Jesus und die Kinderschänder

Eine exegetische Stimme zur sexuellen Gewalt gegen Kinder: Andrew Doole liest bekannte Bibelstellen gegen den Strich. Jesus hat möglicherweise sehr direkt zum Kindesmissbrauch Stellung genommen! Dabei erfährt man unter anderem, was es mit den berühmten Worten vom Mühlstein und vom Handabhacken auf sich hat…

(…)

  • Erstens muss man „kindisch“ werden, um in das Himmelreich hineinzukommen (vgl. Mk 10,15). In jeder Auslegung dieses Spruches gibt man sich Mühe, das kindliche Vertrauen zu betonen, weil wir Erwachsene die kindliche Unbefangenheit schätzen und weil es sich ziemt, Vertrauen in Gott zu haben. Aber wie die Kinder (ὡς τὰ παιδία) zu werden, sollte auch heißen: frei von sexuellem Begehren und sexuellen Handlungen. Sex hat keinen Platz im Himmelreich (Engel haben daher keine Geschlechtsorgane!). Das Himmelreich ist insofern „kindisch“.

(…)

Jesus redet jetzt über „Kleine“. (Mt 18,6) Das wird oft gern metaphorisch gelesen, kann aber im gegebenen Kontext offensichtlich „Kinder“ meinen. In meiner wörtlichen Übersetzung heißt es: Wer eines dieser Kleinen „skandalisiert“. Lorne Zelyck hat 2017 gezeigt, dass hier wahrscheinlich von Kindermissbrauch die Rede ist (Biblica 98). Der sanftmütige Jesus verschwindet hier plötzlich, denn wer ein Kind „skandalisieren“ oder missbrauchen will, endet besser am Meeresboden mit einem Mühlstein um den Hals!

weiterlesen:

[https://www.feinschwarz.net/jesus-und-die-kinderschaender/

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  1. #1 von Charlie am 6. Juni 2019 - 14:31

    Werdet kindisch wie Michael Jackson und alles ist gut.

  2. #2 von Muriel am 6. Juni 2019 - 18:11

    Leute. „Kinderschänder“. Muss das sein?

  3. #3 von Marco Krieger am 6. Juni 2019 - 18:35

    @Muriel

    Was ist am Text der Überschrift der Meldung auf http://www.feinschwarz.net zu bemängeln?
    Du scheinst nicht zu verstehen, das der Einsteller der Meldung nicht die Überschriften schreibt, sondern diese aus den Quellen stammen, die auch die Meldung selbst enthalten.
    Das die hier so übernommen werden, hat was mit Integrität und einer gewissen Verpflichtung im Umgang mit Medien zutun.
    Welche Überschrift würdest Du denn vorschlagen?
    Oder soll der AMB ganz auf solche unappetitlichen Berichte verzichten und statt dessen eine Reportage über die Landesgartenschau in Pusemuckel bringen?

  4. #5 von Willie am 6. Juni 2019 - 23:05

    (vgl. Mk 10,15). In jeder Auslegung dieses Spruches gibt man sich Mühe, das kindliche Vertrauen zu betonen, weil wir Erwachsene die kindliche Unbefangenheit schätzen und weil es sich ziemt, Vertrauen in Gott zu haben. Aber wie die Kinder (ὡς τὰ παιδία) zu werden, sollte auch heißen: frei von sexuellem Begehren und sexuellen Handlungen. Sex hat keinen Platz im Himmelreich (Engel haben daher keine Geschlechtsorgane!). Das Himmelreich ist insofern „kindisch“.

    Daran sieht man wieder, das die keine Ahnung haben. Auch Kids haben sexuelle Handlungen. Das muss nicht unbedingt Masturbation mit Hand und Verstand sein, aber Jungs bekommen schon sehr frúh Erektionen und Mädels reiben sich gerne de Unterkörper an den verschiedensten Gegenständen.

    Jesus redet jetzt über „Kleine“. (Mt 18,6) Das wird oft gern metaphorisch gelesen, kann aber im gegebenen Kontext offensichtlich „Kinder“ meinen.

    Es kann auch Kleinwúchsige meinen. -;)
    Wenn in der Bibel im NT von Kinder geschrieben steht, dann sind damit die Kinder des Hauses Israel gemeint. Und die Aussage „Kleinen“ bezieht sich hier auf das Himmelreich und wer dort der Größte sei. Es heißt sogar explizit: Wer sich so klein macht wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte.

    Lustigerweise wird mit dem Superlativ gearbeitet und danach ist dieser Gott dann kindisch klein oder einfach nicht der Größte, da er von kleinen Menschen im Glauben überholt werden soll.

  5. #6 von Willie am 6. Juni 2019 - 23:08

    Wo steht denn da jetzt „Kinderschänder“, ich sehe da nur ein Kinderschänder. Ich bin ganz verwirrt vor lauter Anführungszeichenreklamation.

