

    Deshalb bekommen wir auch immer wieder dieselben, längst widerlegten „Argumente“ zu hören. Die fallen zwar bei UNS nicht auf fruchtbaren Boden – aber bei der Zielgruppe.

  13. #13 von Charlie am 20. Juli 2019 - 08:05

    Wie erkläre ich es einem Atheisten…

    …dass man gaga im Kopf ist?

    Die Wissenschaft kann mir auch nicht erklären, warum gestern der Typ vor mir links geblinkt und rechts gefahren ist.

    @jörn

    Es scheint so, als würde Prof. Rüdiger Gebhardt den Atheist Media Blog nicht lesen!

    Empfinde ich auch als Skandal!!1einself

    Ich finde, hier können wir von ihm eine Erklärung verlangen!

    Und ich verwette den mittleren Hodensack Gottes, dass außer ignoranten und sturen Kommentaren von ihm, nichts dabei rauskommt.

  14. #14 von UF am 20. Juli 2019 - 16:39

    Ich will von diesem Herrn nichts erklärt haben!