Ärger um Blutwurst beim Buffet der Islamkonferenz

Dass es am Buffet der Islamkonferenz des Innenministeriums Blutwurst aus Schweinefleisch gab kritisieren einige Muslime als Respektlosigkeit ihrer Gewohnheiten.

„Auf der #Islamkonferenz gestern in Berlin gab es wieder Schweinefleisch auf dem Buffet. Es wurde Blutwurst serviert. İnşallah halal. Welches Zeichen will Seehofers Innenministerium damit setzen? Ein wenig Respekt vor Muslimen, die kein Schweinefleisch essen, wäre angebracht.“

schrieb der WDR-Redakteur Tuncay Özdamar auf Twitter.

Laut Ministerium handelte es sich dabei allerdings nur um eines von 13 verschiedenen Häppchen, die „mit Blick auf die religiös-plurale Zusammensetzung“ auf der Konferenz angeboten wurden.

faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/innenministerium-serviert-blutwurst-auf-der-islamkonferenz-15917566.html

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  1. #1 von Rene am 1. Dezember 2018 - 14:19

    Ist die Blutwurst jetzt beleidigt?

  2. #2 von Hypathia am 1. Dezember 2018 - 14:27

    Die „Tugend“ bei jeder Gelegenheit Beleidigt zu sein, scheint eine wichtige Voraussetzung zu sein, um Moslem zu sein. 🤮🤮

  3. #3 von Cosinus am 1. Dezember 2018 - 14:34

    Hey, darf ich es dann als Beleidigung betrachten, wenn ich auf jeder Party (entgegen meiner Gewohnheiten) zum Saufen verleitet werde?

  4. #4 von Andreas P am 1. Dezember 2018 - 16:01

    Wenn’s klar markiert war (im 21. Jahrhundert eigentlich gute Sitte), sehe ich hier keinen Affront.

  5. #5 von Deus Ex Machina am 1. Dezember 2018 - 16:38

    Ist er damit zwangsgefüttert worden? Nein? Dann Schluss mit dem beleidigte Blut-…ähem…Leberwurst-Spielen!

  6. #6 von Deus Ex Machina am 1. Dezember 2018 - 16:50

    Gabs auch Alkohol beim Empfang?

  7. #7 von Veria am 1. Dezember 2018 - 17:12

    Ich bin ab jetzt beleidigt, wenn es auf irgendeinem Büffet irgendein Fleisch gibt. Oder Alkohol. Oder Fenchel. Oder Kaffee. Und wenn es kein Eis gibt beschwer ich mich auch.

    … Mist, da mach ich mich aber unbeliebt, vielleicht lass ich das doch lieber …

  8. #8 von joerndyck am 1. Dezember 2018 - 18:20

    Ich kann das gut verstehen. Ich habe mal auf einem Buffet das leckere „Mousse au Chocolat“ verwechselt mit einer sehr widerlichen Leberwurst. Das war nicht schön. Leider musste ich aus Höflichkeit alles aufessen.

    Was mich als Moslem jedoch empört hätte: Seehofer war überhaupt nicht beschnitten! Und, ehrlich gesagt, den winzigen Zipfel hätte man durchaus als Geste des guten Willens opfern können.

    Es handelt sich hierbei auch nicht um Schweinefleisch (sondern allenfalls um schweinisches Fleisch).

  9. #9 von dezer.de am 1. Dezember 2018 - 18:37

    War grad beim Tag der offene Tür in einem Gymnasium. Schild an der Kantine: „Wir führen kein Schweinefleisch im Sortiment!“
    Ehrlich gesagt kotzt es mich langsam an. Niemand wird zu irgendetwas gezwungen. Warum werden nicht religiös verblendete Menschen gezwungen sich den Nahrungsvorschriften irgendeines absurden Aberglaubens unterzuordnen?

  10. #10 von awmrkl am 1. Dezember 2018 - 19:57

    @Hypathia
    „bei jeder Gelegenheit Beleidigt zu sein“
    Das ist eine „Tugend“ nicht nur von Moslems, da spielt jede Religion mit, die Esos eh, und die Konservendosen (AfD!) sowieso.
    Keine Ahnung, was die alle mit ihrer beleidigten Blutw ..äh.. Leberwurst erreichen wollen, es wirkt mE für jeden Klardenkenden heftig abstoßend.

  11. #11 von Willie am 1. Dezember 2018 - 20:18

    Ich sehe als als gelungen Test an, um deren Toleranz auf die Probe zu stellen.

  12. #12 von Friedensgrenze am 1. Dezember 2018 - 20:35

    Dass Seehofer auf derIslam Konferenz Blutwurst serviert hat finde ich weniger schlimm als dass der Prinz des Staates der den Islam beschützen soll aus einem Kritiker Blutwurst gemacht hat.

  13. #13 von Hypathia am 1. Dezember 2018 - 21:02

    @ awmrkl

    Vollkommen deiner Meinung. Hab hier nur die Moslems hervorgehoben, da es im Artikel um sie geht.

