Proteste in Jekaterinburg verhindern vorerst Kirchenbau

Da die Menschen lieber die Grünanlagen am Flussufer behalten wollen, gab es in Jekaterinburg Proteste gegen den Bau eines weiteren Gotteshauses an dieser Stelle.
Auch Präsident Putin hat sich in die Debatte um den Kirchbau eingemischt, zunächst nannte er die Demonstranten Atheisten, musste dann aber zurückrudern und empfahl eine Umfrage nach deren Mehrheit man sich richten solle in der Stadt, wo fast dreiviertel lieber den Park behalten wollen.

sueddeutsche.de/politik/russland-laeuten-gehoert-1.4461715

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  1. #1 von Noncredist am 25. Mai 2019 - 15:21

    Die Menschen ärgert, das über ihren Kopf hinweg entschieden wird, sie vertrauen ihren lokalen Politikern nicht.

    Und dies, trotz der göttlichen Manneskraft von hoch oben 😉

    Das liegt auch daran, dass die orthodoxe Kirche Gotteshäuser wie am Fließband neu errichtet oder wiederaufbaut, nach eigenen Angaben etwa eintausend im Jahr. Verglichen damit ist die Zahl der Proteste fast verschwindend gering: In mindestens 28 russischen Städten sind in den vergangenen fünf Jahren Menschen gegen Bauprojekte der orthodoxen Kirche auf die Straße gegangen, (..)

    Die Spielewürfel fallen schon. Ich bin gespannt, welche Art der Christenverfolgung die Würfel anzeigen werden. Zur Auswahl stehen u.a. 2 Gramm milde Christenverfolgung, päpstlich anerkannte satanistische Kräfte aus der Homolobby, Killerkommunistensozialisten aus der gottlosen Nazi-Welt oder auch von Sex besessene Sündenmenschen ohne Scham. Ausreichend Fantasie bei der Erklärung solcher Phänomene besitzen professionelle Berufschristen zweifelslos 😀

    Ich hoffe, die Zerstörung der Parkes, immerhin eine Schöpfung Gottes, durch die Experten der Schöpfergottverehrung, fällt diesmal aus. Genug „stille Orte“ sind anscheinend vorhanden, und Angst um einen bauspezifischen Schwanzlängenvergleich mit konkurrierenden Religionen müssen die Christen dort ebenfalls nicht befürchten 😉