Druck auf religiöse Menschen nimmt weltweit zu

Besonders ausgeprägt sind laut einer Studie staatliche Restriktionen von Minderheitsreligionen im Nahen Osten und in Nordafrika. Doch auch in Asien und Europa nehmen die Einschränkungen zu.

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[https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/neue-studie-druck-auf-religioese-menschen-nimmt-weltweit-zu-16287025.html

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  1. #1 von Jesinchen am 16. Juli 2019 - 20:17

    Spannend wie die Überschrift suggeriert, der Druck gegenüber religiösen Menschen allgemein würde zunehmen, während es eigentlich darum geht das die Mehrheitsreligiösen gegen die Minderheitsreligiösen vorgehen.
    Die Überschrift hätte also auch durchaus „Druck durch religiöse Menschen nimmt weltweit zu“ lauten können, und wäre damit wohl durchaus treffender, aber aus irgendeinem Grund ist man darauf nicht gekommen. Bestimmt nur Zufall.

  2. #2 von Andreas P am 16. Juli 2019 - 21:01

    @Jesinchen: Besonders religiös erscheint mir die chinesische Regierung nicht zu sein. Man hat dort schlechte Erfahrungen mit religiösen Fundamentalisten gemacht – die von christlichen Fundis veranstaltete Taiping-Rebellion (um 1860) hält mit 20-30 Mio. Toten den traurigen Rekord als blutigster Bürgerkrieg der Menschheitsgeschichte. Die Kirchen in Ostdeutschland oder auch Polen haben sich speziell in den 1990 gerühmt, eine große Rolle beim Sturz des Kommunismus gespielt zu haben. Dass Peking da eher auf Nummer sicher geht, ist vielleicht nicht völlig unverständlich.

  3. #3 von Willie am 16. Juli 2019 - 22:48

    Weltweit sind einer amerikanischen Studie zufolge Menschen wegen ihres Glaubens zunehmend staatlichen Repressionen und gesellschaftlichen Benachteiligungen ausgesetzt. 52 Länder hätten im Jahr 2017 starke oder sehr starke Restriktionen gegen bestimmte Glaubensrichtungen verhängt. Das sind zwölf Staaten mehr als zehn Jahre zuvor, heißt es in einer am Montag in Washington veröffentlichten Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center.

    Man kann und sollte dies auch auf die eigene Peer Group ausgedehnt betrachten. Nicht nur „bestimmte Glaubensrichtungen“ (ausnahmsweise nehme ich da auch mal Ungläubige/Atheisten dazu) werden unterdrúckt und verfolgt, sondern auch die eigenen Glaubenszugehörigen die nicht den Regelinterpretationen der Machthaber folgen. Käme solch eine Religions-Argmentation aus der Atheistenecke, dann würde dies mit einem „hat nichts mit der Religion, sondern mit der Machtfrage zu tun“ abgeschmettert.

    Da wir diese Zunahme aber nicht in atheistischen oder religionsfreien/-liberalen Staaten und deren Regierungen erleben, ist dies auch ein Belege fúr „Religion poisions everything“.

  4. #4 von Skydaddy am 17. Juli 2019 - 06:20

    Nur zur Info:

    Auch diese Studie wurde – wie viele Pew-Studien – von der Templeton-Stiftung mitfinanziert.

    https://www.pewforum.org/2019/07/15/a-closer-look-at-how-religious-restrictions-have-risen-around-the-world/