Harald Lesch: Wie kann ein allmächtiger Gott das Böse zulassen?

In der Theologie gibt es ein jahrhundertealtes Dilemma: Warum gibt es Leiden auf der Welt? Wenn man davon ausgeht, dass es Gott gibt, und dass er gut und allmächtig ist: Warum lässt Gott so etwas zu? Harald Lesch lehrt Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie in München und spricht mit dem Theologen Thomas Schwartz, der an der Universität Augsburg Wirtschaftsethik unterrichtet.

  1. #1 von Diamond Mcnamara am 19. Juni 2019 - 15:46

    Und wie können ersma drei (3) allmächtige Götter das zulassen?Oh,mannnommann.

  2. #2 von Charlie am 19. Juni 2019 - 15:48

    Lesch wirkt hier einfach nur erbärmlich. Eigentlich sollte der Wissenschaftler dem Theologen die Welt erklären, nicht umgekehrt!!

  3. #3 von Skydaddy am 19. Juni 2019 - 16:43

    Was für peinliches Geschwafel!

    Sowohl Lesch als auch Schwartz sollten wissen, dass ihr Argument (oder was man davon ahnen kann) nicht funktioniert:

    Leschs und Schwartz‘ Geschwätz könnte Gott nämlich bestenfalls retten, wenn selbst ein guter und allmächtiger Gott keine bessere Welt hätte schaffen können.

    Christen glauben aber, dass es nach dem Ende der Welt bzw. nach dem Tod doch noch eine bessere Welt gibt.

    Folglich kann diese Welt nicht die bestmögliche sein und der Versuch, den allgütigen und allmächtigen Gott zu retten, funktioniert nicht.

    Oder aber: Wir leben tatsächlich in der besten aller Welten. Dann müssen sich die Gläubigen aber die Hoffnung auf eine bessere welt ein für allemal abschminken.

  4. #4 von Marco Krieger am 19. Juni 2019 - 16:57

    Warum lässt ein allmächtiges Wesen es zu, das zwei kahlköpfige, bebrillte Primaten ihre kostbare Zeit mit so einem Scheiß vertun?
    Ganz einfach, ich klappe mal eben mein Rasiermesser aus und schnipp schnapp, ist dieser und jeder andere Gott aus logischen Gründen obsolet.
    Die Entwicklung des Universums, des Lebens und der menschlichen Spezies funktioniert mit Kränen, nicht mit Hubschraubern.

  5. #5 von Elvenpath am 19. Juni 2019 - 16:58

    Außer wilden Spekulationen hat dieses Video nichts zu bieten.

  6. #6 von Scottythecat am 19. Juni 2019 - 17:04

    Toll. Bin begeistert. Anstatt einen 3x perfekten Gott (allmächtig, allwissend, allgütig) = Gott der Christen etc. zu verteidigen, verabschieden sie sich von diesem.
    Ihr Gespräch ist zwar heuchlerisch bis zu Exzess, aber in der Aussage eine klare Kapitulation angesichts der Wirklichkeit.

  7. #7 von Scottythecat am 19. Juni 2019 - 17:04

    PS. Mir ist schlecht.

  8. #8 von Noncredist am 19. Juni 2019 - 17:24

    Zuerst einmal die Prämissen festigen. Natürlich ist es vollkommen unmöglich, sie zu überprüfen. Sie müssen(!) einfach exakt so als „wahr“ angesehen werden, weil ein Priester, und kein Karottenbauer, es so sagt. Deshalb müssen auch die Prämissen der Buddhisten stimmen, weil es nunmal ein buddhistischer Mönch es sagt, und kein Reisbauer.

    Nachdem damit die bombig festen Leitplanken gelegt wurden, darf sich der „Experte“ der christlichen Gottheiten zu Wort melden und verkünden, dass ein Gott – der katholische, wer denn sonnst – „eine Welt mit Naturgesetze“ geschaffen und uns dort hinein gebracht hat. Dort kann es nunmal passieren, dass es mal nicht so gut läuft.

