Papst: „Dass du schwul bist, spielt keine Rolle“

Franziskus macht wieder mit einer angeblich positiven Aussage gegenüber einem offen schwulen Mann von sich reden – eine Bestätigung dafür gibt es allerdings nicht.

(…)

Demgegenüber stehen viele Äußerungen, in denen der Papst die Distanz der Kirche zu sexuellen und geschlechtlichen Minderheiten bekräftigt – mit teils heftiger Rhetorik. So beklagte er mit Blick auf gleichgeschlechtliche Eheschließungen einen „Weltkrieg“ gegen die Hetero-Ehe oder beklagte gegenüber Journalisten, dass Homosexualität „kein Grund zum Jubeln“ sei. Außerdem bekämpfte seine Kirche die Einführung die politische Öffnung der Ehe in vielen Ländern und polemisierte sogar gegen die Einführung von Lebenspartnerschaften mit weniger Rechten, wie etwa in Italien. Ende 2016 stellte die Kirche zudem klar, dass Homosexualität, selbst wenn sie nicht sexuell ausgelebt wird, ein Ausschlussgrund für das Priesteramt sei (queer.de berichtete).

weiterlesen:

[http://www.queer.de/detail.php?article_id=31215

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  1. #1 von Gerry am 23. Mai 2018 - 10:37

    Dementi aus dem Vatican in 3….2….

  2. #2 von Noncredist am 23. Mai 2018 - 15:10

    Juan Carlos, dass du schwul bist, spielt keine Rolle. Gott hat dich so gemacht, und er liebt dich so, und es ist mir ganz egal. Der Papst will dich so. Du musst glücklich sein, mit dem, was du bist.

    Franziskus hat in diesem Augenblick natürlich nur als Franziskus, als Privatperson, geredet. Es war keine „kirchliche Aussage“ zu dem Thema. Gaaaaanz sicher.

    Erstens vertritt die Kirche nicht die Auffassung, dass „Gott dich so gemacht hat“. Noch bis heute hält die Kirche die Möglichkeit offen, dass Homosexualität „geheilt“ werden kann. Das man also Gottes ureigene Entscheidung korrigieren sollte, weil man als Sündenmensch sowieso besser drauf ist als ein Supergott.

    Zweitens… ob Gott einen homosexuellen Menschen lieben würde, dafür liefert weder der Papst noch die einzige schriftliche Quelle etwaiger Gotteswünsche, die Bibel, einen Beleg. Es ist genauso aus dem Hintern gezogen wie die Behauptung, ein Mensch(engott) sei auferstanden.

    Drittens… das die Kirche den Hedonismus bei Christen fördern würde, also das „Glücklichsein mit sich selbst“, dürfte wohl anhand der Aussagen, der Rituale, der geltenden Regeln und sämtlichen Handlungen der katholischen Geistlichen dieser Erde wohl angezweifelt werden. Auch nur eine rein erfundene Sache ohne jeglichen Beleg.

    Damit kann man bei … Pardon … ungebildeten Menschen Eindruck schinden, mehr allerdings nicht. Da sollte die Presse um einiges härter darauf aufmerksam machen. Aber stattdessen frömmelt man sich am Katholizismus ran? WTF?!

    Auch das generell LGBTI-feindlich eingestellte Magazin katholisches.info (..) befürchtete in einem am Dienstag veröffentlichten Artikel, dass die Äußerungen de Papstes eine neue Linie in der Kirche bedeuten könnten: „Wird der schwerwiegende Skandal von sexuellem Missbrauch Minderjähriger […] am Ende sogar zu einem Instrument der Homosexualisierung in der Kirche?“, fragte das Magazin am Dienstag.

    Und mal wieder die typische Umkehr von Täter und Opfer, was man von der friedliebende und der Nächstenliebe verpflichtenden Kirchengemeinde gewohnt ist. Die Homosexuellen würden in ihren Augen zu Tätern, die den Skandal – welches nunmal GEISTLICHE verursacht haben – als „Instrument“ missbrauchen, eine Kirche zu manipulieren. Der Missbrauch an Minderjährige würde letztenendes die Ursache, die Schuld sein, weshalb die gute alte homophobe Kirche nun zur verhassten evanglischgleichen Gemeinde mutiert.

    Wenn eine Person homosexuell ist und Gott sucht und guten Willens ist, wer bin ich, über ihn zu richten?

    Ein Papst? Wer hat von einem Papst verlangt, über gottsuchende Gutwillige richten zu müssen? Es reicht doch schon, auf die tradizionelle katholische Lehre zu verweisen. Der Rest machen schon fundamentalistische Kollegen, welche ganz im Zeichen und in der Kultur der Kirche handeln.

    2016 sagte er zudem, die Kirche sollte sich gegenüber ausgegrenzten Homosexuellen entschuldigen

    Und überließ es voll und ganz der freiwilligen Haltung homophober Geistlichen. Solange sie nicht ggf. durch Gottes Willen über Nacht vom homophoben Hassprediger zum armen Mönch mutieren, dürfen sie auch weiterhin als katholische Geistliche arbeiten … und homophob sein. Ohne jegliche Konsequenzen. Denn wenn ein homophober Geistlicher die Liebe Jesus predigt, mit der Kongregation im Einklang ist, wer ist er dann, über ihn zu richten?

  3. #3 von Marco Krieger am 23. Mai 2018 - 19:14

    Papst: „Dass du schwul bist, spielt keine Rolle“
    Schwuler:“ Stimmt, aber dass Du doof bist, das spielt eine Rolle!“

  4. #4 von Elvenpath am 23. Mai 2018 - 19:34

    Der Satz wird nicht vollständig zitiert:

    Papst: „Dass du schwul bist, spielt keine Rolle. mach einfach die Hose auf!“

  5. #5 von Willie am 24. Mai 2018 - 01:35

    ¡Pero no regatea! — Aber nur nicht fummeln.