Papst vergleicht Abtreibung mit Auftragsmord

Papst Franziskus hat Abtreibung mit einem Auftragsmord verglichen. Eine Schwangerschaft abzubrechen sei, „wie jemanden zu beseitigen“, sagte er am Mittwoch bei seiner Generalaudienz am Petersplatz.

(…)

„Einen Menschen zu beseitigen ist wie die Inanspruchnahme eines Auftragsmörders, um ein Problem zu lösen“, sagte Franziskus weiter. „Das kann man nicht machen, es ist nicht gerecht, einen Menschen umzubringen, auch wenn er klein ist.“

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[https://religion.orf.at/stories/2940811/

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  1. #1 von schiffmo am 11. Oktober 2018 - 10:08

    Und Kommentatoren geben so Schwachsinn wieder wie „der tritt ja nur für seine Position ein“. Nein, das Arsch arbeitet daran, die Frauen zu unterdrücken. Zu viele lassen sich den Scheiß auch noch gefallen.
    Man hört ja nicht wirklich, dass Frauen gerne abtreiben, vielmehr ist das Gegenteil der Fall. Dann kann er möglichst vielen Frauen entweder „schwerste Sünde“ vorwerfen oder sie in tiefste Not stürzen. Das nennt man Dilemma, und dieses Arsch mitsamt seiner ganzen katholischen Kirche will genau dieses Dilemma für möglichst viele Frauen herbeiführen. Damit das auch bestimmt funktionert, will dieses Arsch auch noch möglichst vielen Menschen wirksame Verhütungsmittel vorenthalten.

  2. #2 von Charlie am 11. Oktober 2018 - 10:50

    Könnten Männer schwanger werden, Abtreibung wäre längst ein Sakrament. Spaß bei Seite. Schon erstaunlich, wie sehr sich diese Fundis für das ungeborene Leben eintreten, aber wenn das geborene Leben später Sätze sagt wie „ich bin schwul“ oder „ich glaube nicht an Gott“ etc, dann nämlich darf das ex-ungeborene Leben ewig in der Hölle schmoren.

  3. #3 von Noncredist am 11. Oktober 2018 - 11:08

    Ist es richtig, ein menschliches Leben zu beseitigen, um ein Problem zu lösen?

    Kommt auf die Situation an, da ich die Moral nicht als absolute Größe erkennen kann.

    Ist es richtig, einen Auftragsmörder anzuheuern, um ein Problem zu lösen?

    Wenn das anheuern von eines Auftragsmörders in einem sozialen Lebensgemeinschaft nicht moralisch bewertet werden würde, dann kann man nichts dazu sagen. Da aber in unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft man mit den Handlungen des Auftragsmörders das Leben einer Person gegen dessen Willen auf Null verkürzen würde, ergäbe sich ein Problem. Weshalb steht es der einen Person zu, Lebenszeit verkürzen zu dürfen. Und weshalb wird der anderen Person vorenthalten, dessen Leben vor Verkürzungen geschützt zu wissen? Somit halte ich es für falsch, einen Auftragsmörder anzuheuern, ein „Problem“ zu lösen.

    Doch wie sieht es aus, wenn die „Zielperson“ es bewusst selbst so wünscht? Wenn die Person todkrank im Bett liegt, dessen Ableben unvermeidbar ist und man noch in Würde, und nicht als sabbernder Fleischklumpen, von der Welt abtreten möchte? Darf man dann die Leistung eines „professionellen Geräteabschalters“ in Anspruch nehmen? Oder gilt der „Lebenszeitverkürzer“ ebenfalls als strafrechtlich zu verfolgender Auftragsmörder? Ist es dann richtig, diesem Menschen den Wunsch zu verwehren?

    Einen Menschen zu beseitigen ist wie die Inanspruchnahme eines Auftragsmörders, um ein Problem zu lösen

    So wie man damals die Menschen beseitigte, die der Lehre der Kirche nicht ganz angenehm waren? Wie man „Fremdkörper im System“ beseitigte, indem man supernaturale Negativgötter, sogenannte Dämonen, in ihnen vermutete? Mächte, bei der selbst Gott keine Macht darüber hatte und nur speziell ausgebildete Priester aus dem Vatikan dagegen vorgehen konnten?

    (..) während eine skandalös hohe Zahl an Menschen unter menschenunwürdigen Bedingungen lebt.

    Man selbst betreibt Tourismus und erfreut sich staatlicher Zuschüsse und Mitgliedsbeiträge in Milliardenhöhe. Monat für Monat. Aber gut zu wissen, dass man gegen die Bedingungen vollkommen machtlos ist, und man darauf wohl aufmerksam machen kann. Als ob dies alles nicht längst bekannt wäre.