  6. #7 von Diamond Mcnamara am 6. Juni 2019 - 23:34

    Allahu akbar.Gott hat den größten.

  7. #8 von awmrkl am 7. Juni 2019 - 00:33

    @Muriel

    „Leute. „Kinderschänder“. Muss das sein?“

    O wei! Jetzt wirds aber langsam wirklich albern!
    Du beschuldigst den Boten für die Nachricht/Meldung, die er überbringt!?
    Wie schon im anderen Fred vor wenigen Tagen?
    Wie wäre denn Dein Vorschlag (bei einem „Media-Blog“!), wenn nicht wortwörtlich, was woanders genauso geschrieben (und wohl evtl so gemeint) wurde, inkl Überschrift?
    Vorschlag!?

    Les halt den ORI-Artikel bei „feinschwarz.net“ und beschwer Dich uU dort?
    Ebenso wie beim Artikel, um den es vor einigen Tagen ging?

    Hier werden (falls Dir das noch nicht aufgefallen ist) die Ergüsse anderswo aufgespießt und -je nachdem- ironisch bis sarkastisch, manchmal empört kommentiert. Aber die Ergüsse anderswo

  8. #9 von ptie am 7. Juni 2019 - 13:04

    @muriel
    Das Wort „Kinderschänder“ deutet an, dass das Kind mit Schande beladen würde. Wir sind uns vermutlich alle einig darin, dass dem nicht so ist, sondern das sexuelle Nötigung und Vergewaltigung Verbrechen sind. Meinetwegen kann man das Wort hier in Anführungszeichen oder auch nicht setzen, da der das Wort enthaltenden Titel – wie schon mehrmals gesagt – hier als ganzes zitiert wird.
    Tatsächlich regt sich bei mir beim Lesen des Originalartikels der – vermutlich – selbe Widerwillen wie bei dir. Solche Wörter, die eine mittlerweile zurecht ungesetzliche Weltsicht transportieren, sollten in seriösen Medien nicht mehr verwendet werden,
    Aber der Originaltext ist nicht nur in dem Sinne ärgerlich.
    Auch inhaltlich transportiert der Text m.E. Auffassungen, die m.E. abzulehnen sind.

    So wird eine sexualfeindliche Haltung transportiert, wenn man fordert „frei von sexuellem Begehren und sexuellen Handlungen“ zu werden.
    Erstens ist das eine Haltung und Forderung, die ich für mich auf jeden Fall ablehne. Außerdem dürfte dies eine unrealistische, unmenschliche Forderung darstellen, an der die meisten verzweifeln werden. Es verschleiert auch was abzulehnen ist: Es ist nicht die Sexualität sondern der Einsatz sexueller Handlungen gegen den Willen anderer.
    Diesen Inhalt finde ich noch schlimmer als die irritierend fehlenden Anführungszeichen.

    Lustig ist, wenn behauptet wird, dass Masturbieren die Ankunft des Messias herauszögern könne.

    Erbärmlich ist es, dass so etwas von einem wissenschaftlichen Assistenten in einem Fachbereich Neues Testament an der Kath.-theol. Fakultät der Universität Innsbruck verfasst wird.
    Dümmliches weltfremdes, unmenschliches Gerede.

  9. #10 von Marco Krieger am 7. Juni 2019 - 13:23

    „Das Wort „Kinderschänder“ deutet an, dass das Kind mit Schande beladen würde.“

    Ja klar und ein Grabschänder belädt ein Grab mit Schande…sag mal, ist das hier ein Vorschulkinderhort?
    Das Wort Schändung bezieht sich auf eine Beschädigung eines Rechtsinstitutes Dritter in einem besonders schwerrem Falle.
    Dieser besonders schwere Fall tritt ein, wenn die Tat geeignet ist, über das eigentliche Ausmass der Tat selbst hinaus moralische oder ethische Grenzen zu überschreiten.

    Mit einigen Kommentatoren geht hier offensichtlich der PC-Gaul spazieren.

  10. #11 von ptie am 7. Juni 2019 - 13:43

    @marco
    Fand deinen Beitrag mal wieder sehr interessant.
    Bei Wikipedia mal nachgelesen, fand ich auch interessant:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Kindersch%C3%A4nder
    Unter anderem:
    „‚Schänden‘ entspricht – als Ableitung von ‚Schande‘ – dem überkommenen Moralbegriff der Ehre; konnotiert wird (wie zum Beispiel bei Grabschändungen) etwas Heiliges, naturhaft Unantastbares.“
    Ich persönlich halte den Ausdruck allgemein für obsolet. Dessen Verwendung im Originaltext finde ich unangebracht und unreflektiert.

  11. #12 von Marco Krieger am 7. Juni 2019 - 14:00

    Ja, fand ich auch!
    Und am Wiki Artikel auch den letzte Absatz.