„Der Priester repräsentiert Jesus, der ein Mann war“

Wallfahrtsdirektor Reichart/Maria Vesperbild zum brisanten Thema: „Priesterinnen in der Katholischen Kirche?“ – Hubert Gindert/Forum Deutscher Katholiken: Wir haben wenige apostolisch tätige Laien, weil Christen wenig über ihren Glauben wissen

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Msgr. Reichart ging dann auch noch auf die Frage ein, warum wohl Jesus nur Männer zu Aposteln berufen hat, zumal es in der Antike viele Priesterinnen gegeben habe. Der Priester handle bei der Sakramentenspendung in der Person Christi. Er repräsentiert also Jesus, der ein Mann war. Bei der anschließenden Diskussion ging es auch darum, dass das Wesen und die Würde der Frau – insbesondere ihre Mütterlichkeit – in der Gesellschaft und in der Kirche neu entdeckt und gewürdigt werden müssten. Einige Zuhörer kritisierten, dass einige hohe Würdenträger in der Kirche zur Verwirrung der Gläubigen beitragen würden.

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[http://www.kath.net/news/68582

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  1. #1 von Noch ein Fragender am 16. Juli 2019 - 14:07

    Und warum kann eine Frau nicht Jesus repräsentieren?

    Was hat Vertretungsvollmacht mit dem Geschlecht zu tun?

  2. #2 von Smiling_Joe am 16. Juli 2019 - 14:30

    „Einige Zuhörer kritisierten, dass einige hohe Würdenträger in der Kirche zur Verwirrung der Gläubigen beitragen würden.“

    Ist das nicht Kernaufgabe des Berufs?

  3. #3 von FSteg am 16. Juli 2019 - 14:40

    Weiß gar nicht, was die Leute immer haben. Ich glaube an den Müll ja nicht, aber würde ich an einen allmächtigen, allwissenden und in drei Personen gespaltenen Gott glauben, müsste ich zwangsläufig davon ausgehen, dass Jesus sich schon was dabei gedacht hat, dass er nur Männer zu Aposteln berufen hat. Mit kulturellen Aspekten ist das eben nur zur erklären, wenn man nicht wirklich dran glaubt.

  4. #4 von 00MU am 16. Juli 2019 - 14:55

    Wenn Jesus ein Mann gewesen wäre, woher kommt denn dann sein Y-Chromosom? ;o) Hatte er nur einen haploiden Chromosomensatz von Maria oder war er gar ein Maria-Clon? Vielleicht war er transgender und/oder ein X0 Mann/Frau?

    Desweiteren gibt es noch die Theorie, dass eigentlich Maria Magdalena (apokryphen Evangelien) eine sehr wichtige Vertraute von Djesus und evtl. Predigerin war, wichtiger als alle anderen Apopstel. Schließlich musste irgendjemand auch für die Saufgelage von Jesus aufkommen.
    Doch ihr Evangelium hat es nach Auswahl von MÄNNERN nicht in die Bibel geschafft.

  5. #5 von schiffmo am 16. Juli 2019 - 15:06

    Natürlich ist das die Kernaufgabe. Wir als erklärte Nichtgläubige können uns in deren Bild ja sowieso nicht damit auskennen, deshalb haben wir alles zu schlucken, was die Kirchenleitung dazu entscheidet und herausgibt.
    Religion als Machtinstrument eben.

  6. #6 von schiffmo am 16. Juli 2019 - 15:11

    Nach meinem Küchenverständnis der Genetik hängen die Chromosomen von Jesus doch nicht nur von denen Marias ab, sondern auch von denen „Gottes“ oder des „heiligen Geistes“. Da über den Chromosomensatz der Herrschaften nichts bekannt ist, nichtmal dem aufgeschriebenen Hörensagen (Bibel) nach , können wir nichts ausschließen, auch das nicht, dass der heilige Geist ganz hackerlike einen beliebigen Chromosomensatz in Maria „eingespielt“ hat. Die einzige Voraussetzung war ja, dass das Endergebnis in Maria zu einem Mann „compiliert“.
    Kann da mal wer eine Stellungnahme dazu verursachen oder den Vatikanischen eine Enzyklika dazu aus dem Kreuz leiern?

  7. #7 von FSteg am 16. Juli 2019 - 15:14

    „Doch ihr Evangelium hat es nach Auswahl von MÄNNERN nicht in die Bibel geschafft.“
    Schön. Das ändert doch nun aber nichts daran, dass diese Evangelien Grundlage des Glaubens sind. Und eben keine im Nachhinein konstruierten Evangelien, in denen Frauen eine größere Rolle spielen.
    Im Übrigen sind die Evangelien vom Heiligen Geist inspiriert, der hätte ja den Männern auch sagen können, dass er mehr Frauen in die Story einbinden soll.

  8. #8 von Friedensgrenze am 16. Juli 2019 - 16:59

    Das ist ja bloß eine Behauptung, daß Jesus ein Mann war.

