Kirche wirbt mit Kinospot für Kirchensteuer

Die katholische Kirche in Österreich geht neue Wege in Sachen Werbung für den Kirchenbeitrag: Erstmals wird ein eigens produzierter Werbespot im Jänner österreichweit in rund 70 Kinos als Vorfilm bzw. im Rahmen der Kinowerbung vor dem jeweiligen Hauptfilm gezeigt.

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[https://religion.orf.at/stories/2957930/

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  1. #1 von parksuender am 11. Januar 2019 - 10:29

    Der Spot kommt mit der längst widerlegten Mär ‚ohne Kirchensteuer kein soziales Engagement‘. Seht selbst:

  2. #2 von Charlie am 11. Januar 2019 - 11:26

    Geldprobleme haben die nicht.

  3. #3 von Charlie am 11. Januar 2019 - 11:27

    Im „Volksmund“ Kirchensteuer. Raider heißt heute auch Twix.

  4. #4 von Skydaddy am 11. Januar 2019 - 14:56

    Bei einer Vorführung in Kirchen wäre die Reichweite wohl nicht so groß gewesen …

  5. #5 von joerndyck am 11. Januar 2019 - 15:41

    Ich schätze, dass es Erfolg haben wird.

    In der Werbung ist es immer am effektivsten, wenn man jene Überzeugungen verstärkt, die die Konsumenten ohnehin schon haben. Etwa Klischees oder Vorurteile. Ein solches Klischee besteht darin, dass die Kirche im Grunde nur Gutes will und den Armen hilft. Sogar Atheisten denken oft, dass es zutrifft. Manchmal denke ich, die Leute würden glauben, dass der Pfarrer in einer bescheidenen Krippe im Stall übernachtet und tagsüber für die Bedürftigen sammelt.

    Die Kampagne fällt also auf fruchtbaren Boden. Sie muss auch gar nicht lange laufen. Sie muss lediglich einer vagen Überzeugung eine feste, konkrete Form geben, an die man sich erinnern kann. Etwa einprägsame Bilder oder ein flotter Spruch. Das reicht, damit es für lange Zeit in den Köpfen festsitzt.

    Es ist sehr aufwändig, gegen solche Kampagnen anzugehen. Man muss im Grunde mit einem Gegen-Klischee arbeiten und dieses so populär machen, dass die Zuschauer bereits in der ersten Sekunde des Kirchen-Clips sagen: „Ihr Affen, Euch glaube ich kein Wort mehr“. Ein Gegen-Klischee wäre etwa, dass die Kirchen scheinheilig sind und nur das Geld wollen. Wenn dann der Kirchen-Clip läuft, sehen die Zuschauer mit eigenen Augen, dass die Kirchen tatsächlich das Geld wollen. So dreht sich die Wirkung um.

    Leider hat die säkulare Bewegung kein Geld für solche Reklame-Feldzüge. Aber man kann immerhin Pressearbeit leisten, die penetrant auf die tatsächlichen Gegebenheiten hinweist, sodass vielleicht ein paar größere Magazine dies aufgreifen. Auch Kommentare unter den Artikeln der News-Webseiten könnten dazu beitragen. Oder Blogs wie dieser. Vielleicht führt das dann dazu, dass eine Welle negativer Presse erzeugt wird, sobald die Kirchen solche Kampagnen fahren. Dann lohnt es sich vielleicht nicht mehr für die Kirchen.

  6. #6 von Michael am 11. Januar 2019 - 19:15

    In der Woche vom 13.11. bis 18.11.2018 veranstaltete die christliche Sekte VOLK UND GLAUBEN „Die Woche der Kirchenmilliardäre“. Das Motto des ersten Tages „Nicht kleckern. Klotzen!“ Das des zweiteTages „Nehmen ist viel viel seliger denn geben“ usw. Wenn man sich durch diese ökumenische Finanzwoche durchklickt, weiß man/frau ganz gut Bescheid, wo der Hase im Pfeffer liegt.

    Tag
    https://volkundglauben.blogspot.com/2018/11/woche-der-kirchenmilliarden-heute-nicht.html

  7. #7 von Skydaddy am 11. Januar 2019 - 22:20

    Kirchensteuer = Kinderfickerkollekte.

  8. #8 von Freidenker Galerie (@FreidenkerG) am 12. Januar 2019 - 09:15

    Zwei Werbesprüche der katholischen Kirche aus dem Mittelalter

    „Sobald der Gülden im Becken klingt im huy die Seel im Himmel springt“

    „Wenn ihr mir euer Geld gibt, dann werden eure toten Verwandten auch nicht mehr in der Hölle schmoren sondern in den Himmel kommen“ Johann Tetzel, Ablassprediger

    Zitate aus der Ausstellung „Religionskritik“ in der Freidenker Galerie. Hier mehr Zitate und Bilder: https://www.freidenker-galerie.de/acrylbilder-lustige-zitate-politik-und-religion-2/