„Allahu Akhbar“ gerufen und Israel-Fahnen verbrannt – Palästinenser-Demo in Berlin aufgelöst

Am Freitag demonstrierten vor der US-Botschaft in Berlin rund 1200 Menschen mit zahlreichen palästinensisch Flaggen gegen die Anerkennung von Jerusalem als Israels Hauptstadt. Zwar sei es zu keinen größeren gewalttätigen Ausschreitungen gekommen, jedoch wurden von der Menge „Allahu Akhbar“ und „Allah liebt seine Märtyrer“ sowie judenfeindliche Parolen gerufen. Auch zwei israelische Flaggen wurden verbrannt, woraufhin die Demonstration aufgelöst wurde.

tagesspiegel.de/berlin/nach-trumps-jerusalem-entscheidung-palaestinenser-demonstrieren-vor-us-botschaft-und-in-neukoelln/20689908.html /
berliner-zeitung.de/berlin/demo-am-brandenburger-tor-palaestinenser-verbrennen-israelische-fahnen-29265612

  1. #1 von drawingwarrior am 9. Dezember 2017 - 08:15

    Religion führt niemals zu Gewalt!
    So sieht sie aus, die einigende Kraft der Religion.

  2. #2 von Friedensgrenze am 9. Dezember 2017 - 08:37

    Die Frage ist doch wem die Fahnen gehörten die verbrannt wurden. Hat ein Demonstrant sie mitgebracht waren es seine. und wenn er sein Eigentum zerstört ist das seine Sache und kein Grund die Demo zu verbieten. Es gibt meiner Meinung nach auch keinen Grund dem Staat Israel zu verbieten sich seine Hauptstadt auszusuchen. Heilig? Gott hat keine Rechte. Menschen haben Rechte, Menschenrechte.

  3. #3 von stephancologne am 9. Dezember 2017 - 11:37

    Religion des Friedens.
    Verstehe.

  4. #4 von drawingwarrior am 9. Dezember 2017 - 12:33

    Was muss das für ein Gefühl sein, irgendwo auf dieser Welt tut oder sagt jemand was gegen die Weltanschauung oder Konsenz, der in muslimischen Ländern vorherrscht und schon geht dem Moslem die Contenance abhanden.
    Wie bei dem Hund in dem Experiment von Pawlow läuft hier einem angeblich zivilisierten und friedliebenden Menschen der Hass aus allen Poren, nur weil jemand, der so dumm ist wie 10 Quadratmeter Dachpappe, den Trigger bedient.
    Wo ist denn die Gelassenheit geblieben, die man angeblich entwickelt, wenn man den einen Gott auf seiner Seite weiss.
    Wo bleibt der freie Wille, mit dem uns Gott doch angeblich beschenkt hat…wenn ich als Moslem gezwungen bin zu reagieren, statt zu reflektieren.
    Jerusalem ist eine uralte Stadt und hat in ihrere bewegten Geschichte Herrscher kommen und gehen sehen.
    Wenn Gott ein Schicksal mit dieser Stadt veknüpft, dann ist er ganz sicher nicht auf brennende Flaggen angewiesen, um dieses zu erfüllen.
    Irgendwas stimmt mit diesem Götterglauben nicht, sonst gäbe es nicht so viele unterschiedliche Konzepte dazu.

  5. #5 von user unknown am 9. Dezember 2017 - 13:20

    Ich finde, man sollte symbolische Handlungen mit aufmerksamer Gelassenheit verfolgen.

    Natürlich tut es niemandem physisch weh, wenn eine Fahne verbrannt wird, aber der, der es tut will ja radikalen Hass, Zorn oder Wut ausdrücken, oft auch die eigene Gefährlichkeit und Ernsthaftigkeit.

    Leichtfertig übersehen sollte man das daher nicht.

  6. #6 von t.nor am 10. Dezember 2017 - 10:02

    @Friedensgrenze Das Verbrennen einer Fahne, walchen Staates auch immer ist in Deutschland verboten, ganz abgesehen davon, dass man es auch als Brandstiftung ansehen kann.

  7. #7 von user unknown am 10. Dezember 2017 - 17:00

    @t.nor:
    Welcher Paragraph?

    Ich kenne nur

    § 104 StGB:
    Verletzung von Flaggen und Hoheitszeichen ausländischer Staaten
    (1) Wer eine auf Grund von Rechtsvorschriften oder nach anerkanntem Brauch öffentlich gezeigte Flagge eines ausländischen Staates oder wer ein Hoheitszeichen eines solchen Staates, das von einer anerkannten Vertretung dieses Staates öffentlich angebracht worden ist, entfernt, zerstört, beschädigt oder unkenntlich macht oder wer beschimpfenden Unfug daran verübt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
    (…)

    Quelle

    Das klingt für mich so, als müsse die Flagge als solche von einer offiziellen Stelle, etwa einer Botschaft, in Gebrauch sein.

  8. #8 von t.nor am 10. Dezember 2017 - 23:04

    Klingt tatsächlich so. Es bliebe dann aber Brandstiftung. Eine Flagge würde ich als ein nicht zum verbrennen bestimmtes Sachgut ansehen.

  9. #9 von Unechter Pole am 11. Dezember 2017 - 00:04

    @t.nor
    Brandstiftung wäre hier völlig absurd.

    (1) Wer fremde
    _1.
    Gebäude oder Hütten,
    _2.
    _Betriebsstätten oder technische Einrichtungen, namentlich Maschinen,
    _3.
    Warenlager oder -vorräte,
    _4.
    Kraftfahrzeuge, Schienen-, Luft- oder Wasserfahrzeuge,
    _5.
    Wälder, Heiden oder Moore oder
    _6.
    land-, ernährungs- oder forstwirtschaftliche Anlagen oder Erzeugnisse
    in Brand setzt oder durch eine Brandlegung ganz oder teilweise zerstört, wird mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren bestraft.

    Ist die Fahne ein fremdes Gebäude oder ein fremdes landwirtschaftliches Erzeugnis?

    Aber wie wäre es mit Volksverhetzung?