Kirche ringt mit der Wirklichkeit

„Wir kommen weg von einer sehr konstanten Gesellschaftsformation hin zu einer sehr fluiden Wirklichkeit.“ Eine Wirklichkeit, für die der Bischof seine Kirche und ihr Personal noch nicht richtig vorbereitet sieht: Die Rollen vieler Seelsorgerinnen und Seelsorger „und das Rüstzeug, das wir haben, sind noch sehr geprägt von der Zeit, aus der wir kommen“, so Overbeck.

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[http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/kirche-ringt-mit-der-wirklichkeit-aid-1.7317111

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  1. #1 von Netizen am 13. Januar 2018 - 18:44

    Ringt die Kirche nicht schon seit je her mit der Wirklichkeit und kriegt von dieser regelmäßig auf die Fresse?

  2. #2 von Willie am 13. Januar 2018 - 18:55

    60 Jahre nach der Gründung des Bistums Essen sieht Bischof Franz-Josef Overbeck das Ruhrbistum als eine „Kirche in Bewegung“.

    Nach unten, also ein kleiner werden kann man als Bewegung bezeichnen. Ja.

    Zugleich fordert der Bischof die Seelsorgerinnen und Seelsorger seines Bistums dazu auf, gemeinsam an einer „menschlichen Kirche“ zu arbeiten. „Seien wir eine menschliche Kirche auf dem Boden des Evangeliums“,

    Was im Umkehrschluss bedeutet: Wir waren bisher nicht menschlich. Ok, auf dem Boden des Evangeliums liegt ja der Feuerofen etc. und das ist zwar menschlich, aber nicht ethisch oder humanistisch

    „Wir kommen weg von einer sehr konstanten Gesellschaftsformation hin zu einer sehr fluiden Wirklichkeit.“

    Wow, bestätigt er damit EInsteins „Zeit ist relativ“?

    Eine Wirklichkeit, für die der Bischof seine Kirche und ihr Personal noch nicht richtig vorbereitet sieht: Die Rollen vieler Seelsorgerinnen und Seelsorger „und das Rüstzeug, das wir haben, sind noch sehr geprägt von der Zeit, aus der wir kommen“, so Overbeck.

    Hmm, und der Alleswissende hat das auch nicht absehen können und Tipps ans Bodenpersonal gegeben?

    Leitung in der Kirche sei heute vor allem eine Frage von Ermöglichung, betonte der Essener Pastor Oliver Scherges, …

    Ob das einen Bischof interessiert, er bekommt ja sein Geld garantiert vom Staat?

    Ich wünsche mir, dass wir mehr und mehr schauen, welche Fähigkeiten und Talente die einzelnen Menschen mitbringen und dann überlegen, was sie davon in unseren Gemeinden einbringen können.“

    Auch hier lese ich: Bisher kam es auf den Menschen selbst nicht an, wenn er nur gut predigen konnte.

    Das sah die Bochum-Wattenscheider Gemeindereferentin Anke Wolf ähnlich: Der Begriff „Leitung“ habe in den vergangenen Jahren eine neue Bedeutung bekommen, „es geht nicht darum über allem zu stehen und zu sagen, wo es lang geht, sondern darum zu schauen, wer kann was – und wer kann wo mitarbeiten“.

    So ist das eben, wenn man Zusammenlegungen machen muss, da das Personal nicht mehr nachstömt – u.a. weil man mehr auf deren Befähigung achten muss (z.B. keine Kids anpacken etc.)

    Overbeck betonte, dass er die Zukunft der Kirche weniger in formalen Einheiten als in einer großen Vielfalt sehe – denn „indem wir vielfältig sind, werden wir lebendig Kirche sein“, sagte Overbeck.

    Noch beliebiegr werden.

    Auch der Gelsenkirchener Pfarrer und Propst Markus Pottbäcker warb dafür, über die bisherigen kirchlichen Strukturen hinaus zu blicken: „Wir arbeiten heute mit Begriffen, die nicht mehr passen.

    Ja, angefangen bei einem Gott

    Wer ist denn heute Gemeinde?“ fragte Pottbäcker. Eigentlich sei damit die Gemeinschaft aller Getauften gemeint. “

    Sagte Overbeck doch bereits „auf dem Boden des Evangeliums“ und da heißt es doch: „Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. (Mt 18,20; EU)“ Da steht nix von Taufe, auch nicht, dass man sich dann kostenlos für ene Kirche engageren soll.

  3. #3 von Torchy am 13. Januar 2018 - 18:57

    Wenn ich Overbeck reden höre, dann möchte es mir das Essen in fluider Form aus der Öffnung treiben, in die es kam.

  4. #4 von Deus Ex Machina am 14. Januar 2018 - 00:36

    Das Verhältnis der Kirche zur Wirklichkeit, neben Ehrlichkeit, rationalem Denken und noch so einigen anderen Dingen würde ich lieber mit „offener Krieg“ beschreiben.

  5. #5 von Skydaddy am 14. Januar 2018 - 11:03

    Die Kirche ringt mit der Wirklichkeit – und Overbeck ganz besonders:

  6. #6 von Gerry am 14. Januar 2018 - 11:23

    Nach unten, also ein kleiner werden kann man als Bewegung bezeichnen. Ja.

    Da ist wie bei den Verkündigungen vor Wahlen: Wir wollen 25% + x

    Und dann vergessen sie, dass x auch negativ sein kann…

  7. #7 von Elvenpath am 14. Januar 2018 - 13:38

    „Kirche ringt mit der Wirklichkeit“

    Eine kurze Zusammenfassung der Geschichte der Kirche.

  8. #8 von drawingwarrior am 14. Januar 2018 - 14:23

    Kirche ringt nicht mit der Wirklichkeit, sie ringt mit den Realitäten.
    Die Wirklichkeit ist ein Konstrukt, das sich aus dem zusammensetzt, was wir als Menschen real schaffen.
    Die Wirklichkeit des Nationalsozialismus war die Folge aus real geschaffenem Menschenwerk.
    Um die Wirklichkeit zu beeinflussen, manipuliert die Kirche Menschen, die ihre Kraft und Kreativität nutzen, um die Realitäten in Richtung einer von der Kirche gewünschten Wirklichkeit zu verschieben.
    Ich möchte meinen, das wir angesichts der Tatsache, das die Kirche das nun schon fast 2000 Jahre macht, wir in knapp 300 Jahre gut dagegen gehalten haben.
    Die Wirklichkeit ist so stark mit säkularen Realitäten durchsetzt, das die Kirchen sich beginnen zu verändern…hin zu ihrer eigenen Belanglosigkeit.

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