Kein Sex vor Ehe: Bento-Autorin kritisiert Kandidatenvorstellung bei „The Voice“

Eine Autorin von Bento.de bemängelt, dass die Sendung „The Voice of Germany“ bei einer christlichen Kandidatin Details zu ihrem Intimleben offenlegt. Solche Fragen seien diejenigen von „Klatschsüchtigen“.

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[https://www.pro-medienmagazin.de/medien/journalismus/2018/11/13/kein-sex-vor-ehe-bento-autorin-kritisiert-kandidatenvorstellung-bei-the-voice/

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  1. #1 von Marco Krieger am 14. November 2018 - 09:33

    Das Sexleben von anderen ist nicht das Problem…das Problem ist, das Menschen nichts besseres zu tun haben, als sich von RTL und Konsorten verblöden zu lassen.

  2. #2 von Charlie am 14. November 2018 - 09:47

    Ich habe das nicht gesehen, aber so wie ich die Evangelikalen und das Privatfernsehen kenne, haben die das voll stolz selbst erzählt und das Fernsehen springt darauf an.

  3. #3 von paul0f am 14. November 2018 - 10:00

    Solche Fragen seien diejenigen von „Klatschsüchtigen“<

    Bento.de .. mooooment – ist das nicht der Teil aus dem Spiegel-Verlag, welcher genau dieses Klientel (Klatschsüchtige) bedient?

  4. #4 von Noncredist am 14. November 2018 - 12:42

    In einem Einspielvideo wurde das Talent vorgestellt. Darin sprach sie über ihre Beziehung zu ihrem Mann Patrick Jakucs, den sie vor drei Monaten heiratete. Basis ihrer Beziehung sei ihre gemeinsame Liebe zu Jesus. Dass die beiden mit dem Sex bis zur Ehe gewartet haben, war ein prominenter Punkt im „The Voice“-Einspieler.

    OK, bis hierhin ist es ein typischer Einspieler zum Thema „Person, Beziehungsstatus, freiwillig mitgeteilten Details“.
    Und nun zum wirklich schlimmen Teil diesen Einspielers:

    Die Bento-Autorin Helene Flachsenberg betont, dass es in der Show eigentlich um die Gesangskünste der Teilnehmer und nicht vordergründig um deren Privatleben gehen sollte.

    Dann dürfte es niemals Informationen ausserhalb der Musiktalentes geben. Weder Beziehungsstatus, noch Wohnort, Studium o.ä. Dann konzentriert man sich auf die Stimme, aber nicht auf die Privatperson.
    Sind Menschen daran interessiert? Anscheinend nicht nur(!) 😉

    Aber muss man dazu wirklich ihre intimsten Details kennen?

    Weshalb wird der Muss-Strohmann hier ausgepackt? Ich kenne kein Programmverlauf, bei der die Gesangstalente nach der Angabe ihrer Religionszugehörigkeit, Informationen ihres religiös-geprägten Lebens – welches ebenfalls NICHT zum Gesang mitgehören MUSS 😉 – und anderen Informationen wie etwa „wir sind vor kurzem erst hergezogen“ o.ä. notwendigerweise auch ihr Sexualleben mitteilen MÜSSEN.

    Dass Kandidatin Amanda sehr gläubig ist, war interessant zu wissen (..)

    Und wo genau MUSS(!) man den Zuschauer über das Religionsleben, den freiwillig mitgeteilten Familienstand oder die Art des Zusammenlebens informieren? Für die reine Gesangsvorstellung ist es vollkommen irrelevant, ob man was vom Alltag eines homosexuellen Sängers erfährt oder vom alltäglichen Leben einer religiös-fundamentalistischen Person.

    Es ist die neugierige Frage, die Klatschsüchtige auf einer Party stellen, über die sich Bekannte hinter ihrem Rücken lustig machen.

    Non sequitur. Hier wird der Wille zur bösartigen Rede als Prämisse vorangestellt. Ich weiss nicht, auf welchen klatschsüchtigen Parties die Bento-Autorin sich gerne befindet, aber wenn die Sängerin ein Problem damit gehabt hätte, hindert sie kein Gesetz daran, diese Information NICHT mitzuteilen. Aber anscheinend war es wohl nicht unangenehm, diese kleine private Detail der Welt mitzuteilen.

    Christen sind doch nicht scheu, ihr Leben auch anderen „vorzuleben“ und damit zu zeigen, wie ihre Lebensform nunmal „gott-ideal“ sei. Ob andere Menschen sich nun darüber erfreuen oder es hinter dem Rücken auslachen, ist eine vollkommen freie Entscheidung und dürfte kein Problem sein. Die Sängerin ist erwachsen genug dieses MItteilen ebenfalls selbst entscheiden zu dürfen.

    Ob sie das Thema von sich aus vor so einem großen Publikum ansprechen wollten, oder ob das ,The Voice‘-Team sie dazu gedrängt hat? Weiß man nicht.

    Aber schön, dass man eine Spalte mit Unwissen füllen kann. Man sollte vor dem Feierabend im Bento-Büro jedoch den brennenden Strohmann wieder ausmachen. Licht aus und Tschüss 😉

  5. #5 von Unechter Pole am 14. November 2018 - 22:03

    @Marco Krieger
    Immerhin ist z.B. „Adam sucht Eva“ trotz des verbibelblödeten Titels wesentlich intellektueller und menschenwürdiger als ein öffentlich-rechtliches „Wort zum Sonntag“.