Bischof Voderholzer: „Jesus hat bewusst nur Männer als Apostel berufen“

Im Mai zogen Tausende Katholikinnen in den Kirchenstreik für umfassende Reformen in ihrer Kirche. Der Regensburger Bischof Voderholzer will davon nichts wissen. Schließlich seien Priesterinnen in der Antike oft Prostituierte gewesen.

(…)

Voderholzer kritisierte eine angebliche „Gender-Ideologie“: „Die grundsätzliche Infragestellung der in der Schöpfung gegebenen Bezogenheit von Mann und Frau aufeinander“ habe „erhebliche“ anthropologische und theologische Folgen.

weiterlesen:

[https://www.onetz.de/deutschland-welt/bischof-jesus-hat-bewusst-nur-maenner-apostel-berufen-id2757101.html

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  1. #1 von Charlie am 18. Juni 2019 - 10:44

    Weil Frauen damals nichts wert waren, so wie heute in der rkk.

  2. #2 von joerndyck am 18. Juni 2019 - 10:59

    Vorderholzer ist scheinbar ein Hinterwäldler.

  3. #3 von Elvenpath am 18. Juni 2019 - 11:15

    Jesus mochte ganz offensichtlich junge Männer.

  4. #4 von Skydaddy am 18. Juni 2019 - 12:05

    Schließlich seien Priesterinnen in der Antike oft Prostituierte gewesen.

    Zum Glück prostituieren sich Bischöfe ja nicht. Z.B. Gerhard Ludwig Müller mit seinem Institut Papst Benedikt XVI.

  5. #5 von Diamond Mcnamara am 18. Juni 2019 - 12:16

    Wesen, die aus der Rippe des MENSCHEN geformt wurden, sollten sich nicht so aufspielen;völlig richtig, Herr Vorderlader.

  6. #6 von Skydaddy am 18. Juni 2019 - 12:34

    Dieses Argument erinnert mich immer an eine wunderbare Entgegnung, die vor Jahren (ich meine, Ende der 1990er) Eugen Drewermann in einer Fernsehdiskussion brachte (sinngemäß, damals war Johannes Paul II. noch Papst):

    „Es stimmt, dass Jesus keine Frau als Apostel berufen hat. [Dramatische Pause …]

    Aber auch keinen Polen!“

    Woraufhin ihm die anwesenden Kirchenvertreter sofort Rassismus vorwarfen …

  7. #7 von heiße Luft am 18. Juni 2019 - 14:23

    @joerndyck,
    eher eine Rand-fichte

  8. #8 von Noch ein Fragender am 18. Juni 2019 - 14:53

    Jesus hat das letzte Abendmahl nur mit Männern gefeiert.

    Ich verstehe nicht, was Frauen bei der Eucharistie zu suchen haben.

  9. #9 von Noncredist am 18. Juni 2019 - 15:58

    Jesus hat bewusst nur Männer als Apostel berufen, als Stammväter des neuen Israel, die ihn dann zu vergegenwärtigen hatten auch im christlichen Kult

    Mit welcher Bibelstelle rechtfertigt er seine Behauptung über „bewusste Stammväter des neuen Israel“ usw.?

    In Markus 16 steht dazu:

    Zuletzt, da die Elf zu Tische saßen, offenbarte er sich und schalt ihren Unglauben und ihres Herzens Härtigkeit, daß sie nicht geglaubt hatten denen, die ihn gesehen hatten auferstanden.

    Hier lacht man schlicht über die „Doofheit“ aller Menschen, die den auferstandenen Jesus schlicht nicht gesehen haben und deshalb nicht daran glauben. Mein Vorschlag wäre, dass Jesus die Tür aufmacht, in eines der zahlreichen Treffpunkte jüdischer Gelehrter geht und sich dort denen offenbahrt, welche schlicht „ungläubig“ sind. Wenn Jesus sämtliche Tests der altjüdischen James Randi Foundation besteht, und sogar die GWUP der Römer perfekt hinter’s Licht führen kann, dann wären wir einen guten Schritt weiter. So hingegen … äääähm…. bleibe ich weiterhin skeptisch 😉

    Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur. Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.

    Er sprach zu ihnen. Also zu den 11 sitzenden Menschen. Und NUR zu diesen 11 mit ihm sitzenden Menschen, keinen(!) einzigen(!!) weiteren(!!!) Menschen mehr. Von Weitergabe der folgenden Fähigkeiten wurde kein Wort dazu überliefert. Womöglich weil Jesus – zumindest laut Markus – auch kein Wort dazu gesagt hat. In der Zwischenzeit vermute ich, dass der Großteil der damals anwesenden Jesus-Zuhörern (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) an Altersschwäche verstorben sein könnten 🙂

    Die Zeichen aber, die da folgen werden denen, die da glauben, sind die: in meinem Namen werden sie Teufel austreiben, mit neuen Zungen reden, Schlangen vertreiben; und so sie etwas Tödliches trinken, wird’s ihnen nicht schaden; auf die Kranken werden sie die Hände legen, so wird es besser mit ihnen werden.

    Die weitere Existenz profaner Krankenhäuser wie auch die sehr leicht nachweisbare mangelhafte Immunität gegen Schlangengift deuten darauf, dass die Menschen, welche sich für die „Apostel“ halten, nicht dem Jesus-Standard ™ gerecht werden. Sie sind wahrscheinlich billige Raubkopien aus Südostasien, oder gar gemeingefährliche, nur auf Profit gierige, Betrüger.

    Und der HERR, nachdem er mit ihnen geredet hatte, ward er aufgehoben gen Himmel und sitzt zur rechten Hand Gottes.

