„Forum Deutscher Katholiken“: Meinungsfreiheit ist bedroht

Der Kongress „Freude am Glauben“ versammelt konservative Katholiken. Bei der Veranstaltung in Ingolstadt wurde heute ein Beschluss gefasst, der eine fehlende Meinungsfreiheit beklagt: Zu oft werde in der Gesellschaft die „Keule der ‚political correctness'“ geschwungen.

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[https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/forum-deutscher-katholiken-meinungsfreiheit-ist-bedroht

  1. #1 von Marco Krieger am 17. Juni 2019 - 14:09

    Wenn Christen nicht die einzigen sein dürfen, die etwas schwingen oder schwenken, ist die Meinungsfreiheit in Gefahr… und die Erde ist eine flache Scheibe.
    Meinungsfreiheit hat vor allem mit Meinungsvielfalt zutun.

  2. #2 von heiße Luft am 17. Juni 2019 - 14:21

    Ja es sind Schon harte Zeiten für die Katholiban erst darf man Schwule und Heiden nicht mehr steinigen, dann nicht mehr verbrennen, dann nicht mehr ins Gefängnis stecken und es darf man sie angeblich nicht mal mehr diffamieren und ausgrenzen.

  3. #3 von Noncredist am 17. Juni 2019 - 15:03

    Jeder, der davon abweicht, was die Regierung vorgibt, wird diffamiert und sanktioniert. (..) Die Regierung habe „wissentlich und willentlich die eigene nationale Souveränität aufgegeben und den Begriff ‚Rechtssicherheit‘ durch ‚Willkommenskultur‘ ersetzt“.

    Einfach eine andere Regierung wählen. Damit z.Bsp. durchgeknallte Evangelikale in Amerika ihre Abortion-Zwangsverbote durchsetzen können, wählten sie mit Handkuss den Trump. Einfach hier das selbe machen und einen durchgeknallten Religioten auf der hohen Admiralsskala wählen. Dann werden auch die hochgefährdeten Meinungen der ganzen „Homohasser“, „Negerniederknüppler“ und „Judenvergasern“ endlich wieder hoffähig. Die Welt ist einfach VIEL ZU GUT UND NETT. Europa steuert einem Bruch entgegen, Wände und Zäune werden hochgezogen und Menschen auf der Welt flüchten u.a. in das meinungsunterdrückende Europa. Die Rentenkassen sind ein einziges Fragezeichen, Wohnungsnöte im reichstem Land des Kontinents lässt Menschen auf die Straße gehen und vom Klimawandel dank der Umweltprobleme will man noch gar nicht mal beginnen. Da ist es dringendst nötig über das schlimmste zu sprechen, was man als Katholik so erdulden muss: man darf nun nicht mehr alle beleidigen und dIffamieren, wie es noch vor kurzem der Fall war. Wie schade 😀

    Den Auftakt-Gottesdienst feierte der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer; auch der frühere Augsburger Bischof Walter Mixa nahm teil.

    Da muss man sich nicht wundern 🙂

    Einen Neuanfang im Glauben kann es (..) nur geben, wenn „die Fehlentwicklungen, die Gott aus dem Mittelpunkt des Denkens und Handelns gerückt und die Menschen an seine Stelle gesetzt haben“, korrigiert würden. Stattdessen gebe es einen „synodalen Weg“, bei dem Fragen wie Zölibat, Frauenpriestertum, Sexualmoral und Homosexualität thematisiert würden. (..) Ein Bückling vor dem Zeitgeist wird uns nicht weiterbringen

    Wer damit nicht zufrieden ist, der gründet schlicht eine eigene „katholische Kirche“ oder tritt einer der zahlreichen Nicht-RKK-Kirchen bei. Das die RKK jedoch irgendwelchen „Maria 2.0“ Protestlerinnen oder Forumskatholiken in Bayern nun „den Bückling macht“, halte ich für nahezu ausgeschlossen. Auch in Zukunft wird der konservative Flügel ihren Homohass predigen, den Correctness verteufeln und weiterhin den Weltuntergang im Auge haben. Und die medienaffine Romkirche wird weiterhin gerne als Erfinderin der Toleranz, des Friedens und der Harmonie – vor allem in Deutschland – vermarktet werden. Es wird sich also rein gar nichts ändern, ausser dass die Veranstalter des Forums nun womöglich mehr Satanskot in den Taschen haben – dank der zahlungsfreudigen „besorgten Brüdern“ 😉

  4. #4 von uwe hauptschueler am 17. Juni 2019 - 20:11

    §166 abschaffen würde die Meinungsfreiheit enorm verbessern.

