Evangelischer Kirchentag Gebete, Konzerte und eine Ausladung

Der Evangelische Kirchentag in Dortmund hat begonnen. Zum Auftakt wurde weiter vor allem über diejenigen geredet, die nicht kommen. AfD-Politiker sind nicht erwünscht. Lob gab es dafür vom Ministerpräsidenten.

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[https://www.tagesschau.de/inland/kirchentag-187.html

  1. #1 von Willie am 21. Juni 2019 - 03:49

    Was ja, wenn man das Motto „Was für ein Vertrauen“ bedenkt einer Bankrotterklärung gleich kommt.

    Ließt man 2. Könige 18, so geht es ja auch um ein „umhauen der Ashera“, hier könnte man modern auf „argumentativ widerlegen der AfD“ umdeuten, da falsche Ansichten ja ausgemerzt werden sollen. Ok, es wurde ja auch Mose „Neḥuschtan“ (von Mose in der Wüste initiertes Schlangenbildnis) zerstört, also die eigene „höchste Autorität“ (als Gottesdiskutant) gleich mit untergraben.

  2. #2 von Andreas P am 21. Juni 2019 - 09:29

    Rationale Argumente als die letztlich einzig legitime Form der Auseinandersetzung zu akzeptieren, käme für die EKD einer Selbstauflösung gleich. Sich mit Wissenschaft und Demokratie anzulegen, ist ihr nicht gut bekommen, weil ihr politischer Bündnispartner am Ende dann anscheinend doch nicht die „Vorsähunk“ auf seiner Seite hatte – wider Erwarten. Aber ohne Feindbild geht es eben nicht. Die AfD ist groß (und unklug) genug, damit sich die EKD als mutig inszenieren kann, aber klein genug und bei der eigenen Klientel unbeliebt genug, dass man da keine Einkommens- oder Machteinbußen zu befürchten hätte.

    Und wer wäre so unsensibel, derart tapferen Antifaschisten noch die eigene NS-Kollaboration vorzuhalten, den KZ-Betrieb oder das fortlaufende Abgreifen der dabei & -mit erkauften Privilegien? Oder Verbrechen späterer Tage? … Eben.