TV-Tipp: Die Kirche und die Rechten

Heute um 20:15 auf tagesschau24

In Zeiten von wachsendem Rechtspopulismus und zunehmender Fremdenfeindlichkeit treten die Kirchen für eine offene Gesellschaft ein, für Toleranz, das Recht auf Asyl und ein christliches Menschenbild, das auch Zugewanderte und Minderheiten einschließt. Doch diese Positionen geraten besonders in der evangelischen Kirche unter Druck von außen – aber auch von innen.

Oder jetzt schon in der Mediathek:

https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videos/die-kirche-und-die-rechten-video-100.html

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  1. #1 von Charlie am 20. Juni 2019 - 20:50

    Am Anfang ist das Christentum ein Werkzeug gegen Rechts, am Ende ist das (konservative) Christentum das eigentliche Problem.

  2. #2 von joerndyck am 20. Juni 2019 - 22:20

    Ich finde ebenfalls, dass sich die Kirchen schon immer für Gleichberechtigung, Toleranz, Freiheit, Minderheiten und Demokratie eingesetzt haben. Echt gemein, dass ein paar Rechte das jetzt kaputtmachen wollen.

  3. #3 von Andreas P am 20. Juni 2019 - 22:51

    „Schreiben Sie das auf, die EKD, die will das jetzt auch, das mit der Demokratie und der Toleranz…“

    Wer etwa die EKD(-Mitgliedervereine) als Arbeitgeber kennengelernt hat, weiß, dass verlogenere Heuchler nur selten zu finden sind.

  4. #4 von Friedensgrenze am 20. Juni 2019 - 23:00

    Ich denke es kann sowohl die liberale als auch die konservative Lehre aus der Kirche gezogen werden. Ich finde, daß die Menschenrechte ein besserer Wegweiser als die heiligen Schriften sind um das menschliche Zusammenleben zu regeln. Das Wort Glauben enthält Wegweiser in beide Richtungen und weist doch nur auf den bloß behaupteten Gott und nicht auf Menschen und deren Rechte.

    Ich find den Bogen interessant wie die Bannons der Welt den Trump und die Zusammengehörigkeit zum konservativen Christentum verdeutlichen und zum anderen Trump und der Schlächter Prinz Salami gemeinsam in die Kameras lächeln. Meiner Meinung nach ist der Interreligiöse Dialog der Religionsführer der Grund für die Gemeinsamkeit der Konservativen und der Interreligiöser Dialog der Progressiven also liberalen Christen und Muslime recht nah bei den Gläubigen. Beide Gruppen aber sind von den Interpretationen der Vorbeter abhängig obwohl die Welt ohne Religion viel näher an ein ethisches Miteinander gelangen könnte.

  5. #5 von Andreas P am 21. Juni 2019 - 09:19

    Liberal hieße eben, auf rationale Argumente, offene Debatte, Wissenschaft und (mehr oder minder verfeinert) auf die Urteilskraft der Mehrheit betreffs der Abwägung von Vorschlägen und Argumenten von Experten zu setzen. Mag sich die EKD gerade einmal weltoffen und demokratisch geben (was historisch die Ausnahme von der Regel ist), die dahinter stehende Begründung bleibt antirational und verweist auf den „richtigen“ Glauben, der letztlich nicht hinterfragt werden kann. Wer aber (wie die EKD-Leitungskräfte) weiß, dass er argumentativ nichts zu bieten hat und niemanden überzeugen kann, muss auf Macht und Gewalt (in allen möglichen Formen) setzen, wenn er sich durchsetzen will. In der Position ist die EKD aber nicht mehr. Und genau dann entdeckt das Christentum regelmäßig den Wert der Toleranz – bis sich die Verhältnisse wieder ändern.

  6. #6 von atheos am 22. Juni 2019 - 14:21

    Aus frust und langeweille konnte ich mir diese Doku bis jetzt nur bruchstückhaft angucken (hab circa die Hälfte gesehen). Bei dem Titel hatte ich mir auch eine Historische betrachtung erhofft. Leider enthält sie keine Thematisierung der Christlichen Vergangenheit, welche für mich exemplarisch darlegt das das Christentum weder für noch gegen Rechte Ideologien, Taten oder Staatsformen ist. Den Christen und dem Christentum ist meiner Ansicht nach fast egal was Menschen oder Staaten denken bzw. tun – hauptsache Gott ist priveligiert dabei.
    Ich fürchte diese Doku verschleiert nur das die Weltbilder/anschuungen und Konfessionen der Rechten, Nazis und Wutbürger tendenziell Identisch mit den Christlichen scheinen oder sogar sind.