Der Gott? Die Gott? Das Gott?

Das Gebetbuch soll «entmännlicht» werden, fordern Vertreterinnen und Vertreter einiger christlicher Kirchen in den USA. Frevel oder fair? Und wie steht die Schweiz dazu?

(…)

In Schweden hat die evangelisch-lutherische Kirche den Begriff des «Gottvaters» abgeschafft – mit Ausnahme im «Vaterunser». Warum?

Es ist das Gebet Jesu. Ein ziemlich gut überlieferter Text und fast der einzige, der von Christinnen und Christen auf der ganzen Welt so gebetet wird – egal, ob sie orthodox, katholisch, evangelisch, etc. sind. Die Ökumene spielt hierbei eine wichtige Rolle: Man soll zusammen beten können.

weiterlesen:

[https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/gendergerechte-sprache-der-gott-die-gott-das-gott

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  1. #1 von dezer.de am 11. Juli 2018 - 17:37

    Und Jesus war eine asexuelle transqueere PoC.

  2. #2 von Gerry am 11. Juli 2018 - 17:47

    Hätte man ja mal wieder einen Grund für ein Schisma….

    Als ob an dem Krempel nicht seit grob 2.000 Jahren rumgeändert wird.

  3. #3 von Marco Krieger am 11. Juli 2018 - 17:51

    Ersetzt das Wort Gott durch überhöchtes Selbstbildnis und jeder kann sein eigenes Geschlecht dran fantasieren.
    Ich sag das nur ungerne liebe Christen, aber welches Personalpronom euer Schwachsinn trägt, ist völlig irrelevant.
    Dieser Müll schadet Menschen und macht ignorant und arrogant.
    Das kann man an dieser Debatte klar erkennen. Statt sich um echte Probleme zu kümmern, werden Pseudo-Probleme gewälzt , Zeit und Geld verschwendet, wärend andernorts Menschen, die alles verloren haben, unter Lebensgefahr aus ihren Ländern flüchten, um dann entweder im Mittelmehr zu ertrinken, oder hier auf eine Mauer aus Ablehnen zu stossen.
    Aber man muss halt Prioritäten setzen, nicht wahr?

  4. #4 von Diamond Mcnamara am 11. Juli 2018 - 19:08

    Wesen unser,dass du pisst im Himmel.Oh mann.

  5. #5 von Skydaddy am 11. Juli 2018 - 21:20

    Das Vaterunser ist „gut überliefert“?

    Das Vaterunser ist konstruiert, es steht in dem konstruierten Matthäusevangelium in der Mitte der ebenfalls konstruierten Bergpredigt, und in der Mitte befinden sich die drei „Dein“-Wünsche („Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe …“).

    Das spricht gegen eine Überlieferung und stark dafür, dass Matthäus alles erfunden bzw. konstruiert hat.

    Deshalb heißt es übrigens auch zu Beginn des Matthäusevangeliums, Jesus werde „Immanuel“ genannt werden („Gott mit uns“). Das ergibt zwar keinen Sinn, korrespondiert aber mit Jesu Aussage am Ende des Evangeliums, wo er sagt: „Ich bin bei euch alle Tage“.

    Näheres dazu in Richard Carriers „The Historicity of Jesus“, ab S. 456. Hinsichtlich der Konstruktion bezieht sich Carrier auf Dale Allison, speziell Studies in Matthew (2005).

  6. #6 von Jörn Dyck am 12. Juli 2018 - 00:41

    Das Wort „Überliefert“ suggeriert, dass es sich um Worte handelt, die in diesem Wortlaut ursprünglich/wortgetreu von Jesus stammen, und dass man sich dessen sicher sein kann.

    Das Vaterunser kann aber überhaupt nicht „überliefert“ sein, da der Überlieferer nicht dabei gewesen sein kann, als es gesprochen wurde. Matthäus kann also höchstens Hörensagen in Anspruch nehmen und folglich höchstens Hörensagen überliefern. Dasselbe gilt für die Spekulation, das Vaterunser sei eine Erfindung von Lukas gewesen. Beide können nicht vor Ort dabei gewesen sein, weil sie erst später lebten. Wie Skydaddy oben ausführt, ist es höchstwahrscheinlich ein Konstrukt.

    Außerdem: wen kümmert’s? Wenn es tatsächlich eine Person namens „Jesus“ gab, die dieses Gebet erstmals gesprochen hat: Welches Gewicht erlangt dieses Gebet dadurch? Keines. Gewicht würde das Gebet allein durch Wirkung erlangen. Wenn hungernde Menschen beteten: „Unser täglich Brot gib uns heute“, und wenn sich daraufhin tatsächlich der Brotkorb füllen würde — dann hätte es Gewicht.

    Stattdessen hat das Vaterunser die Menschen im Stich gelassen, seit sie es beten: Kein göttliches Königreich ist gekommen, kein heiliger Wille ist geschehen, weder im Himmel noch auf Erden; kein täglich Brot fiel aus dem Wolken, und die Menschen wurden nicht vom Übel erlöst.

    Das ganze Gebet ist ein völliger Flop. Es ist erstaunlich, mit welcher Inbrunst es selbst nach 2.000 Jahren noch gebetet wird. Es wirft ein seltsames Licht auf die Rationalität und Glaubwürdigkeit der Gläubigen, die ja stets darauf bestehen, ernst genommen zu werden.

  7. #7 von Willie am 12. Juli 2018 - 02:34

    Ach Gottchen.

  8. #8 von klafuenf am 12. Juli 2018 - 09:57

    Also meine Göttin ist weiblich. Ist mir als ignostischem Diskordianer aber auch egal.

  9. #9 von schiffmo am 12. Juli 2018 - 13:20

    Also, ich bin zwar auch Diskordianer, aber meine Göttin suche ich noch.

  10. #10 von Noch ein Fragender am 12. Juli 2018 - 14:02

    Da bekanntlich Frauen im Durchschnitt intelligenter und emphatischer als Männer sind, geht die Einstufung des alten Sintflut-Wüterich als männliche Gottheit schon in Ordnung.

    Zyn off

    Dan Barker, God: The Most Unpleasant Character in All Fiction

  11. #11 von user unknown am 15. Juli 2018 - 06:29

    @Noch ein Fragender:

    Da bekanntlich Frauen im Durchschnitt intelligenter und emphatischer als Männer sind

    So, sind sie das?