Todesanzeigen verraten: Gläubige leben länger

Todesanzeigen und Nachrufe verraten viel über das Leben der Menschen. Forscher in den USA haben sich das zunutze gemacht. Mit ihrer außergewöhnlichen Studie haben sie vor allem eine Frage verfolgt.

(…)

Teilweise dürfte die höhere Lebenserwartung der Gläubigen auf ihr ehrenamtliches Engagement und die soziale Vernetzung in der Glaubensgemeinschaft zurückzuführen sein. Laut den Forschern sorgten diese Faktoren allerdings im Schnitt nur für ein um etwa ein Jahr längeres Leben. „Die Religionszugehörigkeit hat darüber hinaus noch große Vorteile, die dadurch nicht erklärt werden können“, so Wallace. Als Beispiel nannte sie religiöse Verhaltensnormen, die etwa ungesundes Verhalten wie Drogenkonsum oder Geschlechtsverkehr mit häufig wechselnden Partnern untersagen. Auch Praktiken wie Gebet und Meditation oder auch nur eine Haltung der Dankbarkeit können sich laut den Forschern positiv auswirken.

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[http://katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/todesanzeigen-verraten-glaubige-leben-langer

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  1. #1 von Noncredist am 19. Juni 2018 - 12:04

    Teilweise dürfte die höhere Lebenserwartung der Gläubigen auf ihr ehrenamtliches Engagement und die soziale Vernetzung in der Glaubensgemeinschaft zurückzuführen sein. Laut den Forschern sorgten diese Faktoren allerdings im Schnitt nur für ein um etwa ein Jahr längeres Leben.

    Das ehrenamtliche Engagement kann ausgeschlossen werden, da man eine solche Wirkung dann in allen ehrenamtlichen Engagements finden müsste. Die Vernetzung hingegen kann zu einer schnelleren Reaktion bei z.Bsp. Erkrankungen führen. Man geht früher zum Arzt, wenn einer aus der In-Group da etwas empfiehlt. Und da liegt das Problem, denn es kann auch zum gegenteiligem Effekt führen. Es kommt auf das Vertrauen an. Eine gute (evidenzbasierte medizinische) Bildung ist ein weit besserer Garant für ein längeres Leben als Homöopathie-verbreitende Abergläubige in der eignen sozialen Gruppe.

    Kurz: Es hat nichts mit Gott, Amen oder sonstigen göttlichen Firlefanz zu tun, wenn die Menschen ein zusätzliches Lebensjahr besitzen. Schade um den Katholizismus 🙂

  2. #2 von Gerry am 19. Juni 2018 - 12:20

    Gläubige leben länger

    Ist das die Vorfreude auf das ewige Leben nach dem Tod?

  3. #3 von ptie am 19. Juni 2018 - 12:29

    wenn ich mir die Daten zur Lebenserwartung anschaue:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Lebenserwartung#/media/File:Life_Expectancy.svg
    dann sieht es mir eher danach aus, dass die Lebenserwartung nicht mit der Religiösität korreliert.
    Gute medizinische Versorgung, gute Bildung, gute materiellen Versorgung, eine saubere Umwelt erscheinen mir wesentlich wichtiger zu sein.

  4. #4 von Jörn Dyck am 19. Juni 2018 - 14:47

    Von mir aus leben religiöse Menschen länger. Aber es macht ihnen keinen Spaß.

  5. #5 von Rene am 19. Juni 2018 - 15:07

    Dies ist wohl eine Erhebung der Chuck-Norris-University. Der Artikel auf katholisch.de ist mir zu schwammig. In dieser Form überzeugt mich das nicht. Die Behauptung mag auf katholische Mönche zutreffen, aber ansonsten ist das Geschwurbel.

  6. #6 von Jörn Dyck am 19. Juni 2018 - 15:41

    Wer unsterblich ist, lebt logischerweise länger als die anderen. Einfache Mathematik.

  7. #7 von Veria am 19. Juni 2018 - 16:03

    Weist eine Todesanzeige denn wirklich so deutlich auf die Religionszugehörigkeit eines Verstorbenen hin? Halte ich für zu bezweifeln.

