Redakteurinnen der Vatikan-Zeitung kündigen

Sie hatten den Missbrauch an Nonnen durch Geistliche öffentlich gemacht – daraufhin sahen sich die Redakteurinnen von „Donne Chiesa Mondo“ zunehmend vom Vatikan diskreditiert. Nun traten sie geschlossen zurück.

weiterlesen:

[http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/vatikan-zeitung-journalistinnen-kuendigen-geschlossen-a-1259669.html

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  1. #1 von Andreas P am 26. März 2019 - 20:19

    „… und aus der Kirche aus.“ Das würde letztlich eine gewisse Wirkung haben.

    Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie Leute, die doch tagtäglich mit Kirchens zu tun haben, die Krokodilstränen, Klitterungen und Beteuerungen des derzeitigen Unfehlbaren immer noch für bare Münze nehmen können. Die ewig gleiche Masche seit 2000 Jahren… und bevor sie nicht selbst direkt betroffen sind, fällt den meisten in dem Laden anscheinend wirklich nichts auf.

  2. #2 von Willie am 26. März 2019 - 22:36

    Und die denken jetzt, das würde dem Männerverein leid tun? Jetzt heißt es doch erst recht bei denen: Frauen, da sieht man es, die halten keine Kontroverse aus. 😈

  3. #3 von klafuenf am 27. März 2019 - 09:03

    Tja, wenn man von Menschen erwartet, dass sie auf der einen Seite Texte mit Inhalt von sich geben, auf der anderen Seite aber Stillschweigen erwartet, dann ist das ein klassischer Konflikt; und in den Köpfen dieser Menschen der Schmerz der kognitiven Dissonanz.

    Und wie sang Madonna so treffsicher in dem Lied »Die Macht des Abschieds«:

    »Schmerz ist eine Warnung, dass etwas falsch läuft.«

    http://lachsdressur.de/the-power-of-goodbye/

  4. #4 von Andreas P am 27. März 2019 - 10:05

    Auch @Willie: Ich kann mir nicht helfen, aber mein Mitleid hält sich in Grenzen.

    Diese Frauen haben, nicht erst seit gestern, bewusst für ein Propaganda- und PR-Blättchen geschrieben, dessen Hauptzwecke Beschönigung aller möglichen kirchlichen Aktivitäten war und ist – von der grandiosen Glorifizierung von Kirchenfürsten hin zum Kleinreden diverser Verbrechen sowie Miesmachen von Kritikern wie Herabwürdigung von Opfern. Standardfigur ist dabei das große Märtyrergetue, die Kirche / der Papst / … als verfolgte Unschuld mit großen Rehaugen und absolut überwältigender Selbstlosigkeit, die sich pausenlos für uns alle opfert/n.

    Und genau die Nummer spielen die PR-Damen jetzt auch, nachdem sie naiverweise oder wie auch immer etwas wieder mal ausgegraben haben, was eh jeder wusste oder wissen konnte: Kirchenfunktionäre vergreifen sich auch an jungen Frauen. Boah, wer hätte das gedacht, wo es doch seit mindestens zwei Jahrhunderten regelmäßig, gefühlt mindestens jährlich, neu „enthüllt“ wird? Bevor sie als Nestbeschmutzerinnen rausgeworfen werden, gehen sie selbst – mit einem Schwanengesang, der Operndiven vor Neid erblassen lassen würde.

    Und das soll jetzt irgendwie vergessen machen, bei welchem Propagandablatt die Damen die ganze Zeit willentlich PR für wen betrieben haben? Wo doch alles so lange OK und super war, bis man selbst sich betroffen fühlte?

  5. #5 von Martin Bremermann am 27. März 2019 - 11:28

    F wie Frauen, F wie Franziskus, F wie Fettnäpfchen, F wie Vaterunser, F wie Frömmelei, F wie Fake-News göttliche

    https://volkundglauben.blogspot.com/2019/03/redakteurinnen-der-vatikan-zeitung.html

  6. #6 von Andreas P am 27. März 2019 - 12:20

    …. und Fffffff wie die Luft, die aus dem aufgeblasenen Ballon Kirchenansehen entweicht… 🙂