    Ich kann schon mit dem Begriff „beleidigt sein“ nichts anfangen. Ich weiß weder, wie sich das anfühlt, noch wozu es gut sein soll. 🤔

  14. #14 von itna am 1. Dezember 2018 - 22:13

    Und wer schreibt darüber, dass viele kritische Teilnehmer nur mit Personenschutz kamen/ kommen könnten?

  15. #15 von klauswerner am 2. Dezember 2018 - 03:01

    @all: habt ihr eigentlich noch alle? Über was redet ihr hier?
    Von allen Geboten aus de AT gibt es nur eines, über das sich laut Apostelgeschichte 15 Paulus UND Petrus einig waren – das ist das Verbot Blutwurst zu essen.
    Die beiden höchsten Autoritäten des Christentums waren dazu absolut einig, auch Christen dürfen das nicht!

    Und das ist doch der eigentliche Gag an der Geschichte, dass das kein Christ weiß.
    Kein Christ kennt mehr diesen Kern des Glaubens. Hey, Paulus und Petrus!

    FAZ, süddeutsche, spiegel, alle berichten über diesen Vorfall – ohne das auch nur ein Journalist weiß, das dieses Gebot auch für Christen gilt.
    Wie lächerlich ist eine solche Religion?

    Scheiß die Wand an über eine Religion, bei der die Massen den eigentlichen Kern nicht mal mehr kennen …

    https://www.bibelkommentare.de/index.php?page=qa&answer_id=281

  16. #16 von Andreas P am 2. Dezember 2018 - 10:54

    @Klauswerner: Danke, wieder richtig was gelernt. 😀

  17. #17 von Unechter Pole am 2. Dezember 2018 - 11:22

    Blutwurst? Nein danke.
    Dann schon lieber Dönner, gerne auch vom Schwein.

  18. #18 von deradmiral am 2. Dezember 2018 - 17:37

    Aus der Facebook-Seite von Hamed Abdel-Samad

    Und noch ein Zwischenfall aus der Islamkonferenz, worüber sich sonst keiner aufregt: Seyran Ates, Ahmad Mansour und ich waren, wie immer, in Begleitung von 15 Personenschützern da. Eine zum Islam konvertierte Dame stand auf und protestierte dagegen, dass wir so viel Schutz haben und behauptete, wir würden eine mediale Show abziehen. Dabei hat sie selbst eine Show gestartet. Sie kam zu mir gerannt und sagte ironisch „Darf ich Ihnen die Hand geben oder werden Ihre Bodyguards mich wegschubsen?“. Diese Dame hat mit ihrem Auftritt nicht nur uns drei verleumdet, sondern auch das LKA-Berlin, den Staatsschutz und somit auch den Innenminister, der uns zu dieser Konferenz eingeladen hatte. Wir würden nach ihrer Theorie alle unter eine Decke stecken, um den Islam in den Medien schlecht zu machen. Die Dame war nicht irgendeine normale Teilnehmerin der Konferenz, sondern sie ist die Gründerin einer Initiative für Frauen, die für die Integration von Flüchtlingen zuständig ist, natürlich mit unseren Steuergeldern. Sie bezeichnet sich selbst als Feministin, wurde mehrfach ausgezeichnet und stand neben der Kanzlerin bei der Gedenkveranstaltung nach dem Anschlag auf dem Breitscheid-Platz. Sie stand da um Krokodilstränen über die Opfer von Anis Amri zu gießen, wirft uns aber mediale Show vor, weil wir Schutz brauchen vor den Brüdern von Amri, die uns bedrohen und die immer noch unter uns leben.

    Für ihre Diffamierung erntete sie einen tobenden Applaus von manchen anwesenden Muslimen. Auch ein Journalist, der dafür bekannt ist den Islam vehement zu verteidigen, sprang ihr zu Seite, und fantasierte über Islam-Kritiker, die angeblich Kritik nicht zulassen. Nur Staatssekretär Kerber hat sie unterrichtet, dass keiner von uns so leben will, und das der Staat selbst die Gefährdungslage bewertet und dementsprechend entscheidet wer welche Schutzmaßnahmen bekommt.

  19. #19 von joerndyck am 2. Dezember 2018 - 18:41

    Gestern lief auf ARTE erneut die Dokumentation darüber, wie Hamed Abdel-Samad mit seinem Bodyguards durchs Leben geht, ständig bewacht, ohne festen Wohnsitz, immer mit der Todesgefahr konfrontiert. Freunde kann er kaum noch treffen, für seine eigene Frau und seine Kinder ist er selbst zur Gefahr geworden.

    Und zwar nur deswegen, weil er Bücher geschrieben hat und sich öffentlich zum Islam äußert. Ich finde das ungeheuerlich — allein das rechtfertigt für mich eine drastische und von höflichen Floskeln befreite Religionskritik.

