Salzburg: Gottesdienste „für Zweifler“

Die Salzburger Stadtpfarre St. Andrä startet ein neues Gottesdienstformat für „Zweifler“. Die sogenannte Thomasmesse, eine als ökumenischer Gottesdienst gefeierte Liturgie, richtet sich an „Ungläubige, Zweifler und andere gute Christen“.

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[https://religion.orf.at/stories/2947717/

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  1. #1 von joerndyck am 16. November 2018 - 14:15

    Darf man denn, wie der legedarische Thomas, auch Fragen und Zweifel in die versammelte Gemeinde rufen? Darf man den Herrn Priester vor versammelter Gemeinde herausfordern und nach Beweisen fragen? Wird der Herr Priester, wie in der Thomas-Legende, einen Beweis liefern, den jeder sehen und anfassen kann? Oder bleibt es bei leeren Behauptungen?

    Ist es vorgesehen, dass die Zweifler zumindest theoretisch Recht behalten könnten? Oder sind die Rollen von vornherein so verteilt, dass am Ende immer der Priester gewinnt?

    Wird überhaupt ein Zweifler ans Mikrofon gelassen? Oder sind die Zweifler nur Statisten für die Unfehlbarkeit des Priesters? Wird es Rede und Gegenrede geben?

    Wenn es nur die übliche Predigt ist, welche die Gemeinde gefälligst stumm zu schlucken hat, dann sehe ich keinen Unterschied zu einem gewöhnlichen Gottesdienst. Dass sich die Kirche öffentlich einem kritischen Diskurs stellt, bei dem sogar Beweise präsentiert werden, glaube ich erst dann, wenn ich es sehe.

  2. #2 von t.nor am 16. November 2018 - 14:16

    Wie verzweifelt muss man sie sein.

  3. #3 von Rene am 16. November 2018 - 15:26

    Nur, die Zweifler werden nicht kommen.

  4. #4 von klafuenf am 16. November 2018 - 15:43

    Stell dir vor, es ist Messe und keiner geht hin.

  5. #5 von uwe hauptschueler am 16. November 2018 - 15:53

    „Ungläubige, Zweifler und andere gute Christen“.

    Wer nicht milletanter Krawallatheist ist, der wird als Christ vereinnahmt.

  6. #6 von Noncredist am 16. November 2018 - 15:54

    Rahmen für die ökumenische Feier sind die Feierlichkeiten der Stadtpfarre anlässlich des 120-jährigen Bestehens der Stadtpfarrkirche St. Andrä am Mirabellplatz von 16. bis 18. November.

    Vermutlich will man sich am Strohhalm des Unglaubens klammern, weil ansonsten gar keiner mehr den Weg in diese Kirche suchen würde 😉

    Ein traditioneller Sonntagsgottesdienst „kann ein unglaublicher Schatz sein“ (..)

    Wie wir es hier beobachten: seit Generationen(!) ist der „traditionelle Sonntagsgottesdienst“ – aus öffentlichen Geldern finanziert – im öffentlich-rechtlichem Fernsehen verfolgbar. Anscheinend hat nicht einmal diese mediale Aufmerksamkeit zu einem Wachstum der Besucher geführt. Dieser „unglaubliche Schatz“ scheint nur abseits der Freiheit zu einem Wachstum zu führen. Verpufft das Interesse des Menschen an Gott, wird der Dienst an Gott – wie auch die Gottheit selbst – verpuffen 🙂

    Menschen, die etwa in ihrem bisherigen Leben wenig mit Kirche in Berührung gekommen und nicht in diese Traditionen hineingewachsen sind, oder auch Menschen, die Zweifel spüren – sie finden in den klassischen Gottesdiensten nicht immer die geeignete Andockstelle.

    Im Normalfall sollte der unwissende Mensch beim wissendem Menschen nachfragen dürfen, wie dieses „geheimnisvolle mysteriöse Phänomen“ (ein Gottesdienst(!) wohlgemerkt) funktioniert. Da es noch weiterhin weder einen Nachweis der Wirksamkeit dieser Dienste noch ein Beleg über dessen behauptete Übernatur gibt, ist die Aussage der Berufsgläubigen unüberprüfbar und damit nicht bestätigbar, ob die vorne gespielte Liturgieshow namens „tradizioneller Gottesdienst“ nunmal wirkt, dem Gott gefällt, vielleicht missfällt oder überhaupt nicht einmal tangiert, da inexistente Wesen nunmal kein Interesse an Christen darbringen können 😉

    Letztenendes wird das übliche praktiziert. Man schwurbelt mal mit Rockmusik, mal mit Lichtshow oder mit Untertiteln, damit dann – auf Biegen und Brechen – Interesse erweckt werden kann. Eine sehr simple PR-Aktion ohne „tiefere Wahrheiten“. Weil diese Show längst altbekannt ist und – genau deshalb – in dieser weiterentwickelten Welt an Interesse verlor. Man reitet ein totes Pferd, geschmückt mit glänzenden Begriffen wie „neues Format“ 😉

  7. #7 von Willie am 16. November 2018 - 18:30

    Salzburg: Gottesdienste „für Zweifler“

    Dieser Gottesdienst muss ja dann voll mit Pfarrern, Priestern, Bischöfen und Kirchenangestellten sein.

  8. #8 von reclaimer8015 am 16. November 2018 - 21:15

    Das wirkt mir doch recht verzweifelt…..
    Haha, konnte da nicht wiederstehen ^^

    Nach kurzer Recherche musste ich feststellen dass man diese Idee schon um die 2000er-Jahre herum von den Finnen übernommen hat!
    Wie effektiv kann denn sowas sein wenn die Austrittszahlen steigen?

  9. #9 von Andreas P am 16. November 2018 - 23:13

    Ungläubige als „gute Christen“ zu verunglimpfen – ist das als Beleidigung justitiabel?