Priestermangel: Hilft nur noch Beten?

Die Zahl der Priesteramtskandidaten sinkt rapide. Das Tragische: Eine Trendwende scheint nahezu unmöglich. Denn an den sechs wichtigsten Ursachen für den Priestermangel lässt sich kaum etwas ändern.

weiterlesen:

[http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/priestermangel-hilft-nur-noch-beten

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  1. #1 von Unechter Pole am 13. Januar 2018 - 20:10

    Die Analyse erscheint mir viel zu sachlich für einen katholischen Verfasser.

  2. #2 von ichglaubsnicht am 13. Januar 2018 - 20:29

    Austreten würde im Gegensatz zum Beten helfen, damit kann man einen Teil dazu beitragen das Verhältnis von Kirchenmitgliedern und Priestern zu erhalten.

  3. #3 von Torchy am 13. Januar 2018 - 22:52

    Dummschwätzer-Mangel, soso.
    Mangel ist das völlig falsche Wort, denn es impliziert, dass die schrumpfende Zahl der Priester ein Verlust wäre. Ich sehe das ganz anders.

  4. #4 von Willie am 13. Januar 2018 - 23:08

    @UP

    Ich finde die Ausgangslage schon unsachlich, da doch in der Bibel, also dem heute „nur noch gültigem NT 😉 , nix von Presterausbildung steht.

    2017 wurden in Deutschland insgesamt nur noch 76 Priester geweiht,

    Da ich kürzlich erst die Daten für Österreich in der Hand hatte
    [https://blasphemieblog2.wordpress.com/2018/01/10/oesterr-kirchenstatistik-2017-weniger-austritte-mehr-eintritte-mehr-geld/?replytocom=279255#respond

    Auch da sieht es gut aus 😆

    Daten von [https://www.katholisch.at/statistik-60000

  5. #5 von Willie am 13. Januar 2018 - 23:11

    Das sehe ich ja gerade erst, bei den stillen Teilhaberinnen des Leidens ergibt sich ein Minus von 666 😉

  6. #6 von Willie am 14. Januar 2018 - 05:38

    So, ich hab mal mit den Daten von der dbk etwas gearbeitet (ojala keine Fehler). Die Eckdaten sind nicht immer klar ersichtlich gewesen (Fließtext nennt z.B. andere Zahlen als die Tabellen). Für einen Überblick dürfte es aber reichen.

  7. #7 von Yeti am 14. Januar 2018 - 10:08

    @unechter Pole:

    … viel zu sachlich …

    Ja, das ist mir bei katholisches.info auch schon öfter aufgefallen. Die sind recht faktenbasiert und unaufgeregt. Ich bin letztens (per archive.org) noch mal ein wenig auf kreuz.net unterwegs gewesen … das waren noch Zeiten!

  8. #8 von Skydaddy am 14. Januar 2018 - 11:00

    Nach der Lektüre des Artikels müsste die Überschrift eigentlich lauten:

    „Da hilft nicht mal Beten!“

  9. #9 von Elvenpath am 14. Januar 2018 - 13:35

    Ja, Jungs, betet mal fleißig! Ohne Unterlass am besten.
    Hilft sicherlich und ihr fallt anderen so lange nicht auf die Nerven.

  10. #10 von Unechter Pole am 14. Januar 2018 - 18:24

    @Elvenpath
    Ich kenne das so, dass man auf der Kirche Lautsprecher aufhängt, damit man durch Beten den Anwohnern auf die Nerven geht.

  11. #11 von schiffmo am 15. Januar 2018 - 10:41

    Der Artikel schließt mit der Vermutung, man müsse sich auf eine weitgehend priesterlose Kirche einstellen.
    Die Struktur fällt ihnen auf die Füße, denn wenn sie die Priester an zentraleren Orten „stationieren“, sitzen sie genau in den Löchern der Gläubigenverteilung, die fein verteilt in der Fläche drumrum sitzen.
    Ich prophezeie eine Diaspora mit vereinzelten Katholizismus-Disneylands dazwischen.
    Die Diaspora wird nur ganz wenige Christen-„Hotspots“ herausbilden, denn die überalterte Fraktion zieht wegen des Glaubens nicht um. Die jüngere Fraktion hat andere Prioritäten, nämlich dieselben wie der ungläubige Rest: Einkommensgewerbe, gute Wohnumgebung. Eine bespielte Kirche mit Volksglaubenssubstrat drumrum hat keine Priorität bei der Wahl des Wohnorts.
    Die Katholizismus-Disneylands werden bei weitem nicht mehr so bepilgert wie noch in den 80ern:
    Da liefen noch nicht enden wollende Scharen nach Altötting zu. Jetzt kommen bestenfalls noch Grüppchen von Fußwallfahrern vor.
    Die fein verteilten Gläubigen können nicht mehr von den wenigen Priestern beseelsorgert werden.

  12. #12 von Gerry am 15. Januar 2018 - 10:59

    Bei kotz.net sind sie ja der Meinung, da wäre nur das 2. Vatikanische Konzil dran schuld.

    Man müsste nur endlich mal wieder zurück zur „guten alten Zeit“ als der Pöbel noch nicht verstanden hat, was da auf lateinisch gefaselt wird usw……

  13. #13 von Skydaddy am 15. Januar 2018 - 11:00

    @schiffmo:

    Meine Rede!

    Der Priestermangel und auch die üblichen Strukturprobleme wären alle kein Problem, wenn die Katholiken oder Protestanten bereit wären, um ihres Glaubens willen umzuziehen. Statt vieler schlecht besuchter Kirchen gäbe es dann wenige gut besuchte, die Pfarrer müssten nicht so viel unterwegs sein, die Infrastruktur ließe sich zumindest an den katholischen/evangelischen Ballungsgebieten aufrecht erhalten.

  14. #14 von schiffmo am 15. Januar 2018 - 11:10

    Ich hab den Schluss vergessen: Die Kirche, die weiterexistiert, wird nicht priesterlos sein. Sie wird allerdings im Mittel weit weg sein und nur noch vereinzelt in Sonntagsausflügen besucht werden. Da werden die Damen und Herren Kleriker auch ihre „kleinere aber viel innigere“ Kirche haben, denn wenn man schon 10-20km einfach fährt, wird man den Tag auch nutzen, um das erbauliche Gespräch mit den Gleichgesinnten zu führen, am und auch nach dem Mittagstisch. Das wird aber nicht an allen Zentralen und nicht für jeden an jedem Sonntag sein. Und wenn da der sporadisch anreisende Katho immer weniger seiner alten Freunde antrifft, wird er auch selbst seltener hinfahren. Die Kirche wird nicht priesterlos sein, nur sehr, sehr klein.

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