EKD: Neuer Tiefststand bei den Gottesdienstbesuchen

Der Gottesdienstbesuch in den evangelischen Landeskirchen in Deutschland hat einen neuen Tiefststand erreicht. 2017 gingen durchschnittlich nur noch 3,3 Prozent der 21,5 Millionen Mitglieder in die Kirche – also rund 734.000.

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[https://www.idea.de/frei-kirchen/detail/ekd-neuer-tiefststand-bei-den-gottesdienstbesuchen-109849.html

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  1. #1 von Marco Krieger am 14. Juli 2019 - 09:56

    Ah, die Rückkehr der Religion kündigt sich an…

  2. #2 von Skydaddy am 14. Juli 2019 - 10:44

    @Marco Krieger:

    Hehe, das wollte ich auch gerade schreiben.

    2000 Jahre lang haben die Christen auf die Rückkehr ihres HERRN gewartet – jetzt warten sie auf die Rückkehr der Religion …

  3. #3 von Andreas P am 14. Juli 2019 - 10:44

    Und das, obwohl Kirchens mittlerweile dazu übergegangen sind, für die (vermutlich auch hier) zugrundeliegenden Zählgottesdienste explizit einzuladen. Selbst das hilft nichts mehr…

  4. #4 von Skydaddy am 14. Juli 2019 - 10:45

    Ich vermute übrigens, hier sterben einfach die noch verbliebenen Gottesdienstbesucher weg.

  5. #5 von t.nor am 14. Juli 2019 - 10:45

    Endlich mal gute Nachrichten.

  6. #6 von Charlie am 14. Juli 2019 - 10:49

    Zählsonntag

    Solche Messen werden angekündigt und beworben, an einem „normalen“ Sonntag dürften wohl noch weniger in die Kirche gehen.

    Den prozentual höchsten Gottesdienstbesuch vermeldet die sächsische Landeskirche (7,1 Prozent) – ein Plus von 0,8 Prozentpunkten im Vergleich zu 2016.

    Kann mir jemand erklären, warum ausgerechnet im gottlosen Osten die meisten in die Kirche gehen???

  7. #7 von Andreas P am 14. Juli 2019 - 10:53

    @Charlie: Plansoll-Übererfüllung melden hat man dort von der Pike auf gelernt.

  8. #8 von Rene Goeckel am 14. Juli 2019 - 13:49

    Bedford-Strom besuchte gestern ja auch lieber die Veranstaltung „Klassik am Odeonsplatz“ .
    Soll er doch die Kirchenbesucher-Statistik verbessern, anstatt sich vom BR als Ehrengast in der ersten Reihe ablichten zu lassen. Peinlich!

  9. #9 von Klaus Brueckner am 14. Juli 2019 - 14:39

    Ich bin mir sicher, die Wahrheit wird sich immer mehr durchsetzen. Und diese Wahrheit heißt für mich, es gibt keinen Gott. Religionen sind , auch wenn es vielen weh tut, intellektueller Schwachsinn.

    K.Brückner

  10. #10 von m0ebius am 14. Juli 2019 - 19:11

    @Charlie: Ich würde folgende Erklärung vermuten: Zu DDR-Zeiten wurde die Religion von offizieller Seite skeptisch beäugt. Es sind damals nicht nur viele Schwachgläubige ausgetreten, sondern es kam bei ihnen auch zu einem Traditionsabriss. Dadurch gibt es weniger Taufscheinchristen, also ist der Anteil der wirklich Gläubigen an den Kirchenmitgliedern höher.

  11. #11 von awmrkl am 14. Juli 2019 - 23:57

    @m0ebius

    Du warst doch der, der sich beklagt hat, sein Buch in Frankreich nicht veröffentlichen zu können!?
    OK, dann wende Dich doch an Verlage in D, die für (kirchen)kritische Inhalte ausdrücklich offen sind: alibri hab ich schon genannt, tectum wäre ein weiterer Verlag. Versuchs!

