Wenn Atheisten nerven

Wenn er auf einer Party davon berichte, dass er gläubig sei, ernte er meistens eine Tirade an Anfeindungen, schreibt der Journalist Raoul Löbbert in der Wochenzeitung Die Zeit. Dabei ist er sich sicher, dass es auch für hartgesottene Atheisten Momente gebe, wo sie existenziellen Trost brauchen.

(…)

„Nervig bis unerträglich“ werde der Atheismus allerdings, wenn er nach einer Grundsatzdiskussion über Sinn und Unsinn von Religion verlange.

(…)

Dabei ist sich der Autor sicher, dass jeder Mensch an einen Punkt im Leben stoßen könne, wo Hoffnung bitter nötig sei.

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[https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/gesellschaft/2018/11/15/wenn-atheisten-nerven/

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  1. #1 von joerndyck am 16. November 2018 - 14:46

    Ach? Atheisten sind also unerträglich, wenn sie eine Unterscheidung von Sinn und Unsinn verlangen, denn sowas gehört sich nicht.

    Aber dann macht der Autor eine Kehrtwende und preist den Sinn von Religion (nämlich als Trost und Hoffnung in unsicheren Lebenslagen).

    Was denn nun? Soll man nun mit dem Sinn argumentieren oder nicht?

    Wenn ein Sinn behauptet wird, dann darf dieser auch auf den Prüfstand gestellt werden. Die Behauptung, Religion sei erbaulich und spende Trost, ist höchst umstritten. Dieser Debatte möchte der Autor aber von vornherein aus dem Weg gehen. Er mag es nicht, wenn jemand widerspricht.

  2. #2 von Torchy am 16. November 2018 - 15:30

    Aua!

    Wie soll ich mal eben etwas glauben, was ich eigentlich nicht glaube, weil es mir gerade nützt? Was für ein Quatsch! Schön für den Autor, dass sein Hirn mit diesem Doppeldenk offensichtlich kein Problem hat. Aber schwach, dass er damit seinen Glauben begründet und das auch noch toll findet.

    Außerdem suche ich mir falschen Trost ganz sicher nicht bei seinem Luschengott!

  3. #3 von uwe hauptschueler am 16. November 2018 - 15:33

    Dabei ist er sich
    sicher, dass es auch für hartgesottene Atheisten
    Momente gebe, wo sie existenziellen Trost brauchen.

    Der Glaube an irgendeinen Gott hilft mir dann, wie Globulis bei Zahnschmerzen.
    Die hohle Birne geht zum Missionieren auf Partys und wundert sich dann, wenn die Leute nicht darauf anspringen.

  4. #4 von Marco Krieger am 16. November 2018 - 15:38

    Ich habe auf Pro-Media folgendes gepostet:

    „Danke, ich möchte diesen Strohmann bitte nicht kaufen.
    Sehr geehrter Herr Löbbert, lesen Sie bitte mal den ersten Satz Ihres Artikels für sich im Stillen durch.
    Sie sind derjenige, der seine Religion bei einer Party als Teil der Konversation einfließen lässt.
    Wenn Sie sich in Gesellschaft Ihrer Freunde und Bekannten zu diesem Thema äußern und schiefe Blicke ernten, sollten vielleicht mal Ihren Freundeskreis wechseln.

    Wenn Sie einer Religion anhängen, die einen Gott anbetet, der aus Frust über seine eigene Blödheit den gesamten Planeten unter Wasser gesetzt und Männer, Frauen und Kinder ertränkt hat, dann müssen Sie, wenn Sie sich außerhalb Ihrer Glaubensgemeinschaft zu diesem Glauben bekennen damit rechnen, das Sie für diesen Glauben eine entsprechende Reaktion ernten.
    Spoileralarm: die Flut hat nie stattgefunden.

    Sie möchten gar nicht mit Atheisten diskutieren, Sie möchten lieber definieren, was ein Atheist sein soll.