    Gut, damit ist ein Gott in der Erklärung der Welt und ihrer Phänomene vollkommen überflüssig geworden, aber sowas ist für Kenner der Theologie nicht wichtig. Wenn Gott irgendwie in diese Welt hinein gehört, so kann man sich ihn schon nach belieben hinein reden 🙂

    Letztenendes ist die Natur an sich nunmal nicht „perfekt“ geformt, ist weder von einer noch von vielen Schöpfergottheiten „perfekt“ für Menschen, Giraffen oder Fliegenpilze erschaffen/gebaut worden und man muss nunmal – auch als tiefgläubiger Superreligiot mit engem Bibelgürtel – akzeptieren, dass man in einer „imperfekten“ Welt lebt. Ob die Ursache davon die hebräische Erbsünde, das davondriften der Weltallschildkröten oder sonstige Over-The-Top „Erklärungsversuche“ aus der Übernatur sein müssen, steht zwar dank Ockams Messer längst fest, aber theologisch versierte Trockennasenaffen sind sich nunmal sicher, irgendwo kann und muss gar ein transzendentes Wesen mit zutiefst menschlichen Eigenschaften dafür verantwortlich sein – und nicht anders 😀

    Wie immer, wenn Lesch mit einem befreundeten Theologen vor die Kamera tritt, kommt am Ende stets warme Luft aus der Öffnung: Irgendwie ist die Welt so, und wir Christen sehen es nunmal so. Das Wort zum Leschtag 😀

  9. #9 von Unechter Pole am 19. Juni 2019 - 19:48

    @Marco
    Harald Lesch ist eben der beste Beweis, dass es keinen allmächtigen, klugen und guten Gott geben kann (außer Karel, natürlich).

  10. #10 von bun0815 am 19. Juni 2019 - 22:02

    @skydaddy
    Wieder etwas für den Ketzerpodcast um mehr Zuschauer zu generieren. 😉

  11. #11 von oheinfussel am 19. Juni 2019 - 22:12

    Fussel’sches Update: Hey Leute vom Krankenhausbett wink

    Schade um die vergeudeten Minuten und den verschwendeten Sauerstoff.

    Wirklich tragisch 😦

  12. #12 von Willie am 19. Juni 2019 - 22:14

    Ist das altersbedingt, dass der immer mehr verstrahlt? Ich pers. merke davon nichts.

    Harald Lesch lehrt Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie in München und spricht mit dem Theologen Thomas Schwartz, der an der Universität Augsburg Wirtschaftsethik unterrichtet

    Warum bemüht der sich um so einen Quatsch? Gerade die Theologen sagen doch immer wieder, dass deren eingebildeter Gott über der Natur stehe, also doch fern fern fern einer Naturphilosiphie

  13. #13 von oheinfussel am 19. Juni 2019 - 22:16

    Flauschiger Nachtrag:

    Diese Frage hab ich gestern einer Mitpatientin gestellt.

    Antwort: Schuld ist der freie Wille der Menschen.

    Und als ich dann wissen wollte, warum das ein allmächtiges, allwissendes Wesen das nicht vorher wusste, kam nur noch Geschwurbel

  14. #14 von Willie am 19. Juni 2019 - 22:16

    @fusselsche

    Zurückwink, auch an die Fussel unterm Bett 😉

  15. #15 von Noncredist am 19. Juni 2019 - 22:35

    @bun0815
    Hättest Du als „Prophezeiung“ formulieren müssen, dann hättest Du dir einen dicken Platz in der Geschichte der Religiösität verdient 😉

