Luzerner Kirche irritiert Passanten mit Handygeklingel

Vom Turm der Luzerner Peterskapelle erschallt in den nächsten zwei Wochen statt regelmässiger Glockenschläge ein unregelmässiges Handygeklingel. Zwei Kunststudentinnen wollen mit ihrem Projekt „Zeitzeichen“ die Passanten irritieren.

(…)

Sie stellten fest, dass Handygeklingel heute präsenter ist als Kirchengeläut. Die meisten Menschen reagieren sofort, wenn das Mobiltelefon klingelt. Von dieser zentralen Rolle, die das Smartphone im Leben hat, stellt sich für die beiden Frauen auch die Frage, ob das Handy zum modernen Gott geworden sei.

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[https://www.volksblatt.li/Nachricht.aspx?src=sda&id=286579

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  1. #1 von Charlie am 18. Juli 2018 - 09:39

    Und dieses laute Handygeklingel ist erlaubt??

    Die meisten Menschen reagieren sofort, wenn das Mobiltelefon klingelt. Von dieser zentralen Rolle, die das Smartphone im Leben hat, stellt sich für die beiden Frauen auch die Frage, ob das Handy zum modernen Gott geworden sei.

    Und was ist die Alternative, einfach nicht reagieren, weil sonst das Handy zum „modernen gott“ wird?? Absurd!! Wenn ihr Zauberwesen nicht im Mittelpunkt stehen kann, sind Kirchlinge wieder eifersüchtig auf andere Dinge.

  2. #2 von Rene am 18. Juli 2018 - 11:04

    Auf meinem Handy steht eindeutig SAMSUNG. Und ich glaube an ALDI talk. Keine Götter weit und breit.

  3. #3 von Gerry am 18. Juli 2018 - 11:13

    Dagegen müsste sich doch gut klagen lassen.

    Die üblichen Begründungen der Gerichte, warum Kirchengebimmel zu ertragen sei, dürften hier ja nicht greifen.

  4. #4 von Noncredist am 18. Juli 2018 - 13:37

    Von dieser zentralen Rolle, die das Smartphone im Leben hat, stellt sich für die beiden Frauen auch die Frage, ob das Handy zum modernen Gott geworden sei.

    Wie sieht die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod für Handybesitzer aus? Einfach mal eine Umfrage starten und auswerten. Ihre Frage würde dann wohl besser geklärt werden, als wenn sie zusätzlichen Lärm durch die Gegend schleudern. Aber das ist wohl zuviel verlangt 😉

  5. #5 von aranxo am 18. Juli 2018 - 18:39

    Was für ein bemühtes, aber wieder an der Realität vorbeigehendes Gesülze. Wo ist denn Handyklingeln präsent? Wenn das eigene Handy klingelt, ist das immer noch genauso peinlich wie in den Anfangszeiten. Fast jeder schaltet doch sein Ding auf lautlos, weil das sowieso überall erwartet wird, zumindest in den Jobs, zu denen man es nicht braucht. Da kann mans auch in der Freizeit aus lassen. Also brummt allenfalls mal was. Und außerdem kann man das Ding auch ignorieren, wenn man was besseres zu tun hat. Man kann ja zurück rufen. Ist ja nicht so wie früher, dass man nur wusste, wers ist, wenn man auch abhebt.

  6. #6 von Jörn Dyck am 18. Juli 2018 - 20:58

    Das Problem ist aber nicht, dass normale Leute gelegentlich das Klingeln eines Handys hören, sondern dass Gläubige ein Klingeln in ihren Köpfen hören.

    Ich kann gut verstehen, dass Gläubigen das ganze Geklingel höchst verwirrend vorkommt. Immer bimmelt irgendwas.

    Meine Oma sagt dazu: Mehr Gemüse essen und morgens kalt duschen, dann hört das Geklingel auf.

  7. #7 von Marco Krieger am 18. Juli 2018 - 22:12

    Ok, das Klingeln eines Mobiltelefons deutet auf das Mobiltelefon als Gottheit hin?
    Dann deutet das Läuten einer Kirchenglocke auf….na komm schon…das kann doch so schwer nicht sein, oder?
    Gott ist eine Glocke!

  8. #8 von Paul am 18. Juli 2018 - 22:54

    Das Kirchengebammel ist so in Fleisch und Blut übergegangen, dass es beim vorbeilaufen eh nicht mehr interessiert, es schon nicht mehr wahrgenommen wird. Vor allem kann ich mit einem Handy und realen Gegenüber kommunizieren, ok geht mit „KI“ natürlich auch. Was im Gegensatz, wenn ich in der Kirchenbank, knieend irgenwelche Fürbitten oder ein Vater hilf mir dahin brabble und mir eh keiner antwortet, wenigstens mit dem Handy noch einen Spassfaktor habe. Ergo wird für viele das Gebimmel einfach nur nichts sagend sein und als völlig unnütz, auch auf Dauer abgestellt werden können. Götter habe ich noch keine gesehen, den dreieinigen Gott schon garnicht und mein Handy besitzt Hard- und Software, nicht mehr und nicht weniger und eine Anbetung findet meinerseits auch nicht statt. Auch wenn ihr euch eine „neue Aura“ zulegt, bleibt es der selbe unwahre Schwachsinn den ihr mit dem Alten oder Neuem Testament verbreitet.

  9. #9 von Willie am 19. Juli 2018 - 02:56

    Ich finds ja immer wieder lustig, wie die Religiösen da selbst überall andere Gottheiten sehen. Denken die überhaupt nicht an die eigenen Nachkommen bis in die dritte, vierte Generation hinein?

  10. #10 von schiffmo am 19. Juli 2018 - 10:33

    Die heilige Schrift transportiert keine Religion, die Tradition der Praxis tut es. Deshalb gibt es keine griechischen und römischen Altgläubigen mehr, obwohl Teile der Schriften überliefert sind. Umgekehrt hat die „lebendige Tradition“ das Verbrennen der sibyllinischen Bücher (und deren Neu-Aufschreiben unter Augustus) überstanden. Beides deutet darauf hin, dass diese Tradition wichtiger ist als die Schriften und die konkreten Rituale.
    Diese Kunstaktion soll Ideen und Gläubige liefern, um eine Traditionslinie zu finden, die die jetzige Epoche zu überdauern verspricht, weil die alten Traditionslinien brüchig geworden sind.