Pfarrer vergleicht Homosexualität mit „Mehlstaub-Allergie“

Der Auer Pfarrer Jörgen Schubert verteidigt das Predigt- und Kontaktverbot mit Jugendlichen, das mehrere Gemeinden gegen den schwulen Jugendwart Jens Ullrich verhängten.

(…)

Gegenüber „Tag24“ verteidigte Jörgen Schubert, Pfarrer der Auer Kirche St. Nicolai, die diskriminierende Maßnahme am Samstag mit einem Vergleich: „Wenn einer eine Mehlstaub-Allergie hat, dann kann er auch nicht Bäcker werden.“ Ullrich habe eine Grenze überschritten und Gemeindemitglieder mit seiner „Lebensweise“, die nicht bibeltreu sei, vor den Kopf gestoßen. „Als Kirchner oder Friedhofsgärtner könnte jemand wie er hier arbeiten. Aber als Jugendwart im Verkündigungsdienst hat er eine Vorbildfunktion im Jugendbereich und sollte keinen Anstoß geben.“

weiterlesen:

[http://www.queer.de/detail.php?article_id=29468

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  1. #1 von user unknown am 13. August 2017 - 19:04

    Er hat allerdings keine Allergie gegen Jugendliche, sondern eine Vorliebe für männliche Wesen, wie sie auch bei Jugendlichen vorkommen, so wie andere eine Vorliebe für weibliche Wesen haben, wie sie bei Jugendlichen ebenfalls vorkommen.

    Es ist also so, als würde man ein Schokoleckermäulchen nicht Konditor werden lassen, aber ein Marzipanleckermäulchen durchaus.

  2. #2 von oheinfussel am 13. August 2017 - 21:16

    Gegenüber „Tag24“ verteidigte Jörgen Schubert, Pfarrer der Auer Kirche St. Nicolai, die diskriminierende Maßnahme am Samstag mit einem Vergleich

    Ah, sehr schön – immerhin steht man dazu, dass man diskriminiert. Wir kommen voran…

    „Wenn einer eine Mehlstaub-Allergie hat, dann kann er auch nicht Bäcker werden.“

    Richtig. Und weiter?

    Ullrich habe eine Grenze überschritten und Gemeindemitglieder mit seiner „Lebensweise“, die nicht bibeltreu sei, vor den Kopf gestoßen.

    Ich dachte, Selbstmord ist eine Sünde?
    „Als Kirchner oder Friedhofsgärtner könnte jemand wie er hier arbeiten. Aber als Jugendwart im Verkündigungsdienst hat er eine Vorbildfunktion im Jugendbereich und sollte keinen Anstoß geben.“

    Genau. Denn wären die Jugendlichen bibeltreu, würden sie ihn nämlich die Steine an die Rübe hauen, bis er tot ist.

  3. #3 von Elvenpath am 13. August 2017 - 22:11

    Lasst es doch bitte einfach sein! Vergleiche sind die ganz miserable Argumente.
    Ich habe mir da schon lange abgewöhnt.

  4. #4 von Noch ein Fragender am 13. August 2017 - 23:11

    Vergleiche sind die ganz miserable Argumente.

    Unter diesen Aspekt sollte man die Jeus-Gleichnisse mal betrachten.

    Mit was hat er alles das „Reich Gottes“ verglichen. Da das „Reich Gottes“ nicht gekommen ist, sind die ganzen Vergleiche auch für die Katz.

  5. #5 von Deus Ex Machina am 14. August 2017 - 08:31

    „Mehlstaub-Allergie“? Christen sind einfach nur scheiße darin, Vergleiche oder Metaphern zu gebrauchen. Bei allem, was nicht von denen ihrem Herrn und Erlöser abgesondert, damit offiziell sanktioniert und schon 10000fach durchgekaut und ihnen „vorgedacht“ wurde, straucheln sie komplett. Ist halt eine Folge deren vertreter Weltsicht, könnte als Behinderung anerkannt werden.

    Heute muss man schon sagen: Ist nur eine Frage der Zeit, bis bei Pfarrer Jörgen Schubert Kinderpornos gefunden werden, der will sich als besonders bibeltreu hervortun und damit ablenken.

  6. #6 von Noch ein Fragender am 14. August 2017 - 09:38

    Pfarrer vergleicht Homosexualität mit „Mehlstaub-Allergie“

    Und ich vergleiche den Fundamentalismus dieses Pfarrers mit Mehltau, der sich erstickend über das geistige Leben legt und schon die zartesten Ansätze von Aufklärung und Humanität vertrocknen lässt.

    https://www.evangelisch.de/inhalte/91368/02-02-2011/bibelauslegung-homosexualitaet-ein-graeuel

  7. #7 von Veria am 14. August 2017 - 10:05

    „Wenn einer eine Mehlstaub-Allergie hat, dann kann er auch nicht Bäcker werden.“
    Stimmt, können tut er nicht. Dürfen tut er aber. Sogar die Vergleiche sind weniger diskriminierend als die Handlungen der Kirche.

  8. #8 von Skydaddy am 14. August 2017 - 11:15

    Es sind doch hier die Evangelikalen, die „allergisch“ auf Homosexuelle reagieren, nicht umgekehrt!

    Folglich müsste es heißen: Wer allergisch auf Homosexuelle reagiert, sollte halt kein Kirchenmitglied sein.

  9. #9 von Michael am 14. August 2017 - 15:36

    Wahrscheinlich veträgt sich das nicht mit dem althergebrachten ehernen Grundsatz: Von einer kirchlichen Jugendfreizeit sind noch immer mehr Leute zurückgekommen als ursprünglich hingefahren sind. 😛

  10. #10 von madsschlesier am 14. August 2017 - 18:21

    Wäre er bibeltreu, hätte er nicht geheiratet. Will er heiraten, hat er in diesem Verein nichts zu suchen. Ich kann doch nicht einem Naziverein beitreten und mich dann beschweren, weil dort der Führer verehrt wird.