Katholischer Psychiater: Religion tut der Psyche gut

Der Psychiater und Bestsellerautor Raphael Bonelli macht die narzisstische Nabelschau der 68er für die Missbrauchswelle mitverantwortlich.

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Es gab bereits 2007 viele Studien, die das eindeutig gezeigt haben, aber im Alltag und in den Köpfen der Psychotherapeuten und Psychiater war das nicht angekommen. Religion wurde in erster Linie als Blockade gedeutet, nicht als Ressource und Möglichkeit, die den Menschen freier macht und ihm ermöglicht, sein Leben selbstbestimmt und glücklich zu leben.

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Es gab bereits 2007 viele Studien, die das eindeutig gezeigt haben, aber im Alltag und in den Köpfen der Psychotherapeuten und Psychiater war das nicht angekommen. Religion wurde in erster Linie als Blockade gedeutet, nicht als Ressource und Möglichkeit, die den Menschen freier macht und ihm ermöglicht, sein Leben selbstbestimmt und glücklich zu leben.

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Dadurch ist die Kirche schwer beschädigt und hat massiv an Glaubwürdigkeit verloren. Dass sich aber die Grünen und Alt-Achtundsechziger über die Kirche ereifern, finde ich fragwürdig, weil es doch gerade diese ideologischen Kreise waren, die einst die Pädophilie enttabuisieren wollten – ganz im Gegensatz zur Lehre der Kirche.

weiterlesen:

[https://www.die-tagespost.de/feuilleton/Religion-tut-der-Psyche-gut;art310,198744

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  1. #1 von Deus Ex Machina am 9. Juni 2019 - 11:29

    „macht die narzisstische Nabelschau der 68er für die Missbrauchswelle mitverantwortlich.“

    –> Wer läuft denn durch die Gegend und behauptet, das Ebenbild des Schöpfers aller Dinge zu sein? Narzismus – pah! Wenn ich diese religiösen Großmäuler nur höre… Die sollten sich doch bitte mal selbst an die Nase fassen!

    „die den Menschen freier macht und ihm ermöglicht, sein Leben selbstbestimmt und glücklich zu leben.“

    –> Wie soll das unter dem wachsemen (und eingebildeten) Auge des (herbeifantasierten) Hyper-Big Brothers gehen? Die Gedankenpolizei hört – laut denen – doch immer mit? Wieder einmal scheint mir, dass Gläubige nur dann glücklich sind, wenn sie vor jemandem knien und buckeln müssen, was für geistige Sklaven! Kein Wunder, dass es die Demokratie so schwer hatte.

    „unseren Youtube-Kanal, auf den wir schon bisher die Vorträge kostenlos stellten“

    –> Wer wollte für den Rotz auch noch zahlen?

    „wie Freud sagte, ist längst widerlegt. “

    –> So what? Hab schon vor 12 Jahren mit Psychologie-Studenten gesprochen. Die sagten mir, dass Freud vielleicht noch das „Maskottchen“ sein mag, aber ansonsten kaum noch eine Rolle spielt.

    „Religion hilft bei vielen psychischen Krankheiten oder verhindert sogar ihr Ausbrechen. “

    –> Wieviele lösen sie denn aus?
    Ein Virus, das eine Zelle schon infiltriert hat, verhindert auch das Eindringen weiterer Viren.

    „: Religiöse Menschen töten sich viel seltener als Atheisten. “

    –> Dafür töten sie dann andere, „weil Gott, Allah etc es ihnen befohlen hat“. Und warum töten sie sich selbst nicht? Doch nur weil sie Angst vor der Hölle haben. Keine tolle ALternative: Leiden im Leben, ewiges Leiden im Tode.

  2. #2 von Paul am 9. Juni 2019 - 11:56

    Frei fühle ich mich erst, seit ich den religiösen Bullshit dahin geworfen habe, wo er hin gehört, zum Dreck.

  3. #3 von holey spirit am 9. Juni 2019 - 12:38

    Das ist schon ziemlich geistesgestört, was der Psychiater da von sich gibt.

  4. #4 von uwe hauptschueler am 9. Juni 2019 - 12:51

    Kinder ficken, ohne beichten zu können, das wär schon übel.

