Warum zieht es nur zehn Prozent in den Gottesdienst?

Viele Kirchen haben sonntags mit leeren Kirchenbänken zu kämpfen. Auch in der katholischen Gemeinde in Stuttgart-Sillenbuch kommen gerade einmal zehn Prozent der Mitglieder zum Gottesdienst. Ein paar Ideen, wie sich das ändern ließe.

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{https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.kirche-in-stuttgart-sillenbuch-warum-zieht-es-nur-zehn-prozent-in-den-gottesdienst.66be8ca3-8d98-4ae2-ac52-08beb4b50427.html

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  1. #1 von Thomas Rindt am 22. Juni 2018 - 14:20

    Meine Güte! Die müssen einfach akzeptieren, dass wohl die Mehrzahl der Kirchenmitglieder nicht gläubige Menschen sind – sie sind „aus Gewohnheit“ katholisch oder evangelisch o.a. . nicht aus innerer Überzeugung. Für viele „gehört es dazu“ oder ein Austritt verbleibt aus Bequemlichkeit. Mag es noch einige geben, die einen diffusen Glauben an ein höherres Wesen haben – nimmt man nur die, die das Glaubensbekenntnis in seiner Gesamtheit für sich unterschreiben würden – es blieben wohl nicht mal die 10% Gottesdienstbesucher übrig.

    Die ganzen Zahlen zu den Mitgliedern der versch. Religionsgemeinschaften haben doch heute überhaupt keine Aussagekraft mehr – außer, dass man weiß, wie viele zum Reichtum der Kirchen beitragen …

  2. #2 von Gerry am 22. Juni 2018 - 14:23

    Zum einen: Ich schaue bei solchen Berichten die enthaltenen Fotos immer genau an. Der Anteil an weißhaarigen Menschen ist bislang immer höher als in der gesamten Bevölkerung

    Zum anderen: Angesichts der im Artikel erwähnten „Ideen“ mit denen man mehr Mitglieder in den Gottesdienst bekommen will, frage ich mich, ob die Redaktion da subtil die Kirchgänger lächerlich dastehen lassen will oder ob die tatsächlich so lächerliche Ideen haben.

  3. #3 von ptie am 22. Juni 2018 - 14:32

    alle ausschließen, die nicht zum Gottesdienst erscheinen, dann erhöht sich der Anteil der Kirchgänger (bezogen auf die verbleibenden Kirchenmitgliedern)

  4. #4 von ichglaubsnicht am 22. Juni 2018 - 14:41

    Die Ideen aus dem Artikel: Kerzen anders aufstellen, weil es stimmiger aussieht, Pfarrer mit Ansteckmikro damit man ihn besser hört und Toilette ausschildern, dass niemand wegen einer schwachen Blase früher heim geht.
    Potential damit neue Besucher anzulocken: Praktisch 0.

    Das einzige was die machen könnten wäre vermutlich jedem Besucher Freibier auszuschenken und ein Brathähnchen zu servieren und mit Plakaten dafür zu werben. Außerdem sollte das störende Getue vom Pfarrer vorne von einer Stunde (oder wie lange das geht) auf 5-10 Minuten eingedampft werden, damit es nicht so stört.

  5. #5 von Gerry am 22. Juni 2018 - 14:44

    @ ichglaubsnicht

    Hier auf dem Land nennen wir so etwas ein Zeltfest mit Zeltgottesdienst.
    Bier und Brathendl sind aber leider nicht gratis (glücklicherweise mag ich beides nicht).

  6. #6 von Charlie am 22. Juni 2018 - 15:08

    Aus 90% 100% machen, ginge schneller.

  7. #7 von schiffmo am 22. Juni 2018 - 16:07

    @charlie: Mit einem Zettel, auf dem drauf steht, dass der Gottesdienst wegen Krankheit/Geschäftsaufgabe/technischen Gründen vorübergehend entfällt?

  8. #8 von Jörn Dyck am 22. Juni 2018 - 16:22

    Ich denke, dass die christliche Botschaft nicht mehr interessiert. Es liegt nicht an der Form, sondern am Inhalt.

    Mediziner heilen mehr Kranke, als es Jesus je konnte
    unser Sozialsystem hilft mehr Bedürftigen, als es die Zwölf Apostel je konnten
    Beten nützt dabei nichts, sondern Sozial- und Krankensystem werden von fleißigen Bürgern finanziert.

    Und:

    Wenn der Pfarrer wirklich etwas über den Schöpfer wüsste, stünden hundert TV-Übertragungswagen vor der Tür, aber offenbar ist das nicht der Fall.

  9. #9 von Veria am 22. Juni 2018 - 20:08

    Ich schlage ein offenes W-LAN vor.

  10. #10 von Unechter Pole am 22. Juni 2018 - 20:16

    Vielleicht Kommunion unter drei Gestalten: Brot, Kelch und Gras.

  11. #11 von Noncredist am 23. Juni 2018 - 01:09

    Wie lustig 🙂 Besitzen längst die Fähigkeit, schon im Kindergartenalter den Gottesdienst einzutrichtern, und dennoch entscheiden sich 90% der „Mitglieder“ ihre Freizeit lieber mit anderen Handlungen zu füllen, als das jahrtausendealte Märchen – allsonntäglich – durchzukauen. Vielleicht sind die Menschen einfach nur medial überschallt, von all den christlichen Nonsens. Im TV, im Radio, als Beilage in der Zeitung, als Rubrik im TV-Heft usw. usf. 😀

  12. #12 von Willie am 23. Juni 2018 - 01:13

    Viele Kirchen haben sonntags mit leeren Kirchenbänken zu kämpfen. … Ein paar Ideen, wie sich das ändern ließe.

    Bänke rausschmeißen
    Noch mehr Kreuze aus den Bänken basteln und an Bayern verkaufen
    Kirche schließen und in die kleineren Gemmeindesäle umziehen