    Ein Kulturatheist soll es sein, der die gleichen Fragen stellt und neugierig ist, so, so!
    Philosophischen Theorien und Beweise sollen ihn interessieren.
    Herr Löbbert, wissen Sie was?
    Sie sollen Ihren Willen haben.
    Wenn Sie denken, das Sie eine Theorie oder einen Beweis haben, den ich noch nicht kenne, dann diskutieren Sie mit mir und einem guten Dutzend Atheisten, unter [https://blasphemieblog2.wordpress.com/]
    Sie sind hiermit eingeladen, die Ihre Getränke müssen Sie selber zahlen.
    Mit freundlichem Gruß
    Marco Krieger“

  5. #5 von Elvenpath am 16. November 2018 - 15:39

    Jaja, immer die Märchen vom „aggressiven Atheisten“.
    „Tirade von Anfeindungen“ … wie war das? Du sollst nicht lügen?

    „Dabei ist sich der Autor sicher, dass jeder Mensch an einen Punkt im Leben stoßen könne, wo Hoffnung bitter nötig sei.“
    Auf irrationale Hoffnungen kann ich verzichten.

  6. #6 von joerndyck am 16. November 2018 - 15:49

    @Marco Krieger: „…der aus Frust über seine eigene Blödheit den gesamten Planeten unter Wasser gesetzt hat…“

    Haha, der war echt gut! Die Formulierung werde ich mir mal ausleihen.

  7. #7 von user unknown am 16. November 2018 - 15:52

    Tirade von Anfeindungen auf einer Party? Klingt, als suche er in existentieller Not Trost bei schwer alkoholisierten Atheisten, in dem er sie zu bekehren versucht.
    Manches ist auch einfach eine Frage der Intelligenz.

  8. #8 von Noncredist am 16. November 2018 - 16:29

    Wenn Unwissenheit nervt:

    Berichtet er auf einer Party (..) „entgleisen in der Regel die Gesichtszüge der Umstehenden, und ich werde als enttarnter Gläubiger auf Kreuz und Rosenkranz gescannt“, schreibt Raoul Löbbert unter der Überschrift „Atheisten nerven“ in der Wochenzeitung Die Zeit.

    Diese Religion teilt zwischen Paradies (Gläubige) und Hölle (Ungläubige) auf. Und dabei verlangt der Gläubige, dass der Ungläubige sich darüber freut, dass man von „Atheistophoben“ in die Hölle gewünscht wird. Zumindest solange, bis man sich brav und höflich zu Jesus bekennt, damit man sozial nicht mehr schief angesehen wird? 😉
    Das ist nunmal der Preis der Freiheit, mein Freund 🙂

    Dabei ist er sich sicher, dass es auch für hartgesottene Atheisten Momente gebe, wo sie existenziellen Trost brauchen.

    Und natürlich ein zu erwartender Strohmann. Der „existenzielle Trost“ wird im Atheismus schlicht nicht thematisiert. Es ist das schlichte Nicht-an-das-Glauben, was andere z.Bsp. als absolut wahren Tröster ansehen, weil es dazu z.Bsp. schlicht keinen überzeugenden Beleg gibt.

    „Nervig bis unerträglich“ werde der Atheismus allerdings, wenn er nach einer Grundsatzdiskussion über Sinn und Unsinn von Religion verlange.

    „Der Atheismus“ verlangt gar nichts. Der Nichtraucherismus verlangt genausowenig eine Grundsatzdiskussion über Sinn und Unsinn von Nikotinverbrauch.
    Nervig bis unerträglich werden Atheisten zumeist, wenn einerseits bedingungsloser Glaube auf höchst-skeptische Kritikergeister treffen. Die einen sind unbelehrbar, den anderen kann man – selbst nach Jahrtausenden intensiver „theologischer Wissenschaft“ keine klaren und falsifizierbaren Belege nachweisen. Das Spielchen ist längst zuende gespielt 😉

    Bei Artikeln über den Papst müllten Atheisten die Kommentarspalten „voll mit ihrem Kirchenhass“.

    Kommentare kann man ignorieren oder verfolgen. Weshalb soll dies ein Problem sein? Moderiert doch einfach eure Spalten und dann hat der Müll ein Ende 😉

    Dabei habe man früher mit „Kulturatheisten“ immerhin noch diskutieren können.

