Papst: Besser Ex-Priester als kranke Persönlichkeit

„Mir ist lieber, dass jemand seine Berufung wieder aufgibt, als dass er eine kranke Persönlichkeit wird“, sagte Papst Franziskus am Montag bei einem Gespräch mit mehreren hundert Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

„Reden wir doch einmal Klartext: Wie viele kirchliche Missbrauchstäter enden so, weil man sie nicht affektiv hat reifen lassen?“, so der Papst wörtlich in einem Talk im Rahmen der Vorsynode am Montag im römischen „Pontificio Collegio Internazionale Maria Mater Ecclesiae“ laut Kathpress, bei dem ihm Fragen gestellt wurden.

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[http://religion.orf.at/stories/2902095/

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  1. #1 von Willie am 20. März 2018 - 21:48

    „Reden wir doch einmal Klartext …“

    Ja, reden wir mal Klartext:
    Wie sollen den junge Männer reifen können, wenn denen alles was zur Reife gebraucht wird religiös verwehrt, Onanie und andere Sexpraktiken, Frauen ….?

    Und erhaupt ist das wieder einmal nur eine pers. Meinung eines Kirchenfürsten, da er eben niht für die RKK spricht und dort Vorgaben erläßt.

  2. #2 von Hypathia am 20. März 2018 - 23:44

    „Mir ist lieber, dass jemand seine Berufung wieder aufgibt, als dass er eine kranke Persönlichkeit wird“

    Was heiß hier WIRD???

  3. #3 von Noncredist am 21. März 2018 - 01:03

    Reden wir doch einmal Klartext

    Gut. Dann beginnen wir mal…

    Wie viele kirchliche Missbrauchstäter enden so

    Wie genau „so“? Was will man mit diesen zwei Buchstaben bezeichnen? So … wie arme Menschen? So … wie beledigte Menschen? So … wie ______?

    weil man sie nicht affektiv hat reifen lassen?

    Wie würde ein „affektiv gereifter“ kirchlicher Missbrauchstäter denn genau enden? Wie sieht der Maßstab des „affektiv gereiften“ Geistlichen denn aus? Er wurde noch nicht dargelegt.

    Der Papst betonte in einer Antwort auf die Frage nach einer gläubig-missionarischen Haltung und Leben im Ordensstand in einer materialistischen Umgebung, dass eine rein geistliche Ausbildung für Priester oder Ordensleute heute nicht hinreichend sei. Dazu müssten eine intellektuelle, eine gemeinschaftliche und eine missionarische Ausbildung treten.

    Vokabelliste:
    gläubig-missionarischen Haltung und Leben im Ordensstand : Geistliches Leben
    in einer materialistischen Umgebung : ausserhalb des Vatikans
    rein geistliche Ausbildung für Priester oder Ordensleute : privater Glaube
    intellektuelle, eine gemeinschaftliche und eine missionarische Ausbildung treten : Re-Missionierung der Ungläubigen

    Übersetzt lautet der Satz: Geistliche (bzw. angehende Geistliche) sollen nicht nur den Glauben privat für sich leben, sondern ihn in der Welt tragen und missionarisch auftreten. Lebenserfahrung „unter den Menschen“ sammeln, statt nur im Priesterseminar an sich rumzufummeln 😉

    Peinlich, peinlich. Zweitausend (2000) Jahre Zeit, und noch immer nichts gelernt…

    Eine junge Frau aus Nigeria, die vor vier Jahren als Opfer von Menschenhandel nach Italien gekommen war, berichtete von einer „dramatischen Erfahrung“ als Zwangsprostituierte, von einer „völlig vernichteten Würde“. (..) Viele der Kunden von Prostituierten seien Katholiken (..)

    Weshalb sollte eine Frau aus Nigeria als Opfer von Menschenhandel in das katholische Italien kommen? Mangelt es den Italienern an Tutti Frutti im TV? Und weshalb sollten brave Menschenwürde-Christen in Italien eine Frau so entwürdigen? Weshalb gibt es überhaupt dort solch eine Nachfrage nach (Zwangs-)Prostituierten? Das Problem kann man auch anders angehen, aber das würde der Kirche ganz und gar nicht schmecken 😉

    Hier handle es sich um eine „Sklaverei unserer Zeit“, so Franziskus. Und dabei gehe er davon aus, dass der überwältigende Teil der Freier, die in Italien zu Zwangsprostituierten gingen, getauft seien.

    Tja, das passiert, wenn man seine Schäfchen nicht behüten möchte, sondern sich ständig in der Welt auf Expansionskurs befindet und gar kein Interesse an den zahlenden Mitgliedern besitzt. Man nimmt gerne das Geld von der finanzstarken Gläubigerschar. Auch wenn sie nunmal ethisch fragwürdige Sachen machen. Man kann ja schnell alles am Beichtstuhl verzeihen, nicht wahr? 😉

    Ein nicht getaufter französischer Student sagte, er sehe eine Mauer, wenn er nach dem tiefen Sinn seines Lebens suche. Der Papst antworte, die Gefahr bestehe darin, diese Fragen gar nicht erst hochkommen zu lassen (..)

    Ich würde die Mauer eher als „Unkenntnis“ interpretieren. Es ist möglicherweise keine unüberwindbare Mauer an „falscher Erkenntnis“, wie der Papst wahrscheinlicherweise vermuten lässt, die man durch den „richtigen Glauben“ überwinden könne. Ich vermute eher, es mangelt dem Student schlicht an Möglichkeiten, sich einen Sinn machen zu können.

    Der Rest des päpstlichen Gerede dürfte von der evangelischen warmen Luft eines Bedford-Strohms oder Käßmanns kaum noch zu unterscheiden sein. Möglicherweise ein reicher Fundus für die Lebensberatungsseiten eines drittklassigen Frauenmagazins, aber wahrlich nichts neues für erwachsene und belesene Menschen im 21stem Jahrhundert.

  4. #4 von paul0f am 21. März 2018 - 08:51

    von lateinisch: afficere – ergriffen sein. Definition. Affektiv bedeutet „den Affekt betreffend“. Als affektives Verhalten bezeichnet man ein Verhalten, das überwiegend von kurzen, impulsartigen Gefühlsregungen und nicht von kognitiven Prozessen bestimmt ist. Fachgebiete: Terminologie <

    „weil man sie nicht affektiv hat reifen lassen“ .. klaro .. es sind natürlich mal wieder die anderen dran schuld.

    Bergoglio .. machn Kopp zu!

  5. #5 von Marco Krieger am 21. März 2018 - 09:19

    Jemand, der bei seiner Suche nach dem Sinn des Lebens eine Mauer „findet“, der sollte ins Baugewerbe einsteigen!
    Mal im Klartext gesprochen, den Sinn des eigenen Lebens findet man am ehesten, wenn man Dingen nachgeht, die einen erfüllen und Spass machen.
    Um den Sinn der Leben der anderen kann man sich Gedanken machen, helfen im Einzelfall, ihn für sie definieren auf keinen Fall.

  6. #6 von Rene am 21. März 2018 - 18:09

    Nicht reifen ließ? Ich kann mich an drei Jungen aus meiner Jugend erinnern, die unbedingt Priester werden wollten. Alle drei waren pickelige Mondkälber, die nicht mal mit uns auf den Bolzplatz durften. Wie sollte der Klerus die reifen lassen?