Abtreibung überlebt: Jetzt ist Tim mit 21 Jahren gestorben

Vor 21 Jahren hat Tim seine eigene Abtreibung überlebt. Jetzt ist der mit Downsyndrom geborene Junge am 4. Januar gestorben. Tim habe noch ohne Vorzeichen auf seinen plötzlichen Tod Weihnachten und Silvester mit der Familie gefeiert.

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[https://www.idea.de/gesellschaft/detail/abtreibung-ueberlebt-jetzt-ist-tim-mit-21-jahren-gestorben-107739.html

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  1. #1 von Charlie am 9. Januar 2019 - 11:38

    Gegen diese „nach der Geburt Abtreibung“ durch Gott, haben Christen nichts einzuwenden?

  2. #2 von Marco Krieger am 9. Januar 2019 - 12:12

    Mein herzliches Beileid an die Hinterbliebenen.

  3. #3 von parksuender am 9. Januar 2019 - 18:33

    Die Stiftung „Ja zum Leben“ nahm den Fall zum Anlass, um mit der Kampagne „Tim lebt“ (Tim-lebt.de) gegen Spätabtreibungen zu protestieren.
    Tim für die eigenen politischen Zwecke zu missbrauchen halte ich für sehr fragwürdig.
    Zumal die leibliche Mutter damals angeblich aus dem Fenster springen oder sich sonst was antun wollte damit das Kind bloß nicht auf die Welt kommt. Es war eine extreme Ausnahmesituation. Ich weiß zwar nicht ob man der Frau noch anderweitig hätte helfen können, aber wer in dem Fall glaubt den Hardliner in Sachen Pro-Life spielen zu müssen, dem kann ich auch nicht mehr helfen.

  4. #4 von reclaimer8015 am 10. Januar 2019 - 19:20

    Glücklicherweise hat sein Leiden nun ein Ende. Der Junge soll über das Down-Syndrom hinaus schwerstbehindert gewesen sein mit erheblich geschädigtem Gehirn, Augen und Lungen.
    Die Selbstständigkeit die ihm in den Formulierungen des idea-Artikels zugeschrieben wird, hatte er ganz sicherlich nicht.
    Aber solange man ein Narrativ pushen kann…einfach widerlich diese geheuchelte Einfühlsamkeit!

  5. #5 von FSteg am 11. Januar 2019 - 13:25

    „Glücklicherweise hat sein Leiden nun ein Ende. Der Junge soll über das Down-Syndrom hinaus schwerstbehindert gewesen sein mit erheblich geschädigtem Gehirn, Augen und Lungen.
    Die Selbstständigkeit die ihm in den Formulierungen des idea-Artikels zugeschrieben wird, hatte er ganz sicherlich nicht.
    Aber solange man ein Narrativ pushen kann…einfach widerlich diese geheuchelte Einfühlsamkeit!“

    Ich hoffe, du checkst selbst, dass du dich mit „Glücklicherweise hat sein Leiden nun ein Ende“ selbst eines wertenden Narrativs bedienst. Es ist bei solchen grundsätzlichen ethischen Fragen nämlich nur begrenzt sinnvoll, die konkreten Behinderungen aufzuzählen und danach den Wert des Lebens zu bemessen. Ich persönlich bin ja nicht mal überzeugter Humanist und habe grundsätzlich überhaupt kein Problem mit Verhinderung von Leben – aber gerade aus humanistischer Sicht müsste man zumindest die Frage behandeln, inwieweit mögliche körperliche Einschränkungen die Entscheidungsmacht von Mutter und Ärzten ausweiten dürfen. Zur Erinnerung: Hier ging es nicht einmal um einen Schwangerschaftsabbruch in der üblichen Phase der gesetzlichen Tolerierung, sondern um eine sog. Spätabtreibung. Mit ebensolchen Argumenten ist es problemlos möglich, auch z.B. über eine nachgeburtliche Tötung des empfindungsfähigen, aber nicht reflektierten Kindes nachzudenken, wie das z.B. in antiken Kulturen selbstverständliches Recht der Familienoberhäupter war. Spätestens hier wäre auch der Aufschrei unter sog. Humanisten heutiger Prägung groß, weil es eben nie allein um Logik und objektive Kriterien geht, sondern um Emotionen und Rechtsempfinden.