    Und? Nachdem man den Ball gespielt hat, verblieb er im Spielfeld der nichtkulturatheistischen Gläubigen und dort dribbeln die Spieler immer wieder mit ihren veralteten Gottesbeweisen hin und her. Es kann nicht weitergespielt werden, weil es schlicht gar nichts neues mehr gibt. Und aller wahrscheinlichkeit auch in Zukunft nichts neues mehr geben wird. Der Drops ist zuende gelutscht worden. Nach dem „Neuen Testament“ hat man einen Schlussstrich gezogen. Und dies, obwohl Mohammed klar und deutlich(!) beweist, dass das „Neue Testament“ VERALTET ist und sofort durch den Koran ersetzt gehört. Da man aber auf keiner einzigen theologischen Ebene daran arbeiten möge, beweist die Leere dieser angeblichen Gotteslehren 🙂 Sie hat schlicht keine Relevanz mehr. Es ergeben sich göttlicherseits keine Konsequenzen, wenn man den Lehren folgt, sie ignoriert, verfälscht, erzwingt o.ä. Exakt das, was man erwarten würde, wenn es keine Götter oder Geister gäbe, die da einen Willen in dieser Welt äußern könnten. Mangels sich hierzu äußernden Göttern hat man damit schlicht das Buch geschlossen.

    Der moderne Atheist mime den Ratio-Übermenschen nur, er interessiere sich nicht für philosophische Theorien und Beweise.

    Der „moderne Atheist“ braucht dieses tote Pferd nicht weiter zu reiten. Die philosophischen Theorien und Beweise sind dem „modernen Atheist“ längst bekannt. Es sei denn, Herr Schumacher belegt, welche „moderne Atheisten“ die nicht näher dahergebrachten philosophischen Theorien und Beweise desinteressiert gegenüber stehen. Wenn es um die bekannten philosophischen Theorien und Beweise z,Bsp. der Kirchenväter geht, dann wäre es doch höchst interessant zu erfahren, wie man die philosophischen Theorien und Beweise anderer Kulturen, etwa die der Chinesen oder Inder, damit klar und korrekt widerlegen kann 😀
    Wenn’s nicht klappt, wird’s nunmal langsam uninteressant. Klappe zu, Apple tot.

    Irgendwann stellt sich doch die große Frage nach dem Sinn.

    Mit dem Theodizee- und dem Informationsproblem erübrigt sich für die meisten Ungläubigen der Welt die Mühe einer Suche nach einem theologisch basierten Sinn. Dies zu akzeptieren fällt den Gläubigen jedoch zutiefst schwer, weshalb sie es noch immer nicht so richtig verstehen möchten, wie man „gottlos“ glücklich sein kann 🙂

  9. #9 von Willie am 16. November 2018 - 17:49

    Moderne Atheisten wollen nicht diskutieren, sondern nur die eigene Ignoranz bestätigt sehen, schreibt der Journalist Raoul Löbbert in der Wochenzeitung Die Zeit

    Erinner mich an die Homöopathen. Selbst keine Belege vorbringen können, sich Einladngen zu Diskussionen verwehren, aber dann genau dies reklamieren.
    https://blog.gwup.net/2018/11/14/drohungen-und-beleidigungen-wenn-homoeopathen-ploetzlich-auf-opfer-machen/

    Wenn er auf einer Party davon berichte, dass er gläubig sei, ernte er meistens eine Tirade an Anfeindungen, schreibt der Journalist Raoul Löbbert in der Wochenzeitung Die Zeit.

    Toll, er will Parties mit seinem Glaubensgedöns die Stimmung nehemn und beschwert sich dann.

    Dabei ist er sich sicher, dass es auch für hartgesottene Atheisten Momente gebe, wo sie existenziellen Trost brauchen.

    Strohmann, niemand bestreitet, dass Atheisten, Agnostiker …. ohne Trost auskommen wúrden.

    „Nervig bis unerträglich“ werde der Atheismus allerdings, wenn er nach einer Grundsatzdiskussion über Sinn und Unsinn von Religion verlange.

    Wo wir doch alle wissen, dass so ein relig. Glaube unanfechtbar ist und nur postuliert werden muss.

    Dabei ist sich der Autor sicher, dass jeder Mensch an einen Punkt im Leben stoßen könne, wo Hoffnung bitter nötig sei.

    Nochmals Strohmann

    Warum beschwert der sich úberhaupt, der hat doch Trost und Hoffnung in seiner Beterei.

