Gekreuzigter Hase: Christlicher Medienverbund beschwert sich beim ZDF

Ein Plüschhase statt Jesus am Kreuz: So hatte die Satiresendung „heute-show“ die Passionsgeschichte gezeigt. Der Christliche Medienverbund hat dagegen heute eine Programmbeschwerde eingelegt. Die Darstellung mache christliche Glaubensinhalte lächerlich und missachte die Menschenwürde, heißt es darin.

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[https://www.pro-medienmagazin.de/medien/fernsehen/2018/04/19/gekreuzigter-hase-christlicher-medienverbund-beschwert-sich-beim-zdf/

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  1. #1 von Gerry am 19. April 2018 - 17:04

    missachte die Menschenwürde

    Und ich Idiot dachte, man würde die Menschenwürde missachten, wenn man ein Folteropfer öffentlich zur Schau stellt, ohne dass die betroffene Person dazu ihr Einverständnis gegeben hat…

    Haben eigentlich Osterhasen auch eine Menschenwürde?

  2. #2 von Veria am 19. April 2018 - 17:13

    Eine Hasenwürde, Gerry, eine Hasenwürde!

  3. #3 von Lila Grütze am 19. April 2018 - 17:18

    Immer das gleiche Mimimimi von religiöser Seite. Satire ist halt nicht für jeden verständlich.

  4. #4 von Charlie am 19. April 2018 - 17:33

    Es haben sich einige darin beleidigt gefühlt, was heißt, dass sie die Satire nicht verstanden haben. Selbst nachdem man ihnen es erklärt hat. Dann muss ihnen das der Richter NOCHMAL erklären.

  5. #5 von Noncredist am 19. April 2018 - 18:03

    Die Darstellung mache christliche Glaubensinhalte lächerlich und missachte die Menschenwürde, heißt es darin.

    Die Lächerlichmachung christlicher, muslimischer oder gar politischer (Glaubens-)Inhalte ist durch die Meinungsfreiheit dahingehend geschützt, solange die Darstellung nicht zur Störung führe. Zum Beispiel in Form von Menschen, die in Plüschhasen-Kostümen die Straßen befüllen und Geschäfte und Autos in Brand stecken.
    Das Gelächter und die Satire alleine gilt genausowenig als „Angriff gegen X“, wie das Essen von geglauben Menschenfleisch in Form von ungesäuerten Brotstücken als Kannibalismus gilt.

    Und an welcher Stelle wird eine Menschenwürde missachtet? Das wäre interessant. Mal sehen …

    Irion machte in der Beschwerde des Christlichen Medienverbundes zudem deutlich, dass es auch gegen die Achtung der Menschenwürde generell verstoße, einen am Kreuz derart gedemütigten und hingerichteten Menschen auf eine solche Weise darzustellen.

    Absolut kein Problem, meiner Meinung nach. Der Osterhasenverband beschwerte sich nicht, dass ihr Osterhase in einer demütigen Geste gezeigt wurde. Die Anzahl der gekreuzigten Menschen, die auferstanden und sich beim ZDF öffentlich beschwert haben, dürfte ebenfalls gegen NULL tendieren. Und das die Jesus-Kirchen anerkannte Kreuz-Repräsentaten seien, die für SÄMTLICHE gekreuzigten Menschen sprechen dürfen, wäre mir auch neu.

    Somit bleibt es beim Thema „Osterhase am altrömischem Folterinstrument“, bei der die christliche Religion keinen Alleinanspruch auf Darstellung besitzt.

    (..) so wäre es auch in jedem anderen Fall äußerst respektlos, einen solchen Foltertod eines Menschen auf diese Weise der Lächerlichkeit preiszugeben.“

    Wenn der „Foltertod eines Plüschhasens“ tatsächlich Thema einer Grundsatzdebatte werden sollte, ob damit die Plüschhasenwürde verletzt wurde oder nicht, dann hat man wirklich eine neue Tiefe des ohnehin schon extrem flachen Niveau bei religiös motivierten Satire-Anzeigen erreicht.

    Die Krönung des Ganzen ist die Behauptung, die Antwort des ZDF würde „nicht überzeugend“ sein. Sie ist nicht nur überzeugend, sondern auch noch lückenloss nachvollziehbar. Von der Behauptung des AfD-Mannes, über die überspitzte Darstellung eines „Tradizionshasen“ als Mittelpunkt der christlichen Religion bis hin zur Passionsgeschichte und dem Bild was laut dem Weiterdenken der AfD-Behauptung dementsprechend auszusehen hätte. Es gibt absolut gar nichts, was daran noch zu hinterfragen wäre. Da hat man weitaus „schlimmere“ Satire erlebt, welche auch als Satire erkannt und bis heute dementsprechend benannt wurde. 😀

  6. #6 von kraftwort am 19. April 2018 - 20:19

    Wäre mal besser gewesen, die Kritiker hätten den Zusammenhang beachtet: Die AfD-Kritik bezog sich darauf, dass ein Schokohase auf dem Kassenbon nicht als „Osterhase“ sondern als „Traditionshase“ erscheint und das bringe das christliche Abendland in Gefahr. Die „Hasenpassion“ zeigte also, wie albern diese AfD-Kritik ist, weil der Hase in der Tat ja mit dem christlichen Osterfest und dem christlichen Abdnland, wenn es das denn gibt, nix zu tun hat. Zu ziegen, dass AfDler vom Christentum keine Ahnung haben ist ein satirischer Beitrag, der die Christen doch unterstützt und nicht lächerlich macht …

  7. #7 von Charlie am 19. April 2018 - 23:50

    @kraftwort

    Erklär das nicht uns, sondern den Beleidigten.

  8. #8 von Willie am 20. April 2018 - 01:38

    Jetzt wissen wir wenigsten, wer Cäsar umgebracht hat 😉

  9. #9 von Marco Krieger am 20. April 2018 - 05:53

    HASE CÄSAR….meine Kindheit hat mich gerade mit Lichtgeschwindigkeit überfahren.