Arzt „erklärt“ Homöopathie

Screenshot:welt.de

https://www.psiram.com/de/index.php/Skalarwellen

PS: Der Arzt heißt Dietger Heitele

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  1. #1 von Deus Ex Machina am 10. Juni 2019 - 08:34

    „Von hinten angeschaut werden“

    –> Ist mehrfach widerlegt worden. Und von Quantenwolken war in dem Zusammenhang auch nie die Rede. Der Typ ist ein Quacksalber, der Quantenquatsch nur die neueste Entschuldigung für jedes x-beliebige Voodoo-Mittel.

  2. #2 von deradmiral am 10. Juni 2019 - 10:11

    Ich wette, der Arzt hat keine Ahnung von Quantenmechanik und kann mir nicht die Eigenschaften einer Hamiltonschen Matrix im Hilbertschen Raum erklären.

  3. #3 von Diamond Mcnamara am 10. Juni 2019 - 10:27

    Er hat aber Schrödingers Katze behandelt, erfolgreich.Sie lebt!

  4. #4 von Charlie am 10. Juni 2019 - 11:29

    Homöopathie funktioniert, weil die Moleküle wissen, dass sie von hinten angeschaut werden.

  5. #5 von Rene Goeckel am 10. Juni 2019 - 11:44

    Es ist Bürgerpflicht, andere Menschen durch eine entsprechenden Rezession auf Google vor dieser Knalltüte zu warnen.

  6. #6 von Andreas P am 10. Juni 2019 - 12:20

    @Deradmiral: Typisch Physikprofessor… 😀

    Ich wette, der Typ gehört zu den 70% Deutschen, die nicht sagen können, ob ein Elektron größer als ein Atom ist oder umgekehrt, wie lange (etwa) ein Elektron vom Kraftwerk zum Strom-Verbraucher braucht, oder warum UV-Strahlung Hautkrebs verursachen kann, sichtbares Licht aber nicht…

    Selbst wenn er sagen könnte, dass eine Hamilton-Matrix eine ver-rückte Einheitsmatrix mit bereits quotengerechter Vorzeichenverteilung ist, würde das nicht übertünchen, dass er – leider nicht untypisch – im Physikum über Auswendiglernen nie hinaus zum Verstehen kam und mithin nur „gescheit“ daherplappert. (Die Strategie, mit der man auch am einfachsten zu einem medizintauglichen Abi-Schnitt kommt.)

    Ein Grund, warum Physiker eine so dramatisch höhere Lebenserwartung haben als der Bevölkerungsschnitt ist, dass sie es in der Regel merken, wenn der vor ihnen sitzende Arzt Dünnpfiff plappert und auf Nachfragen nur rumgöttert. Physiker sind in der Regel durch autoritatives Gehabe nicht sonderlich zu beeindrucken und scheuen sich nicht, so lange „dumme“ Fragen zu stellen, bis sie was verstehen – undiplomatischer beim Antworten als Mama Natur im Labor kann kein Mensch sein. Die Erkenntnis, wie viele Knalltüten einen Medizinabschluss schaffen, ist eine der wirksamsten Motivationen, besser gleich gesund zu bleiben und sich seine Ärzte sehr gut auszusuchen.

  7. #7 von holey spirit am 10. Juni 2019 - 14:33

    Es gibt exakt drei Kategorien von Patienten, bei denen jeder vernünftige Arzt augenrollend die Hände vors Gesicht schlägt, wenn welche von der Sorte im Wartezimmer hocken (Schweregrad in aufsteigender Reihenfolge):
    i) öko-angehauchte, impfkritische Muttis, die ihre Blagen mit Globuli füttern, ii) Grundschullehrerinnen, iii) Physiker.
    Früher, als ich vorübergehend klinisch tätig war (als Arzt im Praktikum; lang ist’s her), habe ich in solchen Fällen immer erstmal rektal-digital untersucht, dann einen hohen Einlauf verabreicht, dabei wortreich das Prinzip der kommunizierenden Röhren erklärt.

  8. #8 von Andreas P am 10. Juni 2019 - 19:26

    … womit gezeigt wäre, dass einige Ärzte keinen Deut besser sind als katholische Pfarrer – wobei letztere sich in der Regel nicht für Gott halten. 😛

  9. #9 von Unechter Pole am 10. Juni 2019 - 19:33

    Sollte es nicht heißen: „Arzt“ „erklärt“ Homöopathie?

  10. #10 von Unechter Pole am 10. Juni 2019 - 19:36

    … sowie:
    Dietger Heitele, Humbug

  11. #11 von Andreas P am 10. Juni 2019 - 20:01

    @Pole: Leider ist das kein Widerspruch oder nur ein extremer Außenseiter. Die Standesorganisation – Ärztekammern – haben in Deutschland für Akupunktur, Chirotherapie, Homöopathie und „Naturheilverfahren“ Weiterbildungsverordnungen erlassen, Ärzte dürfen dann entsprechende Zusatzbezeichnungen tragen. Die Viadrina (Uni in Frankfurt/Oder) bietet sogar einen ganzen Masterstudiengang zur „Komplementärmedizin“ an.