  12. #12 von Skydaddy am 15. Juli 2019 - 04:38

    @Charlie: „Kann mir jemand erklären, warum ausgerechnet im gottlosen Osten [Sachsen] die meisten in die Kirche gehen???“

    Eine naheliegende Erklärung wäre, dass das mit dem „sächsischen Bible Belt“ zu tun hat:

    Als „Bibelgürtel“ werden eigentlich die besonders bibeltreuen Landstriche in den USA bezeichnet, in denen Evangelikale weit über ihre Kirchengemeinden hinaus das gesellschaftliche und politische Leben nach Maßstäben einer bibeltreuen Auslegung des Christentums deutlich bestimmen. Die freie Journalistin Jennifer Stange hat diesen Begriff nun für jene Landstriche zwischen dem Vogtland und dem Erzgebirge geprägt – jenen südlichen Teil Sachsens also, in dem die protestantischen Kirchen noch eine „wichtige gesellschaftliche Rolle einnehmen“, da sie „neben den Sportvereinen das Freizeitangebot“ stellen und so teils deutlichen „Einfluss auf das kommunale Leben“ haben. Auch in der Jugend- und Sozialarbeit in den polnisch-deutschen Grenzgebieten ist der evangelikale Einfluss allerorten zu verspüren.

    Und was sich hier aus einer bibelgetreuen Glaubensauslegung destillieren lässt, klingt so ganz anders als die gesellschaftlichen Liberalisierungen bis hinein in die CDU der letzten Dekaden in puncto Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und gleichgeschlechtliche Beziehungen. Hier, in den evangelikalen Kreisen Sachsens, trommeln sie noch oder wieder, die radikalen Lebensschützer, die Abtreibung generell und unter allen Umständen für eine Sünde halten, hier predigen die Pastoren von der Kanzel herab noch Sünde, Teufel und Fegefeuer, hier ist die Familie aus Mutter, Vater und Kindern noch das einzige zu verteidigende und zu honorierende Lebensmodell. (Quelle)

  13. #13 von Friedensgrenze am 15. Juli 2019 - 10:53

    @Charlie: „Kann mir jemand erklären, warum ausgerechnet im gottlosen Osten [Sachsen] die meisten in die Kirche gehen???“

    Über 20 Jahre lang hab ich dort gelebt und war regelmäßiger Kirchgänger.

    In katholischen Kirchen ist die Zahl Folge von vielen polnischen Leuten. In der Kirche wird Gemeinschaft geübt d.h. es wird auch erzählt wenn irgendwo eine Arbeitsstelle neu zu besetzen ist.

    Dieser Informationsaustausch findet auch in ev. Gemeinden statt. Das ist nützlich auch in anderen Bereichen. Auch sind Ortsfremde schnell integriert ähnlich wie im Sportverein. Wichtig ist auch daß Eltern mit Kindern dort hin gehen. Die Kinder lernen sich kennen, spielen miteinander während die Eltern quatschen können. Das gefällt dann auch den Alten wenn sie mehr oder weniger intakte Familien sehen.

    An einem Sonntag an dem normalerweise in Ostsachsen absolut nix los ist, ist es einfach eine willkommene Ablenkung. Für mich war der Gesang einganz großes Plus. Es hat was wenn die ganze Gemeinde die alten Lieder mitsingen. Das ist was anderes als im Westen wo ein verzweifelter Pfarrer versucht den Konfirmanden Texte beizubringen die keiner mehr kennt und singen kann. Mit meiner Befreiung vom Glaubn wurde das mit dem Singen dann aber ganz schwer und ich bin nach mehrjähriger Teilnahme an der Probe des Kirchenchors von Heute auf Morgen nicht mehr hingegangen. Ich hab die Worte einfach nicht mehr über meine Lippen gebracht.

    Ich hab die Tenorlinie gesungen. Und mit Kindern die aus so nem Gesangsunterricht rauskommen kannste als Chef auch was anfangen weil die Leute dann auch genau lesen und verstehen können was auf nem Zettel steht.

    Aber noch, mal das soll nicht dem Hörer oder Sänger gefallen sondern dient einzig zu Lob und Ehre Gottes.

  14. #14 von m0ebius am 15. Juli 2019 - 14:11

    @awmrkl: Danke für den Hinweis, aber Du verwechselst mich. 🙂

  15. #15 von Friedensrenze am 15. Juli 2019 - 15:02

    @awmrkl

    @Meteo hat das Buch “ God, the most unpleasent character in all fiction ins Französische übersetzt.

  16. #16 von awmrkl am 15. Juli 2019 - 16:13

    Ach ja, Verzeihung, hab ich verwechselt …
    Dann geht der Hinweis @Meteo

  17. #17 von Friedensgrenze am 15. Juli 2019 - 22:35

    Er sucht dringend nach einem Verleger.