    @Fussel
    Grüßi, aus dem bald wild blitzendem NRWchen 😉
    Das ein Gott aufgrund des uns „geschenktem“ freien Willen nicht bei Katastrophen eingreifen möchte, um ja keinen klaren Hinweis auf seine Existenz zu hinterlassen und womöglich abermillionen von „Falschgläubigen“ mit seiner tollen Tat davoin zu überzeugen, dass sie alle nunmal … ähm … falsch lagen, leuchtet doch ein, oder? Je inexistenter die Belege sind, desto überzeugender sind die Behauptungen über dessen Existenz 😉
    Wie kann also ein absolut machtvoller, mit der absoluten Liebe ausgestatteter und uns stets wohlwollender und nie ungerechter Gott bei Gewalt, Mord, Todschlag, Judenvergasung, Fremdenhass, Klimakatastrophen, Plastikmüll und Kondomverbot regungslos daneben stehen und zu genau 100% exakt so reagieren, als ob es keine Gottheit mit solchen Attributen gibt? Ganz einfach. Man nimmt dem Ockham das Messer aus der Hand, trennt den überflüssigen Ballast an Behauptungen von der Tatsache und sagt dann einfach, dass man dazu einfach keine Ahnung hat. Doch dies verkauft sich insbesondere in Zeiten der mangelnden Kirchenbesuche nicht so gut 😉 So verbleibt man beim schwammigen „Gott gibt uns Christen ganz doll Kraft“, verteufelt andere Kraftquellen wie Sport oder unreligiöse Freizeitaktivitäten zu die sich der Mensch frei entscheiden darf und erfreut sich der Tatsache, dass neben Lesch kaum jemand ernsthaft Notiz von solchen theologischen Spaßvögeln nimmt 😉

  16. #16 von joerndyck am 19. Juni 2019 - 23:26

    Dass ein bisschen hin und her spekuliert wird, finde ich nicht schlimm. Der Geist ist frei.

    Aber ich verstehe nicht, warum diese Spekulationen plausibler sein sollen als die These, dass es gar keine Götter gibt. Dafür wurden keine plausiblen Argumente vorgetragen.

    Es ging auch gar nicht darum, die Wirklichkeit zu erkennen und möglichst genau zu beschreiben. Sondern es ging nur um den Rettungsversuch eines Märchens. Nach dem Motto: „Die Schlussfolgerung haben wir schon gezogen, jetzt brauchen wir noch eine passende Begründung.“

    Ich mag ja Harald Lesch, und es stört mich auch nicht, dass er anderer Meinung ist als ich. Aber es wundert mich doch, dass er in religiösen Dingen so unkritisch ist, obwohl er als Wissenschaftler ja weiß, wie man hier vorgehen müsste.

  17. #17 von joerndyck am 20. Juni 2019 - 01:30

    Zitat: „…jetzt werden wir sehr philosophisch, aber Philosophie ist ja auch eine Wissenschaft“.

    Nachdem ich den Clip ein zweites Mal gesehen habe, ändere ich meine Meinung.

    Es ist nichts weiter als ein peinliches Geschwafel. Keiner der Sätze in dem Video macht irgendeinen Sinn. Einfach nur erbärmlich.

  18. #18 von Torchy am 20. Juni 2019 - 01:51

    Sie hätten auch sagen können:
    Gott nennt uns immer die richtigen Lottozahlen. Aber es sind Menschen, die dann die falschen ziehen.

    So ein pseudointellektueller Kindergarten.

  19. #19 von deradmiral am 20. Juni 2019 - 13:30

    Das ist eine Serie von Adhoc-Annahmen.
    1. Annahme: es gibt einen Gott
    2. Annahme: dieser Gott hat die Menschen in eine Welt mit Naturgesetzen hineingesetzt
    3. Annahme: diese Naturgesetze kann er nicht ändern

    Dummerweise folgt aus der dritten Annahme, dass es keine Wunder gibt und aus allen Dreien folgt, dass Gott von einem nichtexistenten (oder mittlerweile verstorbenen) Gott nicht unterscheidbar ist. Da dieser Gott sich nicht den Naturgesetzen unterwirft (das ist eine implizite Annahme, die nicht offen ausgesprochen wird), kann er auch nicht mit dem Universum hier interagieren.

    Kurzum, das ist ein Plädoyer für einen ohnmächtigen Gott, der gar nichts kann und daher völlig unschuldig ist. Dummerweise hat dieser Gott nichts mit den Göttern zu tun für die bisweilen Menschen oder heutzutage Geld geopfert wird.

    Es drängt sich der Verdacht auf, dass dies Adhoc-Annahmen nur formuliert worden sind, um einen Gott, den die beiden nur verehren, weil es ihnen als erweiterte Weihnachtsmann-Geschichte als Kinder verkauft worden ist, noch weiter in ihren Fantasien am Leben zu halten.