Theologe: Kirche hat Pillen-Verbot als Irrweg erkannt

1968 sorgte ein Aspekt von „Humanae vitae“ für weltweite Kritik: Der Papst verbot Katholiken den Gebrauch von Verhütungsmitteln. Laut einem Theologen hat sich in der Kirche inzwischen aber ein Wandel vollzogen.

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[http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/theologe-kirche-hat-pillen-verbot-als-irrweg-erkannt

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  1. #1 von Gerry am 16. Juli 2018 - 08:37

    „Ein Papst kann nicht einfach seine Vorgänger korrigieren und sagen, der hat sich geirrt, sondern er versucht einfach, das nicht mehr mit der gleichen Lautstärke und Verbindlichkeit einzufordern.“

    Ohne Worte…

  2. #2 von Rene am 16. Juli 2018 - 10:32

    Also abwarten, bis Gras drüber gewachsen ist.

  3. #3 von Charlie am 16. Juli 2018 - 11:29

    Wann?

  4. #4 von ichglaubsnicht am 16. Juli 2018 - 12:10

    Hingegen „ist jede Handlung verwerflich, die entweder in Voraussicht oder während des Vollzuges des ehelichen Aktes oder im Anschluß an ihn beim Ablauf seiner natürlichen Auswirkungen darauf abstellt, die Fortpflanzung zu verhindern, sei es als Ziel, sei es als Mittel zum Ziel.

    vatican.va/archive/DEU0035/_P8C.HTM#WA
    Also das steht da immer noch.

  5. #5 von Diamond Mcnamara am 16. Juli 2018 - 12:32

    Es ist also verwerflich, die Evolution in ihrem Verlauf aufzuhalten.

  6. #6 von Marco Krieger am 16. Juli 2018 - 13:40

    @manglaubtesnicht

    Ja klar steht das da immer noch, aber Du musst das jetzt leise lesen!
    Aber Atheismus ist Relativismus, gelle?

  7. #7 von Noncredist am 16. Juli 2018 - 14:32

    Der Papst und viele Bischöfe haben nach Ansicht des Moraltheologen Eberhard Schockenhoff das Verbot künstlicher Empfängnisverhütung „als Irrweg erkannt“.

    Nach Ansicht anderer Menschen jedoch nicht. Welche dieser „Wahrheiten“ spiegelt die Realität wieder? 😉

    Benedikt XVI. und erst recht Papst Franziskus seien bei diesem Thema weit zurückhaltender als ihre Vorgänger (..)

    Und?

    Ein Papst kann nicht einfach seine Vorgänger korrigieren und sagen, der hat sich geirrt, sondern er versucht einfach, das nicht mehr mit der gleichen Lautstärke und Verbindlichkeit einzufordern.

    Wo genau spiegelt dies die Lehre der Kirche wieder? Kann man sich tatsächlich sicher sein, dass eine „nicht so laut geäußerte“ Meinung dann zu einer „Erkennung des Irrweges“ wird? Gibt es hierzu klare kirchliche Äußerungen? (pun intended!)

    Laut Schockenhoff liegt dagegen heute der lehramtliche Akzent von Papst und Bischöfen stärker auf Werthaltungen wie ehelicher Treue, Respekt und Rücksichtnahme. Dieser „eigentliche Sinn“ von „Humanae vitae“ werde hochgehalten, ohne bis ins Einzelne „der Schöpfungsordnung entsprechende“ Methoden der Familienplanung abzuleiten.

    Wie genau liest man daraus einen „erkannten Irrweg“ heraus?

    Rund um den 50. Jahrestag von „Humanae vitae“ widmen sich Theologen und katholische Medien der Entstehungsgeschichte der Enzyklika und ihrer Rezeption. Gilfredo Marengo, Vorsitzender einer von Papst Franziskus eingesetzten Kommission, die die Entstehung von „Humanae vitae“ untersuchen sollte, veröffentlichte in dieser Woche ein Buch, das neue Details über die Entstehung berichtet. Demnach habe Papst Paul VI. während der ersten Bischofssynode im Herbst 1967 die anwesenden rund 200 Bischöfe um ihre Meinung zur hormonellen Empfängnisregelung befragen lassen.

    Absoluter IRRSINN. 1968 erschien ein Buch vom Oberhaupt, das die Pille verbot. Punkt. Im Jahre 2018 FORSCHEN(!!!!) Katholiken in ihren eigenen Archiven, weil sie nicht einmal wussten(!!!), dass ein Jahr zuvor eine Befragung stattgefunden hat? Was kommt als nächstes? Man zeigt sich schockiert(!) über den Inhalt dieses Buches, was man bis dahin nicht einmal aufgeschlagen hat?

    Mein Gott bin ich froh, diesem Wahnsinnsverein vor Jahren den Rücken gekehrt zu haben. Sind ja alles Bekloppte dort! 😀

  8. #8 von Friedensgrenze am 16. Juli 2018 - 14:38

    Wen interessiert schon die Meinung eines Papstes?

  9. #9 von m0ebius am 16. Juli 2018 - 21:40

    Wenn man bei der RKK etwas als Irrtum erkennt, verkündigt man es also nur noch untergeordnet als ewige Wahrheit. Gut zu wissen.

  10. #10 von Willie am 17. Juli 2018 - 04:08

    Rund um den 50. Jahrestag von „Humanae vitae“ widmen sich Theologen und katholische Medien der Entstehungsgeschichte der Enzyklika und …

    Das ist schnell erklärt: Ein wissenschaftlicher Forschungserfolg wurde in die Tat umgesetzt und die Berufs-Misogyniker schrien sofort: Neiiiiiin. Ist doch nichts Neues, wird doch heute auch noch so gemacht.

  11. #11 von Gerry am 17. Juli 2018 - 07:28

    Berufs-Misogyniker

    Sehr treffender Begriff.
    Gleich mal ins eigene Wortrepertoire aufnehmen…