    Die Übergang von wissenschaftlich basierter Medizin zu absoluter Quacksalberei ist in Deutschland recht fließend, auch institutionell. Klar ist der Gegenstand (= Mensch) hochkomplex und das Studium entsprechend vollgestopft. Problematischer ist, dass dabei anscheinend häufiger nicht wissenschaftliches Arbeiten vs. Pseudowissenschaft ernsthaft thematisiert wird. Klar, die meisten Ärzte sind nachher Anwender und keine Forscher, aber Studien kritisch lesen können sollte man schon. (Die ethisch-moralische Einordnung jener ca. 50% deutscher Ärzte, die persönlich kein prinzipielles Problem damit haben, Patienten Placebos zu geben, mal außen vor.)

    Ein typisches Problem sind auch mangelnde Statistikprobleme, die sich durch etliche Forschungsarbeiten durchziehen (nach einer Studie von Dubben/Beck-Bornholdt weisen ca. 80% der medizinisch-wissenschaftlichen Veröffentlichungen gravierende statistische Mängel auf). Eine häufige Meinung ist, dass, wenn ein Test zu „99%“ zuverlässig ist, dann von 100 positiv getesteten Patienten auch 99 tatsächlich infiziert/krank/… sind.

  12. #12 von Andreas P am 10. Juni 2019 - 20:02

    … mangelnde StatistikKenntnisse.

  13. #13 von m0ebius am 11. Juni 2019 - 00:34

    Sehr ärgerlich, wenn eine richtige Wissenschaft (hier die QM) nur als rhetorische Nebelkerze missbraucht wird, um eine Pseudowissenschaft (hier Homöopathie) gegen berechtigte Kritik zu immunisieren.

    Eigentlich müsste man da eine Erwiderung schreiben, aber realistisch betrachtet bringt man damit einem über eine Woche alten Leserbrief nur zu viel Aufmerksamkeit entgegen.

    Ich finde es allerdings sehr schwach, dass die Redaktion es für gerechtfertigt gehalten hat, diesen Schwachsinn zu veröffentlichen, ohne ihn wenigstens in den richtigen Kontext zu setzen. Aber was erwarte ich von Springer…

  14. #14 von joerndyck am 11. Juni 2019 - 05:36

    Ich schreibe gerade ein homöopathisches Kochbuch.

  15. #15 von Andreas P am 11. Juni 2019 - 09:30

    @Joerndyck: Mich schüttelt es schon bei dem Gedanken. 😀

  16. #16 von t.nor am 11. Juni 2019 - 10:10

    Wo er soviel „Wissen“ über Skalarwellen hat, war er vieleicht mal bei einem „Seminar“ von Dr Axel Stoll.

  17. #17 von ichglaubsnicht am 11. Juni 2019 - 17:08

    @joerndyck
    Sind die Rezepte homöopathisch oder das Kochbuch an sich(nur leere, weiße Seiten)?

  18. #18 von Michael am 12. Juni 2019 - 00:22

    Klug klingen ist ganz einfach. Ein paar wissenschaftlich klingende Buzzwords wie „Quantenwolken“ und „Skalarwellen“ raushauen, die Otto Normalmensch eh nicht versteht, und das war’s. Aber bitte: Ich lasse mich ja gern überzeugen. Es bräuchte nur einen evidenzbasierten Beweis.

  19. #19 von bun0815 am 12. Juni 2019 - 20:47

    @t.nor
    Ne, ich denke er war bei einer Vorlesung von Prof. Meyl. [https://de.wikipedia.org/wiki/Konstantin_Meyl

  20. #20 von Elvenpath am 17. Juni 2019 - 15:19

    Bin gerne bereit, ihm ein paar Aufgaben aus der Quantenmechanik, 1. Semester, vorzulegen. Mal sehen, ob er davon eine lösen kann.
    Mit Sicherheit wird er nicht mal verstehen, worum es geht.

  21. #21 von Heitele am 19. Juni 2019 - 07:23

    Interessant, daß mit einem alternativen Leserbrief in Deutschland ein solcher shitstorm los getreten wird, in dem ich als Quacksalber und Spinner bezeichnet werde. Den Beschimpfern sei zumindest gesagt, daß ich erfolgreich mit Abschluß Physik studiert habe, unter anderem auch an der Uni Heidelberg 1966 beim Nobelpreisträger Prof. Dr. Jensen, wo ich in einem quantenmechanischen Seminar auch einen Vortrag gehalten habe über die Formfaktoren des Protons.

  22. #22 von Charlie am 19. Juni 2019 - 11:11

    @Heitele

    Hätten Sie damals Prof. Dr. Jensen diesen „alternativen“ Leserbrief vorgelesen, hätten Sie den Abschluss nicht geschafft. Nur gut, dass Jensen nicht miterleben muss, wie weit Sie sich von der Physik entfernt haben.