    In diesem Dokument wurde das ganz anders gesehen:

  9. #9 von Friedensgrenze am 16. Juli 2019 - 17:00

    Das ist ja bloß eine Behauptung, daß Jesus ein Mann war.

    In diesem Dokument wurde das ganz anders gesehen:

  10. #10 von Rene Goeckel am 16. Juli 2019 - 17:42

    Diese Vögel interpretieren den Willen eines Mannes, über den man weniger weiß als über Rübezahl oder Rumpelheinzchen. Kopf -> Tischkante.

  11. #11 von Noncredist am 16. Juli 2019 - 18:48

    So what? Theologische Beliebigkeit, ganz wie man es erwartet. In diesem Fall ist „die Kirche“ nicht die Gemeinschaft der Gläubigen, wie so oft behauptet, sondern das Unternehmen „Römisch-Katholische Kirche“. Wer damit nicht einverstanden ist, der soll schlicht aus diesem Unternehmen austreten. Hier ist es nunmal unverrückbar der Fall: Jesus war ein Mann. Ein Priester ist ein Repräsentant von Jesus – minus seiner Auferstehung, den Wundertaten, seiner Kleidung, Sprache und judischer Religionszugehörigkeit. Alles andere bleibt gleich oder ist anders, so wie man es haben will 😀

  12. #12 von Jesinchen am 16. Juli 2019 - 20:25

    Was für eine hanebüchene Argumentation. Jesus konnte übers Wasser laufen, deswegen dürfen nur Leute die übers Wasser laufen können Priester werden.

    Waren sie mal wieder zu dumm ihre eigene Bibel zu zitieren wenn es um die Rolle der Frau geht, und mussten sich deswegen irgendwelche Gleichnisse ausdenken? Oder ist es ihnen peinlich das da so rückständiges Zeug drinsteht?

    „Gott liebt doch nicht die Unordnung, sondern er schafft Frieden! Wie es bei allen christlichen Gemeinden üblich ist, sollen die Frauen in euren Versammlungen schweigen. Sie dürfen nicht lehren, sondern sollen sich unterordnen, wie es auch das Gesetz vorschreibt.
    Wenn sie etwas wissen wollen, sollen sie zu Hause ihren Ehemann fragen. Denn es schickt sich nicht für eine Frau, dass sie in der Gemeindeversammlung spricht.“

  13. #13 von Willie am 16. Juli 2019 - 22:57

    Msgr. Reichart ging dann auch noch auf die Frage ein, warum wohl Jesus nur Männer zu Aposteln berufen hat, zumal es in der Antike viele Priesterinnen gegeben habe.

    Die Feststellung ist garnich mal so schlecht. Gerade die „Jesus liebt Alle“-Fraktion sollte dies mal durchdenken, auch da diese Fraktion ja immer (mehr) auch ein „in der Zeit sehen“ postulieren. Was bedeutet es in dieser Zeit für eine Frau und die Kinder einfach mal vom Mann verlassen zu werden? Hinzu kommt ja auch noch, dass die sich gerne von Frauen aushalten ließen und damit noch mehr Gelder bei diesen abzogen.

    Er repräsentiert also Jesus, der ein Mann war.

    Anscheinden war er nach katholischem Verständnis wohl auch noch eine „Transe“ it affeminiertem Gehabe, was Jesu Ehe- und Kinderlosigkeit erklärt, aber auch das Gehabe der Priesterkaste.

  14. #14 von Skydaddy am 17. Juli 2019 - 06:56

    Müsste Jesus, dieser Logik zufolge, nicht durch einen JÜDISCHEN Mann repräsentiert werden … ?

  15. #15 von Marco Krieger am 17. Juli 2019 - 08:45

    Ich wäre für eine Beschneidungspflicht für katholische Priester.
    Und alle 33 Jahre werden alle katholischen Priester öffentlich gekreuzigt.
    Denn sie repräsentieren ja schließlich Jesus.

  16. #16 von Charlie am 17. Juli 2019 - 09:28

    @Marco

    Müsste man so machen, aber man sucht sich nur das aus, was einem gefällt. Und beim Geschlecht sind die Männer klar im Vorteil.

  17. #17 von FSteg am 17. Juli 2019 - 14:40

    „Müsste Jesus, dieser Logik zufolge, nicht durch einen JÜDISCHEN Mann repräsentiert werden … ?“

    Du meinst „jüdisch“ im Sinne einer modernen, heutigen Religionskategorisierung, der Jesus nicht angehörte? Selbstverständlich verstehen sich Christen als Volk Gottes im gleichen Sinne wie damalige Juden, Stichwort Alter/Neuer Bund.

  18. #18 von Skydaddy am 17. Juli 2019 - 17:08

    @FSteg:

    Nach allem, was ich weiß, war Jesus, der apokalyptische Wanderprediger dem Judentum deutlich näher als dem Katholizismus – falls es ihn überhaupt gegeben hat.