Bischof: Keine Diamanten aus der Asche von Toten

Der brandenburgische Landtag will am Donnerstag eine Gesetzesnovelle beraten, die es erlauben soll, aus der Asche von Verstorbenen Diamanten zu pressen. Bei der evangelischen Kirche stößt das auf heftige Kritik.

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[http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/bischof-lehnt-diamanten-aus-der-asche-von-toten-ab-15544531.html

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  1. #1 von Rene am 18. April 2018 - 09:55

    Meine Frau und ich haben genau das vereinbart. Das heißt, genau zwei Menschen hatten darüber zu befinden. Vielleicht noch unsere Kinder. Aber diese freaks wären die letzten, die ich fragen würde.

  2. #2 von uwe hauptschueler am 18. April 2018 - 10:23

    Aus Asche kann man keine Diamanten machen, dazu braucht man Kohlenstoff und der verlässt ein Krematorium als CO2 durch den Kamin.

  3. #3 von parksuender am 18. April 2018 - 10:31

    „Aber es bedeutet, dass man das, was vom Körper des Verstorbenen übrig bleibt, aufteilt und für sich behält. Er wird zur Sache.“
    –> Das sagt ausgerechnet jemand, der einer Religion angehört, die menschliche Überreste wie Blut oder Knochen in Heiligenschreinen aufbewahrt

    „Das Gesetz würde hingegen eine kommerzielle Verwertung möglich machen…“
    –> Das will jemand Geld mit Toten verdienen? Christliche Bestatter arbeiten dagegen ehrenamtlich, oder was?

    „… und werfe zugleich die Frage auf, was am Ende mit den verarbeiteten sterblichen Überresten geschehe, „wenn sie niemand mehr haben will““
    –> Klar, irgendwie traurig wenn Asche oder ein Schmuckstück letzten Endes im Hausmüll landet. Aber ernsthaft? Das sind Kohlenstoffatome, nicht mehr und nicht weniger.

  4. #4 von Hypathia am 18. April 2018 - 10:48

    Der hat nur Angst, dass es durch diese Gesetzesänderung noch weniger kirchliche Beerdigungen geben wird und das sieht dann auf der Statistik nicht so gut aus.

  5. #5 von Elvenpath am 18. April 2018 - 11:55

    Die Kirche mischt sich wieder in Dinge ein, die sie nichts angehen.
    Wenn ich vor meinem Tod gestatte, dass aus meiner Asche Diamanten gepresst werden, dann geht das Herrn Dröge und seine Sektierer nichts an und sie sollen gefälligst ihr Schandmaul halten. Dieser religiöse Drecksladen hat über mich nicht im Leben zu bestimmen und auch nicht nach meinem Tod.

  6. #6 von Veria am 18. April 2018 - 15:40

    Was mit meiner Asche irgendwann mal meiner Meinung nach passieren soll, will die Kirche auch nicht (und verboten ist es leider auch noch – ich gedenke allerdings noch etliche Jahrzehnte mit dem sterben zu warten, bis dahin kann es sich ja ändern). Die Bande soll einfach die Klappe halten, es sollte nur die Sache der Betroffenen sein, was mit der Leiche bzw. der Asche passiert.

  7. #7 von awmrkl am 19. April 2018 - 01:30

    Dieses maximal übergriffige Kleriker-Dreckspack hat mir und meinesgleichen NIX, aber auch gar NIX zu sagen!
    Ich hör jetzt auf, sonst werd ich ausfällig.

  8. #8 von Willie am 19. April 2018 - 02:46

    „Aber es bedeutet, dass man das, was vom Körper des Verstorbenen übrig bleibt, aufteilt und für sich behält. Er wird zur Sache.“

    Der traut wohl seinem eigenen Gott nicht, dass der die Einzelteile zum „Jüngsten Gericht“ nicht wiederfindete und zusammenbasteln kann. 😆

    Zur Sache der Sache: Nun ja, Mensch ist er nicht mehr und mW hat er dann auch kein Anrecht mehr auf die Menschenwürde.

  9. #9 von Thomas R. am 19. April 2018 - 08:53

    „Die Würde des Menschen bleibe auch nach dessen Tod unantastbar, betonte der Bischof.“

    Also, ich hab eh keine „Würde“ (???) und der Haufen Gammelfleisch, der einmal von mir übrigbleiben wird, erst recht nicht. Um mich braucht sich also kein Religiot zu „sorgen“.

  10. #10 von Marco Krieger am 19. April 2018 - 10:37

    @uwe hauptschüler

    „Aus Asche kann man keine Diamanten machen, dazu braucht man Kohlenstoff und der verlässt ein Krematorium als CO2 durch den Kamin.“

    Als ich Deinen Post laß, konnte ich nicht aus eigenem Wissen widerlegen, was Du geschrieben hast, also hab ich Tante GOGGLE gefragt.

    Grundsätzlich hast Du recht, wenn die Einäscherung normal erfolgt, werden die Kohlenstoffe des Körpers vollständig verbrannt und es entsteht CO², der als Abgas den Brennraum verlässt.
    Der „Trick“ bei der Diamantenbestattung ist, das die Temperatur nicht die 1000 Grad überschreitet.
    Den genauen Vorgang findst Du hier beschrieben: [https://de.wikipedia.org/wiki/Diamantbestattung]

    Interessante Nebeninfo: Neil Degrasse Tyson, der bekannte Astrophysiker hat sich wärend einer Q&A nach einer Debatte gegen die Kremierung seines toten Körpers ausgesprochen, weil er der Auffassung ist, das er durch den Verrottungsprozess die Energie, die er aufgenommen hat, zunächst an Microben, Bakterien, Kleinstlebenwesen und Pflanzen weitergeben möchte. Der Verbrennungsprozess führe sein Energiepotenzial auf direktem Wege, als Strahlungsenergie in den Weltraum. Das sieht er als Verschwendung von Resourcen an…was für ein selbstsüchtiger Atheist!

  11. #11 von uwe hauptschueler am 19. April 2018 - 19:22

    @Marco Krieger
    Danke für den Link.

  12. #12 von Marco Krieger am 19. April 2018 - 22:33

    No problemo! 😉

  13. #13 von Willie am 20. April 2018 - 01:34

    @Marco

    das tut mir weh, wenn du „problemo“ schreibst, da es „problema“ heißt auch wenn es einen mask. Artikel hat (im spanischen wie auch italienischem). 😉

  14. #14 von Marco Krieger am 20. April 2018 - 05:50

    @Willie
    Ich entschuldige mich in aller Form für die Verletzung Deiner linguistischen Gefühle und werde mich zur Strafe im Laufe dieses Tages eigenhändig entmannen.
    No problema!