  8. #8 von Yeti am 19. Juni 2018 - 17:10

    Klar „leben“ die länger.

    Todesanzeige eines devoten Katholen:

    Nach langem, schwerem Leiden [endlich grins] vom Herrn aufgenommen …

    Todesanzeige eines aufgeklärten Atheisten:

    Nach kurzer, schwerer Krankheit, … verstorben.

    Ist nur so ein Gefühl, aber wenn ich mich in meinem Dunstkreis so umgucke, ist es auch das, was die betreffenden Fraktionen „wollen“.

    @Veria:

    Weist eine Todesanzeige denn wirklich so deutlich auf die Religionszugehörigkeit eines Verstorbenen hin? Halte ich für zu bezweifeln.

    Sehe ich genauso.
    Es weist wohl eher auf die Religion(szugehörigkeit) der (die Beerdigung bezahlenden) Nachkommen hin.

    Die beste Mutter, die ich je hatte (wird morgen 76!), möchte z.B. ihre Urne in einem Friedewald bestatten lassen, damit ich „wenigstens zur Beerdigung und vielleicht noch ein, zweimal hinterher“ dahin gehe und an sie denke. Sie ist noch Kirchenmitglied und wird das wohl auch bleiben. Der Pfarrer wird mein Cousin sein.
    Damit ist dann auch gewährleistet, dass ich den Pfaffen nicht verprügele, wie ich es am besten bei der Beerdigung meines Vaters getan hätte.
    Dieses Arschloch defilierte an der Reihe der Trauernden vorbei („mein Beileid, …“) und, weil ich damals schon aus der Kirche ausgetreten war und er das wusste, ignoriert er mich einfach – ganz bewusst – und geht an mir vorbei.
    Das war für mich das Ende dieser Beerdigung.

  9. #9 von awmrkl am 19. Juni 2018 - 19:42

    @yeti
    Naja, so kennt man doch dieses „nächstenliebende“ Pack, oder?
    Ich jedenfalls schon.
    Und dafür, daß Du den Pfaffen verprügelt hättest, hättest Du meine Absolution!

  10. #10 von kereng am 19. Juni 2018 - 20:11

    Bekanntlich sind ältere Amerikaner tendenziell religiöser. Es ist also zu erwarten, dass die älteren Verstorbenen gläubiger sind als die jüngeren. Ich habe dem Artikel nicht entnommen, dass dieser Effekt berücksichtigt wurde.

  11. #11 von uwe hauptschueler am 19. Juni 2018 - 22:18

    Australien hat eine Atheistenrate von 30%. Die Lebenserwartung beträgt 82 Jahre.
    Afghanistan hat eine Atheistenrate von 0,3%. Die Lebenserwartung beträgt 52 Jahre.
    Q.: CIA FACTBOOK

  12. #12 von Willie am 20. Juni 2018 - 04:48

    Todesanzeigen und Nachrufe verraten viel über das Leben der Menschen.

    Das verrät nichts über die/den Verstorbene:n, sondern nur etwas darúber was die Hinterbliebenen dort Preis geben (wollen). Ich z.B. kenne Fälle, wo trotz atheischer Lebensweise und sogar oder ohne Kirchenmitglied zu sein die Todesanzeige mit Kreuz und Gottes-/Bibelgelabert verziert war.

  13. #13 von F. M. am 24. Juni 2018 - 23:01

    @Willie

    Kenn ich auch aus bayerischer Kleinstadt. Dort wird in Todesanzeigen gelogen, dass sich die Balken biegen, nach dem Motto: was wern d’Leit sage, wann mia d’Wahrheit nei schreibe? Oh Gott, oh Gott, die Beichtstühle müssten platzen vor lauter Andrang. Tun sie aber nicht. Die eigenen Sünden sind keine, weiss der (Selbst)Gerechte.

  14. #14 von Unechter Pole am 25. Juni 2018 - 10:46

    Noch eine andere Vermutung:
    Menschen, die früher geboren wurden, sind religiöser.