  10. #10 von reclaimer8015 am 16. November 2018 - 19:02

    Sollte der Mann nicht die Ehrlichkeit der Leute schätzen?! Bei dem fortschreitenden Werteverfall heutzutage……
    Nervig finde ich hingegen, wenn jemand seine aburden Weltansichten wie eine Selbstverständlichkeit in meinen Party-Smalltalk reinquetscht und erwartet ich würde nur höflich alles abnicken. Entweder er sucht sich bessere Feiern aus, oder gleich eine sozialverträglichere Religion!

  11. #11 von Elvenpath am 16. November 2018 - 19:13

    „Moderne Atheisten wollen nicht diskutieren, sondern nur die eigene Ignoranz bestätigt sehen, schreibt der Journalist Raoul Löbbert in der Wochenzeitung Die Zeit “

    Theisten sind nur frustriert, weil wir uns nicht mehr auf ihr theologisch-philosophisches Gelabere einlassen und statt dessen mit Fakten kommen.

  12. #12 von Andreas P am 16. November 2018 - 23:10

    Die „Zeit“ ist inzwischen auf dem Niveau eines Kirchentag-Veranstaltungsblättchens heruntergekommen, nur mit mehr Papierverschwendung, häufigerer Erscheinungsweise und einem Halbbildungs-Volldünkel, der kaum noch zu parodieren ist. Was den Vorwurf der Ignoranz betrifft… gut, manch ein Geisterfahrer auf der Autobahn glaubt ja auch, dass nur all die anderen in die falsche Richtung fahren.

  13. #13 von Willie am 17. November 2018 - 03:37

    @Andreas

    Inzwischen? Der BfG Bayern führt und aktualisiert seit 2013 die Seite http://www.die-fromme-zeit.de

  14. #14 von Marco Krieger am 17. November 2018 - 11:20

    Tja, was soll ich sagen, ich bin wohl mit meinem Kommentar offiziell zum aggressiven Atheisten aufgestiegen…mein Kommentar ist nicht veröffentlicht worden.
    Schade, ich hätte gern mit Herrn Löbbert diskutiert, aber ohne eine beidseitige Kommunikation wird das eher schwierig.

  15. #15 von parksuender am 17. November 2018 - 11:29

    @Marco Krieger
    Welchen Kommentar meinst Du? Den hier Zitierten von #4? Ist doch bei Pro freigeschaltet worden.

    Aber wenn Du mich fragst, solltest Du ihn bei der Zeit veröffentlichen. Oder Herrn Löbbert gleich auf Twitter ansprechen. Die Pro wird er höchstwahrscheinlich nicht lesen.

  16. #16 von Marco Krieger am 17. November 2018 - 11:31

    Und…ich nehme alles zurück…beide Kommentare sind veröffentlicht.

  17. #17 von Marco Krieger am 17. November 2018 - 11:34

    Die Zeit müsste ich abbonieren, um einen Kommentar zu schalten…und Twitter hab ich noch nie benutzt.

  18. #18 von Marco Krieger am 17. November 2018 - 15:22

    So, hab den ersten Tweet meines Lebens abgesetzt…wie aufregend!

    Mal sehen, ob der Herr Löbbert sich meldet.

  19. #19 von Skydaddy am 17. November 2018 - 16:05

    Dabei habe man früher mit „Kulturatheisten“ immerhin noch diskutieren können. „Weil sie neugierig waren und dieselben Fragen stellten. Gibt es ein Leben nach dem Tod? Worauf kann man hoffen in dieser Welt?“ Der „moderne Heide“ hingegen wolle nicht diskutieren, Wissen sei ihm „schnuppe“.

    Wissen sei uns „schnuppe“??? Es sind doch die Gläubigen, die immer wieder darauf hinweisen, dass „Glauben“ nicht gleich „Wissen“ ist. Folglich kann ein Gläubiger (in seiner speziellen Funktion als Gläubiger) aus seinem Glauben eben auch nichts zum Wissen beitragen.

