Studie: Religiöse Jugendliche sind sozialer

„Je religiöser Jugendliche sind, desto mehr Mitgefühl und soziales Verhalten zeigen sie“, sagte Mirjam Hoffmann, Professorin für Inklusive Pädagogik an der Kirchlich Pädagogischen Hochschule im tirolischen Stams bei Innsbruck.

(…)

Die Pädagogin fand auch heraus, dass es für die psychische Gesundheit wichtig ist, einen Sinn im Leben zu sehen und diesem Bedeutung beizumessen. Allerdings wirke es sich negativ auf die psychische Gesundheit von Jugendlichen aus, wenn diese das Bild eines strafenden Gottes vermittelt bekommen. Auffällig sei zudem, dass religiöse Jugendliche in Deutschland zwar weniger Verhaltensauffälligkeiten zeigten als ihre nichtreligiösen Altersgenossen, aber durchschnittlich mehr emotionale Probleme hätten.

weiterlesen:

[https://www.evangelisch.de/inhalte/156655/13-06-2019/studie-religioese-jugendliche-sind-sozialer

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  1. #1 von Torchy am 13. Juni 2019 - 14:29

    Die Studie konnte nicht herausfinden, ob die befragten religiösen Jugendlichen in Deutschland deshalb mehr psychisch belastet sind, weil sie in die Kirche gehen – oder es genau andersherum ist: Dass mehr Jugendliche, die psychisch belastet sind, in der Kirche und im Glauben Hilfe suchen und deshalb religiös sind.

    Warum tut dann der ganze übrige Artikel so, als sei Religiosität die Ursache?

  2. #2 von dezer.de am 13. Juni 2019 - 14:42

    „Homoöpathie wirkt“ sagt Prof. Hoch Verdünnt der DHU. Umfangreiche Test an 10 Patienten hätten belegt das der Schnupfen nach Gabe von Arnika d10 nach ca. 7 Tagen verschwunden war.

  3. #3 von Skydaddy am 13. Juni 2019 - 15:22

    Beschreibung der Studie:

    Basis der vorliegenden Arbeit sind Daten von Jugendlichen aus Brasilien, Deutschland und der Schweiz, aus denen deutlich wird, dass der Zusammenhang von Religiosität und psychischer Gesundheit sehr unterschiedlich ausfallen kann. Während Jugendliche in Brasilien umso weniger von psychischen Auffälligkeiten berichten, je religiöser sie sind, korreliert Religiosität in der Schweiz mit höheren psychischen Belastungen. In Deutschland dagegen gibt es keinen eindeutigen Zusammenhang, hier scheinen eher andere Faktoren bestimmend zu sein. Die Auswertungskategorie „Prosoziales Verhalten“ korreliert in allen drei Ländern positiv mit der Religiosität der Jugendlichen. Darüber hinaus lassen sich ein negatives Gottesbild, Schulprobleme, parareligiöse Glaubensinhalte und ein schwach ausgeprägter Kohärenzsinn als Risikofaktoren für die psychische Gesundheit von Jugendlichen identifizieren.

  4. #4 von oheinfussel am 13. Juni 2019 - 15:42

    Oh bestimmt, gerade LGBTIQ’s gegenüber sind religiöse Jugendliche bestimmt total sozial …

  5. #5 von Rene am 13. Juni 2019 - 16:48

    Habe ich nicht letztes Jahr von einer Studie gelesen, die genau das Gegenteil besagt?
    Ausserdem riechen Studien etwas merkwürdig, wenn sie den eigenen Standpunkt bestätigen.

  6. #6 von Noncredist am 13. Juni 2019 - 16:56

    @oheinfussel
    In besonders religiösen Gesellschaften, etwa Saudi-Arabien oder der Jemen, zeigen religiöse Menschen sogar eine ausgesprochen aussergewöhnliches soziales Verhalten. Betroffene haben in manchen Fällen keine psychische Probleme zu mehr zu beklagen, denn ihr Herzschlag setzt aufgrund intensiver religiöser Sozialisation vollständig aus.
    Das so etwas im aufgeklärten humanistisch geprägtem Europa der neueren Nachkriegszeit überraschenderweise nicht (mehr) die Norm ist, hat schon so manche Köpfe zum Rauchen gebracht 🙂

    Ich finde es amüsant, dass immer mehr Menschen sich ziemlich klar vom tradizionellem Bild einer Religion verabschieden, in einem modernen Europa das Miteinander suchen und man dennoch bemüht ist, selbst in dem kleinsten Aberglauben an zerbrochene Spiegel eine Religiösität zugunsten einer sozialen Gesellschaft suchen zu müssen 🙂 Die hingegen, welche am konservativsten agieren, das traditionelle Bild vollständig aufrecht erhalten, und z.Bsp. „Fußball“, „Greta“ oder „Apple“ zu Gottheiten stilisieren müssen, um ihren Standpunkt zu erschaffen, als „Fundamentalisten“ betrachtet und gar von Wischiwaschi-Christen bewusst gemieden werden – was in den neueren Medienberichten z.Bsp. in Satiresendungen oder Politmagazinen oftmals thematisiert wird 🙂

  7. #7 von Willie am 13. Juni 2019 - 23:34

    @Nonchredist

    Etwas ähnliches kam mit auch in den Sinn. Wieviele muslimische Jugendliche sind da a) nicht nur befragt, sondern auch kontrolliert worden und b) wie wurde „sozialer“ im Bezug zur Gesamtgesellschaft berwertet?