    Zwar distanzieren sich die deutschen Islamverbände immer wieder von derlei Terror. Aber machen sie auch ihren Einfluss in der arabischen Welt geltend, um diesen Terror zu verhindern? Versuchen sie wirklich, die Fatwa gegen Herrn Abdel-Samad aufzuheben? Auch scheint mir die deutsche Regierung zu wenig zu tun, um Menschen wie Abdel-Samad zu helfen und Druck auf die entsprechenden Staaten auszuüben.

    Ich selbst könnte in der Situation von Abdel-Samad sein, vorausgesetzt, ich würde mich mehr mit dem Islam befassen und diesen ebenso kritisieren wie das Christentum. Oder man denke an den lobenswerten Betreiber dieses feinen Blogs. Oder an die von uns allen geliebten Podcaster vom Ketzerpodcast oder von ManGlaubtEsNicht. Hier geht es nicht nur um Herrn Abdel-Samab, sondern um uns alle.

    Ich verstehe nicht, warum wir politische und wirtschaftliche Beziehungen zu Staaten unterhalten, die eine Fatwa gegen unsere Bürger aussprechen und uns alle auf diese Weise terrorisieren.

  20. #20 von deradmiral am 2. Dezember 2018 - 18:59

    @joerndyck
    Keine Sorge. Niemand interessiert sich für uns im Ketzerpodcast. Keiner kennt uns und sogar an der Uni gibt es keinerlei Reaktionen. Ich arbeiten mit Muslimen, Christen, hauptsächlich Atheisten und ein paar Buddhisten zusammen. Was ich so privat mache, interessiert dort niemand.

    Also andersherum gesagt: Nur Mut! Es ist nicht so schlimm, wie man denkt.

  21. #21 von Marco Krieger am 2. Dezember 2018 - 20:42

    Tut mir leid, ich kann Dir nicht zustimmen, derAdmiral.

    Wenn ich diese Dinge höre, kommt mir ein Spruch ins Gedächtnis, von dem ich nicht weiß wo er herkommt, den ich angesichst der Lage jedoch sehr passend finde.

    „Als sie kamen und die Zigeuner holten, habe ich nichts gesagt, ich war ja kein Zigeuner.
    Als sie kamen und die Kommunisten holten, habe ich nichts gesagt, ich war ja kein Kommunist.
    Als sie kamen um die Juden zu holen, habe ich nichts gesagt, ich war ja kein Jude.
    Als sie kamen, um mich zu holen, war niemand mehr da, um ihnen Einhalt zu gebieten.“

    Ich bin mir sicher, das jeder von uns hier auf einer Liste steht…und sei es auch nur beim BND.
    Sorry, aber ich habe meinen Glauben an die Vernunft als treibende Kraft im Menschen verloren und gegen eine gehörige Portion Skepsis mit einem Klecks Zynismus eingetauscht.
    Jeden Tag lese ich von Missbräuchen, Angriffe auf Frauen und Kinderrechte, Gewalt gegen LGTBQ Leute, Attacken auf Abtreibungsrechte und Gleichberechtigung und der Mainstream Newsfeet berichtet über ein autistisches Kind, das in eine Papstaudienz platzt und den Opa auf dem großen Sessel entzückt…bin ich hier irgendwo falsch abgebogen oder was?
    Diese Blutwurst-Story ist so schwachsinnig, ich kann kaum begreifen, wieso für deren Verbreitung Bits und Byts sterben müssen.

  22. #22 von deradmiral am 2. Dezember 2018 - 20:53

    Ich werde Euch informieren, wenn sie kommen, um mich Atheist abzuholen… Aber nach 8 Jahren haben wir noch nicht einmal eine muslimische Droh-Email bekommen.

  23. #23 von klafuenf am 3. Dezember 2018 - 10:06

    Fazit: »Der Islam befruchtet eine Gesellschaft nicht, er befällt sie.«

  24. #24 von Peter Tester am 3. Dezember 2018 - 11:28

    @marco
    Das zitat ist von einem Pastor Niemöller
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Martin_Niem%C3%B6ller?wprov=sfla1

  25. #25 von Andreas P am 3. Dezember 2018 - 15:36

    @Peter: Es fällt auf, dass in der Aufzählung Homosexuelle und Atheisten fehlen, die seitens Niemöllers Verein und der Adenauer-Republik auch nicht wirklich wohlgelitten waren. So weit reichte seine Einsicht dann doch leider nicht. :-/

  26. #26 von Andreas P am 4. Dezember 2018 - 18:51

    Nachtrag, leider nicht von mir: Das neue biblische Wunder – eine Blutwurst hinlegen, kurz drauf hunderte beleidigte Leberwürste vorfinden.

  27. #27 von Marco Krieger am 4. Dezember 2018 - 19:20

    @ Peter Tester

    Danke für die Info….

    @Andreas… das Zitat war eher ein Gedächtniszitat, also ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

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