    Es wäre interessant zu erfahren, welcher Reporter den Himmelsgang des Jesus dokumentiert hat. Die 11 Saufkumpanen sind bekanntlich NICHT mit hinauf geflogen und haben den endgültigen Sitzplatz des Jesus beobachten können. Wer also folge Jesus in den Himmel und berichtete danach auf der Erde „glaubhaft“ vom neuen Job, den Jesus nun bis zum Terminator 2 Judgement Day besitzt? Ich bin nicht davon überzeugt, dass religiöse Portale wie idea oder kath.net glaubhafte Reportage über solche wichtige berufliche Positionen liefern können 🙂

    Und das ist nur das, was Markus in der Bibel berichtete. Das einzige „glaubhafte“ schriftliche Dokument über die Existenz eines Jesus und seiner Taten. Von notwendiger Männerherrschaft keine Spur. Es ist der typische patriarchalische Zeitgeist, der da weht. Und Schlangengiftexperte Vorderholzer pocht nunmal darauf, den guten alten status quo beizubehalten. OK. Abgehakt. Dann wird Herr Vorderholzer zukünftig nur von gleichgesinnten „Stammväter des neuen Israel“ behandelt werden, wenn er nach einer medizinischen Behandlung bittet. Schließlich vertraut er doch darauf, dass die Prediger nicht nur Immun gegen Schlangengift sind, sondern auch Teufeln austreiben können, was im Vatikan bekanntlich laut Papst nicht so gut funktioniert hat (siehe: Missbrauch) und auch gefährliche Krankheiten Heilen können. Durch alleiniges Handauflegen. Bekanntlich vertrauen jedoch Geistliche wie der Papst bei der Entfernung von Tumoren oder Pistolenkugeln viel lieber der Chirurgie, als dem Heiligen Geist 😉

    In der Antike sei das weibliche Priestertum durchaus bekannt gewesen.

    … und Männer haben Krieg geführt. Daraus MUSS nunmal folgen, dass …
    (a) Frauen grundsätzlich antike Nutten sind,
    (b) Männer grundsätzlich gemeingefährliche Massenmörder sind,
    (c) eine frische Tomatensoße zu beliebigen Nudelgerichten passt.

    (Zutreffendes bitte ankreuzen) 😉

    Die menschliche Identität wird einer individualistischen Wahlfreiheit ausgeliefert, die sich im Laufe der Zeit auch ändern kann.

    Laut der Kirche existiert keine „subjektive“ Identität eines Menschen. Der Mensch ist vollkommen objektiv und besitzt demnach nur(!) eine vom Subjekt „Gott“ vorgegebene Identität. Die Kirche diktiert dem Menschen eine Identität auf, so wie die Nazis den Bürgern ein Gemeinschaftsgefühl – das „richtige“ (= das aus dem eigenem Nazi-Verständnis) – aufgedrückt haben. Dem entgegen entwickelte man nach dem Krieg eine Pluralität. Und exakt dagegen, gegen die Vielfalt der Möglichkeiten sich zu Identifizieren (etwa als Rechtshänder, als Hippie, als transsexuelle Person, …), steht die Kirche laut Vorderholzer und seinen erzkonservativen Mitstreitern.

    Es ist ein herrlicher Spaß zuzusehen, wie die „klare Kirche“ sich überhaupt nicht einigen kann. Ist die Kirche eine Gemeinschaft von unterschiedlichen Menschen? Orientieren sie sich an Jesus? Oder doch am Verständnis der professionellen Geschichten-Vorlesern? Haben Ultrakonservative recht? Oder doch liberalere Geistliche, die den Kindern in der Schule brav über den Kopf streicheln, anstatt auf andere Körperteile zu schielen? Dieser wilde Hühnerhaufen zeigt mal wieder wie schön sie von alles und nichts eine Ahnung zu haben scheinen. 😀 😀 😀

  10. #10 von Skydaddy am 18. Juni 2019 - 16:04

    @Noncredist:

    Nur for the record: Der Schluss des Markusevangeliums, aus dem Du zitierst (Verse 9-20) wurde später angehängt, um das Evangelium mit den anderen Evangelien zu harmonisieren. Er fehlt in den ältesten überlieferten Texten. Dort endet das Markusevangelium mit Vers 8: „Und sie [die drei Frauen] gingen hinaus und flohen von dem Grab; denn Zittern und Entsetzen hatte sie ergriffen. Und sie sagten niemand etwas; denn sie fürchteten sich.

  11. #11 von Willie am 19. Juni 2019 - 03:52

    Mit oder ohne Kondombenutzung? Ok, damals war es wohl eher ein Ziegendarm.

  12. #12 von Marco Krieger am 19. Juni 2019 - 08:16

    Wenn Jesus ausschliesslich Männer zu Aposteln und somit zu Priestern seiner Sekte erwählt hat, was haben dann Leute wie dieser Voderholzer im Priesteramt verloren?

  13. #13 von Rene Goeckel am 19. Juni 2019 - 10:51

    Ich habe kein Problem mit Nutten, wohl aber mit Kinderschändern.

  14. #14 von klauswerner am 21. Juni 2019 - 12:51

    „… ward er aufgehoben gen Himmel und sitzt zur rechten Hand Gottes“
    – neben sich selber?!? Oder war er da noch einfältig und nicht dreifältig?!?

    Und was ist mit der Apostelin Junia (https://de.wikipedia.org/wiki/Junia_(Apostel))?

    Ach so, bei den Katholiken (und teilweise bei den Protestanten) gab es da ja im 13. Jhd. eine nachträgliche Geschlechtsumwandlung zu Junias.