  5. #5 von oheinfussel am 17. Juni 2019 - 20:14

    Das finde ich ja auch immer sehr interessant.

    Es wird immer über den bösen bösen Zeitgeist gemosert, aber wenn es darum geht die super moderne Technik zu nutzen, die das Leben bequemer macht oder auch mal eben retten kann, da haben diese Leute kein Problem mit.

    Internet, Solartechnik und Herzschrittmacher ist guter Zeitgeist – Akzeptanz, Säkularisierung ist böse

  6. #6 von Willie am 17. Juni 2019 - 20:19

    „Freude am Glauben“

    Toller Titel, da er ja auch aufzeigt, dass es denen nicht um einen Gott geht, sondern nur um ihre eigene Befriedgung.

    „Jeder, der davon abweicht, was die Regierung vorgibt, wird diffamiert und sanktioniert.“ Der „zwangsfinanzierte Staatsfunk“ und zahlreiche Pressevertreter kommentierten so, „als ob sie zum bezahlten Hofstaat der Regierung gehörten“.

    Wow, der „Staatsfunk“, der laufend deren Blödsinn verteilt ist auf einmal „böse“.

    Sind das „Die versteckten Christen in der AfD“?

  7. #7 von Elvenpath am 17. Juni 2019 - 21:23

    eine fehlende Meinungsfreiheit beklagt: Zu oft werde in der Gesellschaft die „Keule der ‚political correctness’“ geschwungen.

    Im Klartext: „Wir sind absolut nicht damit einverstanden, dass wir andere Menschen nicht mehr diskriminieren und diffamieren dürfen.“
    Denn genau darum geht es, wenn diese Christen-Taliban jammern: Sie wollen Minderheiten beschimpfen können, Hass verbreiten dürfen.
    Sie selber möchten dagegen selbstverständlich gegen jegliche Kritik durch ein Blasphemiegesetz geschützt sein.

    Aber, lieber Katholiban. damit kommt ihr heute nicht mehr durch!

  8. #8 von m0ebius am 17. Juni 2019 - 21:58

    Die Katholiken beschweren sich hier darüber, dass sie auf Basis stringenter Argumente für ihr Verhalten kritisiert werden. Gleichzeitig fällt mir kaum eine gesellschaftliche Gruppe ein, die Andere für deren Verhalten mehr kritisiert (und soweit sie es können: gängelt) als der organisierte Katholizismus – und zwar aufgrund von völlig irrationalen Wertvorstellungen.

    Die sollten sich also erstmal gehörig selbst an die Nase fassen.

  9. #9 von IamGuido am 18. Juni 2019 - 10:32

    Katholische Hetze ist bedroht – und das ist auch gut so.
    Über Jahrhunderte haben Katholiken die „Keule katholischer/christlicher/göttlicher correctness“ geschwungen und hatten die Obermeinungshoheit. Damit isses nu endlich vorbei. Und wie gesagt: das ist auch gut so.

  10. #10 von IamGuido am 18. Juni 2019 - 10:35

    Richtig: katholische Meinungs-Hetze ist bedroht – und das ist auch gut so.

    Über Jahrhunderte haben Katholiken die „Keule katholischer/christlicher/göttlicher correctness“ geschwungen und hatten die Obermeinungshoheit. Damit isses nu endlich vorbei. Um mit Wowereit zu sprechen: Und das ist auch gut so.

  11. #11 von Skydaddy am 18. Juni 2019 - 11:58

    Wenn es EINE Organisation gibt, die abweichende Meinungen verbietet und bestraft …

    … dann ist es die Katholische Kirche.