Rheinische Kirche will Muslime nicht mehr bekehren

In dem Papier heißt es unter anderem, die Kirche nehme „den Glauben muslimischer Menschen als Bindung an den einen Gott wahr“. Sie verfolge nicht das Ziel, Muslime zur Konversion (Religionswechsel) zu bewegen.

weiterlesen:

[http://www.kath.net/news/62369

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  1. #1 von katzenstreichler am 15. Januar 2018 - 15:30

    Erinnert mich an ein Ereignis vor vielen Jahren in der Katholischen Studentengemeinde, in der ich damals war:

    der Bildungsreferent hatte einen Pastor und einen Iman eingeladen. Wir erwarteten, dass sie sich heftig streiten würden, aber sie hatten sich sehr lieb und sagten: Eigentlich glauben wir ja alle an denselben Gott.

  2. #2 von Torchy am 15. Januar 2018 - 15:58

    Hauptsache, man ist kein böser Atheist, der das Geschäftsmodell der Aberglaubensdealer infrage stellt!

  3. #3 von Charlie am 15. Januar 2018 - 16:33

    Die Fundis sind erzürnt.

  4. #4 von drawingwarrior am 15. Januar 2018 - 17:26

    @charlie
    Herrlich, wie die sich aufregen…als ob es um etwas wichtiges gehen würde, also…wie die Fortsetzung eines Rosamunde Pilcher-Fernsehspiels, oder ein Sack Reis in der VR-China.
    Ich möchte nur einmal im Leben solche Probleme haben.
    Die Kommentare unter dem Artikel sind exakt das Argument gegen die Behauptung, Religion würde den Menschen moralisch und friedfertig machen.
    Die Menge an blindem Hass in diesen paar Kommentaren ist erschreckend.
    Wäre ich verantwortlich für diese Website, ich würde mich auf der Stelle entleiben!

  5. #5 von Skydaddy am 15. Januar 2018 - 18:33

    Da kennen wohl einige die offizielle Position ihrer Kirche nicht.

    Ich habe vorhin in der Sendung (bzw.Podcast) „Diesseits von Eden“ gehört (Beitrag ab 12:45, Zitat ab 17:00):

    Konversion ist kein Thema für den Dialog. Für Bekehrungen kann nur Gott sorgen, aber kein Mensch. So lautet die Position, die inzwischen Weltkirchenrat, Katholische Kirche und die missionarische Lausanner Bewegung vertreten.

    Im Beitrag folgt noch die Erläuterung eines Theologen.

  6. #6 von Gerry am 17. Januar 2018 - 09:12

    @ Skydaddy

    Die RKK wird also alle missionarischen Aktivitäten einstellen?

    Na, das wird dann bei anderer Gelegenheit sicherlich anders dargestellt 🙂

  7. #7 von Skydaddy am 17. Januar 2018 - 09:40

    Gerry:

    Erstens halte ich das für ein lediglich formales Zugeständnis, wie bei den Menschenrechten.

    Zweitens scheint die wachsweiche Vorstellung der Theologen zu sein, dass man quasi durch überzeugendes Christsein, zusammen mit dem Wirken des Hl. Geistes, Bekehrungen zwar BEWIRKT, aber eben (angeblich) nicht ANSTREBT.

    Eventuelle Bekehrungen sind also quasi nur Kollateralschäden des überzeugenden Christseins.

    Diese Position dürfte sich aus der Erkenntnis speisen, dass Frontalmissionierung speziell bei Muslimen kaum funktionieren dürfte. Viele Muslime sind mit den Schwächen und Angriffspunkten des Christentums und der Bibel vertraut. (Ich war ja mal beim Tag der offenen Moschee, wo mir mein Gesprächspartner detailliert erklärt hat, dass die Bibel widersprüchlich sei. Er fühlte sich offenbar durch meine Zustimmung ermuntert.)