  5. #5 von Charlie am 9. Juni 2019 - 12:54

    Raphael Bonelli hat 2007 noch zugegeben, dass er Mitglied bei der radikal katholischen Sekte Opus Dei ist. 2013 wusste er in einem Interview plötzlich nichts mehr davon.

    Die Leser sollen nicht wissen, dass er erzkonservativen Dreck verbreitet, weil er ist ja ein Psychiater. Und Homosexualität ist heilbar, frag Bonelli.

  6. #6 von Rene Goeckel am 9. Juni 2019 - 13:00

    „A pedophile Catholic priest made young boys dress up as the Baby Jesus in swaddling clothes then sexually abused them.“ Kränker geht es nicht mehr.
    Aber Religion ist gut für dich!
    Die 68er genannten Jahre waren ein Aufstand, eine Revolution gegen Altnazis, Kleriker und andere graue Männer. Die Jugend hatte damals erkannt, dass sie sich diesem Geschmeiß nicht mehr unterordnen musste.
    Was du da machst, lieber Raphael Bonelli, nennt sich Pious fraud. Oder lying for Jesus.
    Aber Religion ist gut für dich.

  7. #7 von Hypathia am 9. Juni 2019 - 13:16

    Wie ich hier schon mal zugegeben habe, höre ich beim Autofahren oft Radio Maria (ich muss wohl masochistisch veranlagt sein 😜). Einer der Referenten auf dem Sender ist Raphael Bonelli mit der Reihe „Grenzfragen zwischen Psychiatrie und Glauben“. Dabei hält er einen kurzen Vortrag und danach können Hörer anrufen und Fragen stellen oder ihre Lebensgeschichte zum Besten geben.
    Wenn er nun in dem Artikel schreibt, „Religion hilft bei vielen psychischen Krankheiten oder verhindert sogar ihr Ausbrechen.“, dann hat er wohl seine eigene Sendung noch nie gehört.
    Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie viele psychisch gestörte Menschen da anrufen. Echt erschreckend! Und alles tief gläubige katholische Schäfchen, versteht sich. Noch viel erschreckender sind jedoch die Ratschläge, die dieser Pseudoprofessor diesen Menschen gibt. 🤬

  8. #8 von Andreas P am 9. Juni 2019 - 13:31

    Kannibalischer Psychiater Hannibal Lector: „Kannibalismus tut Magen und Seele gut.“

    Psychiater Dr. Hyde: „Gelegentlich seine multiplen Persönlichkeiten ausleben tut der Seele gut. HAAARRRR!“

    Paranoider Psychiater [Name von IHNEN gelöscht]: „SIE wollen nur verhindern, dass wir sehen, wie gut der absolute Durchblick für uns ist!“

    Psychiater Dr. Caligari: Schlafwandeln tut der Seele gut.

    Psychiater Dr. Mabuse: Blinder Gehorsam tut der Seele gut.

  9. #9 von Skydaddy am 9. Juni 2019 - 13:40

    Dr. Evil: Etwas Bosheit tut der Psyche gut!

    Dr. No: Auch mal „Nein“ sagen tut gut!

    Dr. Schavan: … upps!

  10. #10 von Willie am 9. Juni 2019 - 23:13

    Religion tut der Psyche gut

    Das ist doch letztendlich mMn nichts anderes als die Erkenntnisse aus der Traumaforschung auf Religion anzuwenden/einzuengen. Über die Erlebnisse sprechen und erkennen, dass man selbst wenig an den Geschehnissen ändern kann, um dann weiterhin „gut“ leben zu kónnen.

    Was mich dabei aber mal interessieren wúrde ist, inwie fern die Auswahl der vielen Religionen, mit auch sich widersprechenden Religionsúberzeugungen, der Psyche gut tun? Als weiteres käme dann auch noch die Frage nach der gelebten Religion, oft ausgrenzenden, mit Mobbing behafet bis hin zur physchischer Bekämpfung, und in wie weit die der Psyche gut tut bzw. das evtl. erlittene kompensieren kann?

  11. #11 von t.nor am 11. Juni 2019 - 10:21

    Seine youtube videos kann man übrigens kommentieren.

  12. #12 von Charlie am 13. Juni 2019 - 12:47

    Idea hat das auch aufgegriffen, dort ist Bonelli nur Psychotherapeut und deshalb glaubwürdig. Kein Wort dass er ein radikaler Katholik ist. Kein Wort dass er überhaupt katholisch sein könnte.