    Das ist Missachtung des Lebens, also in gewisser Hinsicht: töten

    Die Vertuschung der Missbräuche war eine Missachtung des kleinen Kinderlebens, also in gewisser Hinsicht: töten. Wann genau wird die Staatsanwaltschaft die Räume des Vatikans unter die Lupe nehmen, um die hundertausende Ermordungen eines spiritistischen Massentötungsvereins aufzuarbeiten?

    Aber wie kann eine Handlung, die unschuldiges Leben beseitigt, therapeutisch, zivilisiert und menschlich sein?

    Weil das zu abtreibende Stück Fleisch kein schützenswertes menschliches Leben darstellt, solange es nicht einen speziellen Entwicklungsvorgang hinter sich gebracht hat. So wie nicht jeder Mensch dort draussen einen Bischof ernnen kann, nur weil die Person sich als „christlich“ empfindet. Genausowenig wie man amputierte Gliedmaßen oder entfernte Krebszellen als „ermordete Menschenleben“ bezeichnet, genausowenig werden – vom Mutterorganismus notwendigerweise zwangsernährten und ohne funktionierendem Gehirn ausgestattete Fleischklumpen als schützenswertes Leben angesehen.

    Wenn Eltern die Diagnose einer schweren Behinderung ihres ungeborenen Kindes bekämen, bräuchten sie „wahre Nähe“ und Solidarität, um ihre Ängste zu überwinden.

    Oder den Eltern überlässt man die Freiheit, sich für die Austragung zu entscheiden, inklusive sämtlicher Konsequenzen. Womöglich lebenslanger Pflegefall. Im bestem Fall verstirbt das Kind noch im häuslichem Umfeld. Man gebährt ein empfindungsfähiges Wesen, um es dann bewusst dem Tod auszusetzen.
    Als Alternative gäbe es die Möglichkeit, es im empfindungsunfähigem Zustand zu entfernen. Ohne jemals die Fähigkeit des Leidens zu erfahren, wird man dem Kind dieses Schicksal ersparen. So wie die meisten Eltern der Welt ihre Kinder vor unliebsamen Erfahrungen schützen möchten.

    Stattdessen bekommen sie hastige Ratschläge, die Schwangerschaft zu abzubrechen

    Weshalb denn „hastige“? Dem Papst gefällt es wohl anscheinend, schöne Buzzwords zu benutzen 🙂

    Solange der Papst, das Oberhaupt der Katholischen Kirche aus Rom, es seinen Mitgliedern(!) vorschreibt, solange habe ich im Sinne der Religionsfreiheit kein Problem damit. Doch solange die religiöse Truppe ihre Gottheiten und Supernatürlichkeiten, auf denen sie ihren Glauben gründen, nicht nachweisen können, solange haben sie im Entscheidungsprozess anderer Menschen keine Relevanz zu haben. Sie müssen schlicht nur nachweisen, dass sie „richtig“ liegen. Und anscheinend, wenn man sich die Welt und all ihre Religionen und Splitterreligionen mal so ansieht, haben wir nicht gerade eine klare Aussage eines Gottes vor uns, sondern abertausende Meinungen von Menschen, die sich teilw. gar gegenseitig widersprechen. Ich kann daran nicht erkennen, weshalb die RKK mit ihrer Meinung mehr Gewicht bekommen sollte, als die naturalistisch basierte Vernunft der schwangerschaftsabbrechenden Mutter.

    Aber was solls. Er ist ja auch ein Mann, der den Teufel im eigenem Gotteshaus sieht 😉

  4. #4 von K.Brückner am 11. Oktober 2018 - 11:20

    Schon das Wort Abtreibung halte ich für eine sehr problematische Diskriminierung, Wortwahl und unangemessene Zuspitzung. Es geht um einen Schwangerschaftsabbruch zu einem Zeitpunkt, zu dem der entstehende Mensch noch keine eigene Seele hat und zumindest in Deutschland nur sehr wenige Zellen zusammen gewachsen sind. Es geht um eine autonome Entscheidung der Frau, die sich für einen Schwangerschaftsabbruch normalerweise erst nach Abwägung sehr vieler Gesichtspunkte entscheidet. Dass eine religiöse Organisation sich in dieser Weise zu einer solchen Frage äußert und gleichzeitig nicht ein Wort zur Bevölkerungsexplosion findet und vor allen Dingen nicht einen Weg aufzeigt, dieser Menschheits bedrohenden Entwicklung zu begegnen, offenbart die ganze Scheinheiligkeit und Verlogenheit des Faschings-
    prinzen von Rom.

    K.Brückner

  5. #5 von uwe hauptschueler am 11. Oktober 2018 - 11:20

    Ein abgetriebener Papst, wäre ein guter Papst.