    Ich vermute zudem, dass viele Fragen, über die Herr Löbbert gerne diskutieren möchte, Fragen sind, die nur religiöse oder sonstwie irrational angehauchte Menschen stellen. Da sie sich rationalen Menschen nicht stellen, brauchen rationale Menschen solche Fragen auch nicht zu diskutieren, ebensowenig, wie sie sich mit den Scheinproblemen der Gläubigen befassen müssen („Wie kann Gott all das Leid zulassen?“)

    Speziell die Fragen, die Herr Löbbert erwähnt („Gibt es ein Leben nach dem Tod? Worauf kann man hoffen in dieser Welt?“) können zudem leicht den Eindruck vermitteln, als ob Herr Löbbert gar nicht an einer ernsthaften Diskussion interessiert sei, sondern dass er die Fragen lediglich als Aufhänger sieht, über die vermeintlichen Vorteile seiner Religion zu dozieren.

    Aber wenn Herr Löbbert Christ ist, ahnen wir ja sowieso, was seine Antworten sein werden: Ja, es gibt ein ewiges Leben, und das ist auch das, worauf wir hoffen können.

    Der moderne Atheist mime den Ratio-Übermenschen nur, er interessiere sich nicht für philosophische Theorien und Beweise. Und weiter schreibt der Journalist: „Der moderne Atheist hat sich in seiner spirituellen Unbehaustheit derart häuslich eingerichtet, dass er keiner weiteren Hoffnung bedarf.“

    Die Atheisten werden sich vermutlich genausoviel oder -wenig für Löbberts „philosophische Theorien und Beweise“ interessieren, wie er sich für die „Theorien und Beweise“ anderer Religionen. Und auf Außenstehende wirken auch Christen so, als ob sie sich in ihrem Glauben derart häuslich eingerichtet haben, dass sie keiner weiteren Hoffnung bedürfen.

    „Nervig bis unerträglich“ werde der Atheismus allerdings, wenn er nach einer Grundsatzdiskussion über Sinn und Unsinn von Religion verlange.

    Bevor man mit jemandem diskutiert, sollte man sich vergewissern, dass beide Seiten nach denselben Regeln argumentieren. Da Gläubige die üblichen Regeln der Erkenntnis in Glaubensfragen ignorieren und sich stattdessen auf Offenbarungen, persönliche Erfahrungen, Gefühle und Gewissheiten berufen, ist eine Grundsatzdiskussion, ob das gerechtfertigt ist, die einzige sinnvolle Diskussion, die man hier führen kann. Bei anderen Gläubigen wird Löbbert diese Erfahrung natürlich nicht machen, da diese ja ebenfalls mit Offenbarung, Gefühlen usw. argumentieren. Aber gegenüber Atheisten sind solche Argumente eben sinnlos.

    Im Übrigen scheint mir Löbberts Gejammer auf fehlende soziale Kompetenz hinzudeuten. (Und wenn mir das schon auffällt, sollte das zu denken geben!) Ich erwarte nicht, dass sich alle Leute für die Themen interessieren, die mich interessieren. Vielmehr weiß ich, dass sich die meisten Leute NICHT für die Themen interessieren, die ich interessant finde. Folglich behellige ich die Leute nicht proaktiv damit. Ein interessantes Gespräch muss sich „ergeben“. Das ist natürlich einfacher, wenn man mal zuhört, worüber der Gegenüber diskutieren möchte. Oder wenn man mal fragt, warum der andere Atheist ist.

    Dabei ist sich der Autor sicher, dass jeder Mensch an einen Punkt im Leben stoßen könne, wo Hoffnung bitter nötig sei.

    Mit Leuten, die derartige Dinge mit Sicherheit zu wissen glauben, sind in der Regel keine guten Diskussionen möglich. Das klingt sehr nach jemandem, der sich durch nichts von seiner Auffassung abbringen lassen will.

  20. #20 von Marco Krieger am 17. November 2018 - 16:49

    Herr Löbbert hat sich bei mir gemeldet und fragt an, wie wir uns das vorstellen.
    Habe ihm geschrieben, das er sich beim Admin via mail anmelden soll und dann um dann ein Topic einzustellen, über das wir diskutieren können.
    Ich hoffe, das war so sachlich richtig.
    Falls der oder die Admin sich mit Herrn Löbbert in Verbindung setzten möchten, er scheint auf Twitter recht aktiv zu sein.

