Kenia: Atheisten wollen eigenen Feiertag

In Kenia fordert die Organisation „Atheists in Kenya“ einen eigenen Feiertag für Atheisten.

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[https://www.deutschlandfunk.de/kenia-atheisten-wollen-eigenen-feiertag.2849.de.html?drn:news_id=916307

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  1. #1 von Yeti am 21. August 2018 - 08:52

    Wenn die das durchkriegen, wander‘ ich aus!

  2. #2 von meteo am 21. August 2018 - 10:29

    Naja, dann bist du in einem sehr religiösen Land (im Gegensatz zu Deutschland, auch wenn in Schland starke regionale Unterschiede gibt), und dieser atheistische Verein in Kenia ist sehr klein. In afrikanischen Ländern, gibt es eher das Risiko, dass mittelaterische religiöse Gesetze eingeführt werden. Zum Beispiel wäre es in Uganda fast dazu gekommen, dass Homosexualität mit der Todesstrafe bestraft wird (schließlich gibt es dafür „nur“ eine Freiheitsstrafe, wenn ich mich gut erinnere). In Nigeria kommen Atheisten machmal ins psychiatrische Krankenhaus, wo Ärtze sie dafür für geisteskrank halten (wenn sie darüber erzählen, aber dort sollte man das lieber geheim halten, auch wegen Lebensgefahr).

  3. #3 von uwe hauptschueler am 21. August 2018 - 11:10

    Säkulare Feste wären mir noch lieber. Es ließen sich z.B. Winter- oder Sommersonnenwende feiern. Mit welcher Bedeutung diese Feste aufgeladen würden, könnte man den Feiernden überlassen.

  4. #4 von Rene am 21. August 2018 - 13:51

    Ich würde Dr. Carl von Linde ehren. Ich denke täglich an ihn, wenn ich in mein überhitztes Auto steige. Genial, der Mann.

  5. #5 von Elvenpath am 21. August 2018 - 14:39

    Das ist Käse. Man brauchen keine Feiertage für spezielle Gruppen.
    Man brauchen Feiertage, mit denen sich alle Menschen identifizieren können.
    Mein Vorschlag sein Längerem für Deutschland: Den Karftreitag als stillen Feiertag beibehalten, allerdings aus ihm ein säkularen Feiertag machen: Zum Beispiel „Tag der Umwelt“. Still, KFZ-frei.
    Und da habe ich nichts dagegen, dass die Christen an dem Tag auch ihr Fest feiern können.

  6. #6 von Yeti am 21. August 2018 - 15:32

    @elvenpath:

    Man brauchen keine Feiertage für spezielle Gruppen.

    Auch wieder wahr. Speziell Dein Karfreitags-Vorschlag hat was, mit dem alle klar kommen könnten.

  7. #7 von Jörn Dyck am 21. August 2018 - 16:49

    Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.

    Erst wenn es uns Atheisten gelingen sollte, den Karfreitag abzuschaffen, hätten wir tatsächlich einen Grund zum Feiern.

    Den „Feiertag zur Abschaffung des Karfreitags“ würde ich (aus historischen Gründen) auf den früheren Karfreitag legen.

    Damit sich die Menschen vorstellen können, wie schlimm damals das Tanzverbot am Karfreitag war, würde ich am „Feiertag zur Abschaffung des Karfreitags“ ebenfalls auf das Tanzen verzichten.

    Das wäre eine riesige Niederlage für die katholische Kirche!

    Das Problem: Irgendwann werden die Katholiken diese Demütigung nicht mehr hinnehmen, und der „Feiertag zur Abschaffung des Karfreitags“ würde abgeschafft.

    Die Katholiken würden diesen Sieg womöglich mit einem Feiertag feiern, am besten am Karfreitag. Um die Boshaftigkeit des atheistischen Tanzverbots zu illustrieren, bleibt das Tanzen an diesem Tag verboten.

    Diesen Teufelskreis kann man nur durch einen weiteren Feiertag durchbrechen, an dem das Tanzen vorgeschrieben ist. Der entscheidende Trick ist jedoch: Damit sich niemand mehr beschweren kann, bleibt der Grund für den Feiertag geheim.

  8. #8 von Elvenpath am 21. August 2018 - 17:02

    „man brauchen“ … ich habe ja wieder nen Text drauf. Kommt davon, wenn man immer wieder umformuliert.
    Sorry.

  9. #9 von Willie am 21. August 2018 - 23:37

    Sehen wir es mal positiv: Der Kenianische Atheistenverband muss Aufmerksamkeit erzeugen, damit man in diesem Land überhaupt zur Kenntnis nimmt, dass es solche Menschen und so einen Verband úberhaupt gibt.

  10. #10 von Andreas P am 22. August 2018 - 07:13

    Mein Vorschlag wäre – der Geburtstag.

    Anstatt eine abstrakte Idee (oder konkret: die Nichtbesessenheit von einer Idee) irgendwie in einen Tag zu gießen – darf man an dem Tag auch feiern, nicht an Einhörner zu glauben? -, oder irgendeinen vorgeblich übervorbildlichen toten Promi zu feiern, feiert man die Tatsache, dass ein bestimmter Mensch auf der Welt ist, mit dem man verbunden ist und mit dem man was positives verbindet. Und zwar ganz individuell.

    Klingt absurd? Vor ein paar Jahrzehnten haben nicht nur Zeugen Jehovas, sondern auch jede Menge Kirchenchristen noch Geburtstagsfeiern als „heidnisch“ und „unchristlich“ abgelehnt, sinngemäß mit den obigen Argumenten. 🙂