Genfer stimmen für Verbot religiöser Symbole

Kreuz, Kopftuch, Kippa – Volksvertreter und Behördenmitarbeiter dürfen im Schweizer Kanton Genf nach einem Referendum keine religiösen Symbole mehr tragen. Dagegen wird jetzt geklagt.

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[http://www.spiegel.de/politik/ausland/genf-kanton-stimmt-fuer-verbot-religioeser-symbole-im-oeffentlichen-dienst-a-1252565.html

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  1. #1 von Andreas P am 11. Februar 2019 - 10:49

    Wie würden sich die Betreffenden äußern, würde in Kirchen während Gottesdiensten laufend Parteiwerbung gemacht werden?

    Immerhin: Den Kirchenbesuch kann man sich ersparen…

    Ich fände es genauso unpassend, wenn mir etwa im „Bürgerbüro“ ein Beamter mit „Es gibt wahrscheinlich keinen Gott“-T-Shirt gegenübersäße. Eine Kippa finde ich nicht störend – die Gefahr eines Bekehrungsversuchs ist marginal. Bei den missionierenden Religionen dagegen sehe ich ein Problem, wenn mich mein Gegenüber – dem ich in der Regel ja nicht freiwillig als Person begegne, sondern als Amtsträger – mir klar seine Loyalität zu einer missionierenden Gemeinschaft um die Ohren hauen muss. Solange klar ist, dass der Betreffende Amt und Privatansichten professionell trennen kann – kein Problem. Aber exakt das scheint, wie man hier gelegentlich im Blog schon an „Gastkommentaren“ sehen kann, vielen Gläubigen unheimlich schwer zu fallen.

    Wie wir aus der Schule alle wissen dürften: Auch die Damen und Herren ohne explizites Kreuzchen können dazu neigen, in der Schule für alles mögliche zu missionieren und dabei nicht immer professionelle Neutralität (konkret in der Bewertung) walten zu lassen.

  2. #2 von paul0f am 11. Februar 2019 - 11:24

    dass die Regelung zu Diskriminierung führen könnte – insbesondere von muslimischen Frauen,<

    Das Problem sollte an der Wurzel bekämpft werden – weg mit Verhüllung der islamischen Frau und das Problem erledigt sich von selbst.

  3. #3 von Willie am 11. Februar 2019 - 21:09

    Volksvertreter und Behördenmitarbeiter dürfen im Schweizer Kanton Genf nach einem Referendum keine religiösen Symbole mehr tragen.

    Hab mal bei den Schweizern gesuchmaschiniert, das scheint tatsächlich an den Persone festgemacht zu sein. Will heißen, es betrifft nicht nur den Arbeitsbereich, sondern die berufl. Stellung, denn ein die Kontakt zur Öffentlichkeit haben. bedeutet ja auch auf der Straße . Sorry, aber wie will man das umsetzen und kontrollieren, müssen die da den Arbeitsvertrag vorlegen? Gerade bei Parlamentariern und Politikern will und muss man doch wissen wo man dran ist.

  4. #4 von awmrkl am 12. Februar 2019 - 00:38

    Also wenn das tatsächlich so wäre wie @Willie mutmaßt bzw recherchiert hat, dann wäre das auch mE um einiges übers Ziel hinausgeschossen.

  5. #5 von Willie am 12. Februar 2019 - 05:14

    Zumindest geht kein Artikel, den ich gefunde habe, darauf ein, dass es sich auf Dienst, Dienst- oder Behördengebäude bezieht.

  6. #6 von awmrkl am 12. Februar 2019 - 13:13

    @Willie : Sehr seltsam und für mich höchst befremdlich!