  21. #21 von Elvenpath am 17. November 2018 - 18:02

    So, wie es da steht, glaube ich dem Autor kein Wort. Es ist mit Sicherheit nicht so, dass er angegriffen wird, nur weil er in Gesellschaft sagt, dass er Christ ist. Entweder hat er das frei erfunden, oder er gehört zu den Leuten, die auf eine Party kommen, mit ihrem Jesusgeschwafel allen auf den Geist gehen und sich dann wundern, dass die Leute angenervt reagieren.

  22. #22 von Andreas P am 17. November 2018 - 18:51

    Gibt es ein Leben nach dem Tod? – Nein, das hat sich mittlerweile ja nun auch weitgehend herumgesprochen, und deswegen legen ja gerade Kirchenleute viel Wert auf ein angenehmes, langes Leben. (Mönche und Priester – ausgerechnet – führen in Deutschland die Lebenserwartungsliste für Männer an.) Die Vorstellung vom „Gespenst in der Maschine“ (Gilbert Ryle) hatte schon immer große Schwierigkeiten mit einigen recht alltäglichen Beobachtungen (warum Kopfverletzungen sich auf „den Geist“ auswirken, etwa), aber seit dem 20. Jahrhundert ist unser Wissen ziemlich weit gekommen.

    Meine Erfahrung ist allerdings, dass Gläubige nur bestätigt bekommen wollen, dass man ihre Wunschvorstellungen nicht streng logisch-mathematisch als falsch beweisen kann, jenseits jeglicher denkbarer Zweifel. Wo das passiert, wird die Logik gleich insgesamt in Frage gestellt. Jemand, der sich wirklich für diese Frage interessiert, würde sich mit Philosophie, Biologie, Neurowissenschaften beschäftigen – und darüber in aller Regel den Glauben verlieren (oder doch bis zur Unkenntlichkeit „umformulieren“). Die Erfahrung aus mittlerweile Tausenden von Gesprächen ist da aber eindeutig: Was von Apologeten als „Frage“ daherkommt, ist nur Auftakt zur Missioniererei oder zur Suche nach Bestätigung, eben dass man an den eigenen Wunschvorstellungen selbst in Angesicht der Vernunft standhaft festhalten kann.

    Natürlich glaubt der einzelne Apologet, hochoriginell, tief und reflektiert zu sein. Wer ein bisschen in der Philosophie und Geistesgeschichte herumgekommen ist, merkt, dass Gläubige in aller Regel immer wieder dieselben ollen Kamellen durchkauen und immer wieder dieselben logisch hanebüchenen Brüche vorbeten, die seit teils 2 Jahrtausenden offengelegt und analysiert worden sind. Teils sind die Argumente noch deutlich älter. Dass derselbe tiefige Quark immer wieder herumgerührt und immer wieder durchgewälzt wird, beweist strenggenommen nicht seine Falschheit – allerdings beweist das zur Genüge, dass die Betreffenden keinerlei ernsthaftes Interesse an dem haben, was sie angeblich umtreibt. Nur daran, die eigenen Zweifel wieder einmal in Sophistik und Geraune zu ertränken.

    Mit Verlaub, vom mangelnden Respekt dem atheistischen, denkenden Gegenüber einmal abgesehen: Es ist irgendwann nur noch sterbenslangweilig.

  23. #23 von ptie am 18. November 2018 - 14:28

    So, der Autor fühlt sich durch Atheisten genervt?
    Was sollen Atheisten sagen, wenn sie in einem kirchlichen Krankenhaus nicht eingestellt werden?
    Wenn Sie bei der Caritas nicht eingestellt werden, wenn sie im Kindergarten keinen Job finden?

    Alles Bereich, die wie der Autor sicherlich weiß, die zum allergrößten Teil von der Gesellschaft bezahlt werden.
    Das ist eine ungerechtfertigte Schlechterbehandlung – das nervt.

    Dass ich in einer Diskussion mit anderen Menschen, andere Positionen oder auch Gleichgültigkeit meiner Herzenssache gegenüber begegne, solte man als erachsener Mensch realisiert haben.

  24. #24 von Charlie am 18. November 2018 - 17:19

    Mich nerven Christen, die glauben zu wissen, wie Atheisten ticken.