  6. #6 von Veria am 11. Oktober 2018 - 11:26

    Irgendwer sollte den Kerl mal an die Wand klatschen. Sein Verein verursacht doch einen Gutteil der Situationen, in denen Abtreibung verlangt und durchgeführt wird!

    (Ich bin gegen Abtreibung, ausser in den aller-aller-notwendigsten Fällen – aber in denen sollte man dann auch nicht noch mit der Sünde-Keule draufhauen.)

  7. #7 von Andreas P am 11. Oktober 2018 - 11:35

    Mit Geburtenkontrolle und Familienplanung keine Verelendung, ohne Elend und Ignoranz auf Dauer keine Chance für die RKK & Konsorten – das ist die Lehre aus der Entwicklung der Wohlfahrtsstaaten.

    Ansonsten ist die Abtreibung früher auch bei der RKK erlaubt gewesen, verboten wurde sie aufgrund der – veralteten – Vorstellungen der Medizin der frühen Neuzeit. Für die ernsthafteren unter den Gläubigen ist das Umbringen an sich eh nicht das Problem, sondern die fehlende Taufe. Wäre dem anders, wären die Verhältnisse speziell auch in katholischen Heimen nie so tödlich gewesen, wie sie nun mal waren.

  8. #8 von Rene am 11. Oktober 2018 - 13:05

    Das sagt der Capo der Organisation, die in der Geschichte die längste und breiteste Blutspur überhaupt hinterlassen hat. Ganze Kulturen und Völker wurden von diesen Verbrechern ausgerottet. Und wer ist der wahre Feind der Kinderficker? Die selbstbestimmte Frau.

  9. #9 von Diamond Mcnamara am 11. Oktober 2018 - 13:07

    Herr Brückner: „…eigene Seele“?… Gibt es irgendwo eine Diskussion zwischen einem Hirnforscher und einem TheoLOGEN zu sehen? Danke für Hinweis.

  10. #10 von Diamond Mcnamara am 11. Oktober 2018 - 13:08

    Tell us more about it, Pope!

  11. #11 von Franziska am 11. Oktober 2018 - 15:17

    Wenn eine Schwangerschaft also Gottgewollt ist, müsste ich doch eigentlich Unterhalt von der katholischen Kirche bekommen, oder? Damit hätten sich viele Abtreibungen und Zukunftsängste erledigt.
    Also, Gott, drück dich nicht vor deiner Verantwortung!

  12. #12 von Marco Krieger am 11. Oktober 2018 - 16:26

    Hier sehen wir eiskaltes Kalkül am Werk…direkt nach dem Aufkommen einer der größten Missbrauchsnachweise und dem desaströsen Bild, das die Missbrauchsstudie zeichnet, wird aus dem Stegreif eine Drohkulisse für die dummen Schafe aufgebaut und der Auftrag an diese ausgegeben, dagegen anzubeten. Zeitgleich wird völlig willkürlich auf eine Personengruppe oder ein menschliches Verhalten gezeigt und „Haltet den Dieb!“ gebrüllt.
    Also alles nichts Neues.
    Was mich wirklich trifft, ist die Dummheit der Medienmacher/Reporter/Journalisten. Wenn ich diesen Müll lese, kommt mir der Kotz hoch…Franziskus der Reformer….AM ARSCH!
    Und natürlich ist die anachronistische Haltung der Kirchen zum Thema Abtreibung so neu, wie das Buch, aus dem diese Dummschwätzer bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit zitieren.
    Liest eigentlich ausser uns Atheisten niemand in diesem Schmöcker?
    Warum tun die alle immer so überrascht, wenn der Sektenführer aus Rom eine seiner kackbraunen, nach tausendjähriger Verwesung stinkenden „Perlen“ absondert?
    Der Kinderfickerchef erzählt doch nichts, was wir auch ohne seinen Sprechdurchfall nicht auch schon so wüssten.

    Kleiner Hinweis, Wasser ist nass.

  13. #13 von Deus Ex Machina am 11. Oktober 2018 - 17:16

    Ein weiterer Beitrag aus der Reihe „Franz weiß nicht, wovon er redet“.

  14. #14 von Friedensgrenze am 11. Oktober 2018 - 19:34

    Der Papstpups ist meiner Meinung nach ein excellenter Anlass mal wieder auf : http://www.Kirchenaustritt.de hinzuweisen.

    Auch sollte ruhig mal wieder darauf hingewiesen werden daß der November der Kirchenaustrittsmonat ist, so daß Jeder der den November nicht nutzt, das komplette Jahr 2019 auch noch an die Ekelkirchen zahlen muss.

  15. #15 von Willie am 11. Oktober 2018 - 22:02

    Dabei hat sein allwissender Gott doch diese Auftragsmórder bereit für sich mitgeschöft, siehe AT, dort werden sie als Engel bezeichnet. 😉